Tag 3: Robe – Port Campbell

20120430-194315.jpg

::: Zeit ist kostbar :::

Die Dimensionen des Landes sind uns heute, an unserem dritten Tag, erst so richtig bewusst geworden. Und für weite Strecken braucht man eines – Zeit! Vor allem wenn es überall etwas zu entdecken gibt.

Nach einem kleinen Lauf am Morgen durch das verschlafene Robe starteten wir mit einem guten Frühstück in den Tag.

In Millicent besuchten wir das historische Museum der Stadt (Bild) in der sehr liebevoll die Geschichte und der Wandel der Technik dargestellt wurde. Wir waren die einzigen Gäste.

Weiter ging es nach Mount Gambier und zum dortigen Blue Lake der beeindruckend über der Stadt liegt und seine Farbe von Zeit zu Zeit ändert. Wieso das genau passiert ist noch nicht völlig klar. Dann noch kurz im Cave Garden im Zentrum der Stadt die Höhle angeschaut die früher den Menschen und dem Vieh als Wasserstelle gedient hat in weiter ging die Fahrt.
Kurz nach Mt. Gambier passierten wir dann die Grenze zum Bundesstaat Victoria und durften die Uhr somit eine halbe Stunde nach vorne drehen.

Portland und Port Fairy haben wir dann nur im Druchfahren besichtigt denn unser Tagesziel war es bis zum Beginn der Great Ocean Road, bis nach Port Campbell, zu kommen.

Kurz nach Warrnambool begann dann die B100 – die Great Ocean Road! Bei Peterborough konnten wir die Bay of Islands noch im letzten Tageslicht bewundern bevor es Nacht wurde.

Einige Kilometer weiter erreichten wir dann unser Tagesziel Port Campbell. Eine Unterkunft war auch hier wieder schnell gefunden. Wir landeten in einem tollen Hostel direkt am Wasser – Meerblick und Meeresrauschen inclusive.

Zum Abendessen ging es dann zum Griechen – Knoblauch für Alle!

PS: Kängurus haben heute einige gesehen, allerdings waren die nicht mehr so ganz frisch! In Australien nennt man das Road Kill!

Tagesleistung: 417 Kilometer

Tag 2: Victor Harbor – Robe

20120429-223731.jpg

::: Unendliche Weiten :::

Leichter Nieselregen am Morgen als wir Victor Harbor verlassen. Ein kurzer Stop noch bei Granite Island. Eine Insel die vor Victor Harbor liegt und Heimat zahlreicher Zwerpinguine ist. Normalerweise bringt eine von Pferden gezogene Bahn die Menschen nach Granite Island. Da die Schienen aber gerade erneuert werden ging es zu Fuß über den etwa 500 Meter langen Steg. Die Pinguine brüten hier und kommen leider erst nach Einbruch der Dunkelheit zurück zur Insel um ihre Jungen zu füttern. Für uns heute keine Pinguine denn wir müssen weiter.

Die Fahrt ging entlang der Küste bis nach Wellington. Dort versperrte uns ein Fluss die Weiterfahrt. Kein Problem da uns eine Autofähre sicher, schnell und kostenlos ans andere Ende des Flusses brachte.

Weiter ging die Fahrt nun über den Princess Highway B1 der direkt ab der Wasserkante entlangführt.
Nach einem kurzen Lunchstop an einem einsamen Strandabschnitt des Coorong Nationalparks in der Nähe des Policemen Points ging es weiter. Einige Kilometer weiter machten wir einen weiteren Stop. Über einen netten Bushwalk der durch bewachsene Dünen führte, erreichten wir einen tollen Strandabschnitt (Bild) – auch hier war fast kein Mensch. Wunderschön in Dünen eingebettet fanden wir einen kilometerlangen Strand vor – unberührte Natur pur! Das war auch die Stelle an der das Handy sowie der restliche Inhalt von Eva’s Tagesrucksack plantschen ging. Die einsetzende Flut spülte den Rucksack einmal kräftig durch und setzte den Inhalt unter Wasser. Leider ist das Handy nun funktionsuntüchtig. Wer Eva also in der nächsten Zeit kontaktieren möchte sollte dies am besten über facebook, skype oder email tun. In dringenden Fällen könnt ihr Eva auch unter der angegebenen Mobilnummer auf meiner Kontaktseite erreichen.

Auf der Rückfahrt sichteten wir dann unser erstes Känguru des Tages im Busch – es sollte nicht das letzte sein!
Mit Einbruch der Dunkelheit beginnt in Australien die Känguruzeit.
Kurze Zeit später sichteten wir dann unser zweites Känguru. Das ausgewachsene Exemplar hüpfte etwa 50 Meter vor unserem Auto – puhhh! Hätten wir das gerammt wäre unser Hyundai vorne etwas kürzer gewesen.

Gegen 18:00 Uhr erreichten wir Robe,
ein kleines. verschlafenes Örtchen das im Sommer und vor allem an Ostern als Urlaubsziel zahlreicher Australier dient.
Im Caledonian Inn fanden wir ein nettes Zimmer. Wir konnten uns das schönste aussuchen da wir die einzigen Gäste waren. Insgesamt vermuteten wir das wir die einzigen Übernachtungsgäste in ganz Robe waren. Im australischen Herbst ist hier nicht viel los und so war es auch schwierig am frühen Abend noch etwas zu Essen zu finden.
Letztendlich landeten wir zu einem Vesper in unserem Zimmer nachdem wir im Pub unseres Hotels noch das ein oder andere Kaltgetränk zu uns genommen hatten.

Tagesleistung: 348 Kilometer

Tag 1: Adelaide – Victor Harbour

20120429-072835.jpg

::: Los gehts :::

Um kurz vor 8 Uhr Morgens landeten wir bei bestem Wetter in Adelaide. Mietwagen abgeholt und ab in die City Adelaides. Unser erster Stopp war der Central Market (Bild) der an diesem Samstag sehr belebt war.

Den restlichen Vormittag schauten wir uns dann noch die City an bevor es weiter ins Weingebiet Adelaide Hill ging. Wir landeten in Hahndorf, einem kleinen, verträumtem Dorf das von deutschen Einwanderern gegründet wurde. Es gibt hier zahlreiche deutsche Läden, Restaurants und Cafés. Deutsch wird hier allerdings nur noch sehr wenig gesprochen.

Auf der Weiterfahrt nach Victor Harbour konnten wir dann noch den wunderschönen Sommenuntergang zwischen Feldern, Wald und Weinreben miterleben – toll. Auch die ersten Kängurus haben wir in der Nähe der Strasse gesichtet.
Die Nacht verbrachten wir in Victor Harbour.

Tagesleistung: 217,5 Kilometer

Bye Sydney – Hello Australia

Heute ist Freitag, 27. April – mein letzter Schultag hier am Kaplan International College. Immer Freitags um 11:30 Uhr findet auf dem Balkon im obersten Stock des Schulgebäudes die Graduation (=Zeugnissübergabe) statt. Und siehe da, auch ich hab eins aus den Händen meiner Lehrerin Janice bekommen.

War eine tolle Zeit hier an der Schule die ich jedem nur wärmstens empfehlen kann. Ich habe hier viele nette Menschen kennengelernt und neue Freunde aus der ganzen Welt getroffen. Einige davon werde ich sicherlich früher oder später mal wieder treffen.

Am morgigen Samstag beginnt die große Reise, besser gesagt der erste von vorerst bereits geplanten drei Trips. Am Samstag Morgen um 6:15 Uhr (!!!!!) gehts von Sydney mit dem Flieger nach Adelaide in den Westen Australiens. Dort werden wir einen Mietwagen entgegennehmen und mit diesem in fünf Tagen von Adelaide nach Melbourne fahren. Geschlafen wird in Hostels. Dabei werden wir die Great Ocean Road befahren. Was in Amerika die Route 66 ist, ist in Australien die B100 – Great Ocean Road. Dort steht auch die berühmte Felsformation „12 Apostel“. Auf diesem Trip werden wir hier die Küste, Strände und Nationalparks erkunden können.

Fünf Tage später (3.Mai) geht es dann mit dem Flieger von Melbourne nach Hobart, der Hauptstadt Tasmaniens. Die Insel Tasmanien liegt etwa 240 Kilometer südlich unterhalb von Australien und ist für seine teilweise noch unberührte Landschaft berühmt. Das berühmteste Tier dort ist der Tasmanische Teufel den ich hoffentlich vor die Linse bekomme. In Tasmanien werden wir mit einem Camper reisen. Da einer der Mitarbeiter an unserer Schule aus Tasmanien kommt haben wir hier schon viele Informationen bekommen was wir anschauen sollten.

Anschließend geht es wieder per Flugzeug wieder zurück nach Sydney (8.Mai) dort werden wir wieder einen Camper für unseren eigentlichen Trip in Empfang nehmen. In vorraussichtlich 35 Tagen werden die Ostküste bin in den Norden Australiens (Cairns) entlang fahren. Auf dieser Reise kommen wir vorbei an Städten wie Brisbane, Surfers Paradise oder Nossa. Zu sehen gibt es vieles. Wir freuen uns auf tolle Strände zum surfen, schöne Nationalparks, Urwald, wilde Kängurus und unglaublich schöne Landschaften. Auch das Great Barrier Reef werden wir erkunden, ein Muss wenn man dort ist.

Wenn wir dann im Norden Australiens angekommen sind geht es eventuell noch weiter nach Darwin und ins Outback zum berühmten Ayers Rock. Aber bis dahin haben wir ja noch ein bißchen Zeit. Ganz nach dem Motto „No worries“ werden wir die Tour entspannt angehen und die Zeit genießen.

Wenn ich immer in der WIR-Form spreche dann meine ich unsere kleine Reisegruppe bestehend aus zwei Mädels und mir. Wir haben uns an der Schule kennengelernt und die gleichen Reiseinteressen. Auch sonst verstehen wir uns ganz gut was zeimlich wichtig ist wenn man etwa zwei Monate auf engstem Raum zusammen verbringt. Eva kommt aus dem Allgäu und Verena aus dem deutschsprachigen Teil Südtirols. Da es also eine rein deutschsprachige Reisegruppe ist haben wir beschlossen zweimal die Woche einen „English-only“ Tag einzulegen an dem wir nur Englisch sprechen. Wäre ja schade wenn wir alles wieder verlernen würden was wir gelernt haben :-).

Selbstverständlich werde ich versuchen auch auf meiner Reise an dieser Stelle zu berichten. Für die ersten zehn Tage werde ich von meinem iPhone aus berichten, da ich meinen Laptop in Sydney lasse und erst für den großen Trip mitnehmen werde. Daher werden die Berichte wohl etwas kürzer ausfallen :-).

See u :::

ANZAC Day

Der 25. April ist in Australien einer der höchsten Nationalfeiertage. An diesem Tag, dem ANZAC Day, wird den Soldaten gedacht, die ihrem Land in sämtlichen Kriegseinsätzen gedient haben. Der 25. April markiert die erste Militäraktion der australischen und neuseeländischen Truppen. An diesem Tag im Jahre 1915 landeten diese in Gallipoli (Türkei).

Die Abkürzung ANZAC steht für Australian and New Zealand Army Corps. So finden an diesem Tag schon am frühen Morgen (4:15 Uhr) die sogenannten Down Services, eine Art Kranzniederlegung, statt. Um 09:00 Uhr startete dann eine große Parade durch das Zentrum Sydney und anderen Großstädten Australiens. Diese Paraden werden live im australischen Fernsehen übertragen. Es kommt nicht oft vor, das die Geschäfte geschlossen haben, aber an diesem Tag öffnen diese erst nach Beendigung der Parade.

Zum Down Service habe ich es leider nicht geschafft, dafür habe ich mir dann aber zusammen mit tausenden anderen Zuschauern die Parade angeschaut.

Vor allem die Veteranen, die an dieser Parade teilnahmen wurden von den Zuschauern frenetisch beklatscht. Da viele von ihnen nicht mehr so gut zu Fuß waren wurden sie entweder chauffiert oder in ihrem Rollstuhl geschoben. Aber auch die momentane Armee mit ihren zahlreichen „Abteilungen“ (mir fällt hier leider der militärische Fachbegriff nicht ein, sollte es jmd wissen so darf er gerne kommentieren) war vertreten. In regelmäßigen Abständen musizierten Militärkapellen.

Diese Parade dauerte sage und schreibe drei Stunden bis alle „Abteilungen“ mit ihren noch verbliebenen Veteranen durch die Straßenschluchten des Central Business Districtes von Sydney gezogen waren. Danach gingen viele der Teilnehmer und auch Zuschauer in einen der vielen Pubs um sich richtig die Kante zu geben. Ja, auch das ist ANZAC Day :-). Morgen werden hier viele Leute einen richtigen Hangover haben!

Hier der Link zu einem kurzen Video der Parade in Sydney von der Sydney Moring Herald.

Mehr Bilder gibts wie immer mit einem Mausklick auf das obere Bild!

 

Meine vorletzte Woche in Sydney (vorerst)

Meine vorletzte Woche begann wie so oft mit einem Blick auf die Wettervorhersage. Und die sagte nichts gutes voraus – Regen, Regen, Regen.

So nutze ich den regenfreien Montag Nachmittag um mal wieder ein paar Bahnen im Schwimmbecken zu ziehen. Und da das Bondi Icebergs ja quasi direkt vor meiner Haustüre lag fiel die Wahl darauf. Schwimmsachen geschnappt und runter zum Strand. Das Wasser im 50 Meter Becken besteht aus gereinigtem Meerwasser, sprich SALZ! Gut das ich mir am Wochenende auf der Triathlonmesse eine Schwimmbrille gekauft hatte. 45 Minuten und einige kräftige Schlucke Salzwasser später war ich dann fertig – körperlich! 50 Meter sind halt doch doppelt so lang als mein gewohntes Häfner Hallenbad.

Am Dienstag Morgen weckte mich dann der Regen der kräftig an die Fenster prasselte. Und das sollte dann bis Donnerstag anhalten. Ein stetiger Regenguss, nur selten unterbrochen von kurzen Regenpausen. Nunja, wir haben ja Herbst hier.

Also konnten wir die Woche gut zur weiteren Planung unseres Trips verbringen. Mehr zu meinem anstehenden Trip in der kommenden Woche.

Reiseplanung allein ist allerdings auch nicht so das Wahre. Deshalb stand diese Woche unter dem Motto „Kultur in Sydney“. Am Mittwoch Nachmittag ging es ins Museum of Contemporary Art (=Moderne Kunst).

Nunja, was soll ich sagen. War mal interessant das gesehen zu haben, allerdings ist das nicht die Art von Kunst die mich so interessiert.

Eine Spidermanfigur die ein komisches Gesicht an der Wand anstarrt hat für mich nichts mit Kunst zu tun. Aber gut – Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

 

Schon besser gefallen hat mir da der Kinofilm “ The Best Exotic Marigold Hotel“, den wir am Donnerstag Abend angeschaut haben. Mein erster Kinofilm in englischer Sprache den ich mir im Kino angeschaut habe. Und siehe da, ich hatte überhaupt keine Probleme den Film zu verstehen.

Er handelt von einer Gruppe englischen Rentnern die nach Indien in ein Hotel kommen das die besten Jahre schon hinter sich hatte. Dabei erlebt jeder seine eigene Geschichte. Toller Film der auch bereits schon seit Mitte März in Deutschland läuft.

Um Euer Englisch zu verbessern, hier der Filmtrailer in Englisch:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=JZwXZte_ctk[/youtube]

 

Am Freitag Abend stand dann das Kultur-Highlight auf dem Programm. Ein Besuch des Opernhauses. Wir hatten Anfang der Woche noch Karten für die Sydney Symphoniker bekommen, die „Tchaikovsky at the Ballet“ spielten.

Wenn man das Opernhaus mit seiner muschelförmigen Form von Außen sieht erwartet man man im Inneren des Gbäudes eine mindestens ebenso entsprechend kunstvolle Architektur. Dem ist aber nicht so. Das Innere der großen Konzerthalle erinnerte mich ein wenig an die 70er Jahre. Viel Holz und eine praktische Bauweise. Dafür sorgte aber die sehr hohe Decke für eine unglaublich gute Akustik.

Wir hatten Karten in der ersten Reihe direkt hinter dem Orchester. So konnten wir dem Dirigenten direkt in die Augen schauen und ihn genau beobachten was sehr spannend war. Das wir hinter dem Orchester saßen tat der Akustik keinen Abbruch.

So hörten wir bekannte Stücke aus Tchaikovsky´s Nussknacker und Schwanensee, Melodien die wohl jeder kennt wenn er sie hört. Wir waren sehr beeindruckt von der Genauigkeit und Präzision mit der das Orchester abgestimmt war – ein tolles Erlebnis.

Dextro Energy Triathlon Sydney

So ein Triathlon ist schon was Tolles! Zum Mitmachen oder nur zum zuschauen – macht einfach Spaß! Und wenn es für die deutschen Athleten auf der anderen Seite der Erde auch noch so gut läuft freut man sich gleich doppelt. Aber der Reihe nach.

Die Triathlon-Weltmeisterschaftsserie startet jedes Jahr hier in Sydney. Außer Sydney macht die Triathlongemeinde in San Diego, Yokohama, Auckland, Madrid, Stockholm, Kitzbühl und Hamburg Halt.

Der Samstag begann früh für mich. Halb sechs aufstehen und dann mit dem Bus in die City, besser gesagt zum Opernhaus. Dort begann um 7:36 Uhr der Schwimmstart der Frauenelite. Unter den 69 Frauen waren auch fünf Deutsche dabei, die noch um ein Olympiaticket kämpfen müssen.

Der Startschuss fiel pünktlich und ab ging es auf die zwei Schwimmrunden. Um diese frühe Uhrzeit waren noch wenige Zuschauer unterwegs. Man hatte Zeit und Platz um sich den besten Platz auszusuchen.

Nach etwas über 20 Minuten kam eine kleine Japanerin als erste aus dem Wasser und in die Wechselzone. Neopren aus, Radhelm an, Rad geschnappt und ab ging es auf die 40 Kilometer lange Radstrecke die in acht Runden zu absolvieren war. Kurz nach ihr folgte das Hauptfeld in dem sich auf die deutschen Frauen befanden.

Auch hier konnte man entspannt entlang der Radstrecke den besten Platz zum zuschauen oder wie in meinem Fall zum fotografieren aussuchen. Die Temperaturen stiegen allmählich. Dann stand der zweite Wechsel an. Runter vom Rad, Rad abstellen, Helm in die Box legen und Laufschuhe anziehen. Sollte der Helm oder ein anderer Ausrüstungsgegenstand neben der Box landen gibt es eine 10 sekündige Strafzeit.

Dann ging es auf die zehn Kilometer lange Laufstrecke die in vier Runden zu absolvieren war.
Das Trio mit einer Australierin, einer Engländerin und einer Neuseeländerin setzt sich gleich zu Beginn ab und konnten den Sieg unter sich ausmachen. Glückliche Siegerin war dann die Australierin Erin Densham die nach einer Gesamtzeit von 2:01:29 als erste die Ziellinie überquerte. Schnellste Deutsche war Anne Haug auf Platz sieben. Die anderen deutschen Mädels landeten auf den Plätzen 20, 26, 40 und 44.

Dann stand der Wettkampf der Männerelite an. Um 10:26 Uhr ging es auf die gleiche Strecke wie die Damen. Von den deutschen Männern gingen Steffen Justus, Maik Petzold, Christian Prochnow, Jonathan Zipf, Gregor Buchholz und Sebastian Rank. Olympiasieger Jan Frodeno ersparte sich verletzungsbedingt den Weg nach Down Under. Von den Deutschen haben bislang nur Fordeno und Justus das Olympiaticket sicher.

Noch vor dem Schwimmstart konnte ich den deutschen Jungs viel Glück wünschen, da alle Athleten in einer Reihe standen und vom Sprecher einzeln aufgerufen werden.
Startschuss und ab ins Wasser! Das Feld kam ziemlich geschlossen nach etwa 18 Minuten aus dem Wasser.

Doch nach den ersten Kilometern gelang es zwei Fahrern, sich von dem Hauptfeld abzusetzen. Der Russe

Ivan Vasiliev und der Neuseeländer James Elvery arbeiteten gut zusammen und fuhren einen Abstand von über 40 Sekunden heraus. Aussiestar und Ironmanlegende Chris McCormack versuchte das Tempo in der Verfolgergruppe anzuziehen um die Außreisser einzufagen, was ihm nicht gelang. So wechselten die Beiden alleine vom Rad auf die Laufstrecke. Doch innerhalb kürzester Zeit hatte der Neuseeländer sein Pulver verschossen und er musste Vasiliev alleine ziehen lassen. Der Russe wiederum brach nach zwei Kilometern ebenfalls ein und machte den Weg frei für das Verfolgertrio in dem sich auch Steffen Justus befand. Die drei Verfolger stellten den Russen und konnten nun den Sieg unter sich ausmachen.

Zu meiner Freude zog Justus bei Kilometer sechs das Tempo nochmals an. Die anderen Beiden konnten ihm nicht mehr folgen und so beschenkte sich Justus einen Tag vor seinem 30ten Geburtstag selbst mit dem grüßten Erfolg seiner bisherigen Karriere.

Mit einer Gesamtzeit von 01:51:04 überquerte Justus als Erster die Ziellinie. Sehr bemerkenswert das man nach 1,5 KM Schwimmen und 40 KM Radfahren noch eine 30:50 min. laufen kann. Aber das ist eben die Weltelite und Justus hat mit diesem Sieg seine Form für London 2012 bestätigt. Hoffen wir das die Deutschen Triathleten auch bei Olympia so erfolgreich sind. Dort warten dann jedoch andere Kaliber wie die Brownlee-Büder aus England und Javier Gomez aus Spanien auf die Jungs aus Germany.

Die Siegerehrung war auch ganz nett. Hatte einen guten Platz gefunden von dem aus ich schön auf das Podest und die Fotografen hinunterschauen konnte. Dabei das Bild am Anfang des Berichts entstanden (iPhone App „Instagram“). Die anderen Athleten aus der deutschen Mannschaft kamen ebenso zur Siegerehrung um sich mit ihrem Teamkameraden zu freuen. Und da die Jungs dann neben mir standen nutze ich die Gelegenheit um mich mit ihnen ein wenig mit ihnen über das Rennen und Olympia zu unterhalten. Dabei ist auch dieses Bild entstanden. Sehr nette und symathische Jungs – Daumen drücken das wir so viele wie möglich bei Olympia dabei haben.

Ergebnisslisten Männer

Hier die Videozusammenfassung des Männer-Wettkampfes:
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=b_fpVzIGDuE[/youtube]

Ostern @ Port Stephens

Eine Frage die mich die Tage oft aus Deutschland erreicht hat war „…wird in Australien auch Ostern gefeiert?…“. Die Antwort darauf ist Ja. Auch wenn die allermeisten Australier nicht recht gläubig sind, so nehmen sie selbstverständlich das lange Osterwochenende mit. Schokoosterhasen gibt es auch. Ein kleiner, goldener Lindthase kostet hier im Supermarkt umgerechnet 4,50 Euro.

Zusammen mit einigen Mädels aus meiner Klasse beschlossen wir dasOsterwochenende in Port Stephens zu verbringen. Port Stephens liegt 200 Kilometer nördlich von Sydney an der Ostküste. Bekannt ist das Gebiet durch die dort lebenden Delfine und dei rießigen Sanddünen.

So haben wir uns die Woche davor ein Auto gemietet und eine Cabin auf einem der zahlreichen Campingplätze gebucht. Mehr zur Cabin später im Bericht. Bepackt mit vielen nützlichen Infos unserer Lehrerin Janice und genügent Proviant für die Ostertage starteten wir am Freitagmorgen von Sydney in Richtung Norden.

Das Auto hatte ich schon am Vortag abgeholt und dort auch schon die ersten Kilometer „auf der falschen Seite“ hinter mich gebracht. Die Umstellung auf Linksverkehr, das Lenkrad und die Armaturen auf der falschen Seite zu haben war am Anfang etwas einschüchternd. Zum Glück hatte ich mir ein gutes Navi von Emma, die in unserer Schule an der Rezeption arbeitet, ausgeliehen. Navman führte uns sicher durch das ganze Wochenende.

Da ich der einzige war, der einen internationalen Führerschein besaß und eine gültige Fahrerlaubnis hatte wurde mir also die volle Ehre des Fahrens zuteil. Nachdem das Auto vollgepackt war ging es dann los. Die erste Hürde war es, aus Sydney herauszufinden. Aber dank Navman ging das reibungslos. Das Navi führte uns über die Harbour Bride in nördlicher Richtung raus aus Sydney.

Dann auf den Highway 1 in Richtung Newcastle. Höchstgeschwindigkeit 110 kmh !!!!! Da kommt Heimweh nach der guten Autobahn auf. Und die Geschwindigkeit sollte auch eingehalten werden da die Polizei stark kontrolliert. Selbst vom Hubschrauber aus kann man wegen erhöhter Geschwinigkeit gemessen werden. Dafür gibt es an mehreren Stellen in regelmäßigen Abständen weisse Querlinien auf der Straße.
Wir hielten uns daran und kamen nach etwa drei Stunden gutgelaunt in Port Stephens an. Dank dem Navi finden wir auch den Weg zu unserem Campingplatz auf Anhieb. Von der Hauptstraße ging es 2 Kilometer in den australischen Busch. Links und rechts neben der Straße war nichts außer Busch. Besonders nachts sollte man hier sehr vorsichtig fahren um nicht mit Kängurus und Koalas zu kollidieren. In der ganzen Bucht gibt es dazu viele Hinweisschilder an den Straßen auf denen eine Notrufhotline für angefahrene und verletzte Wildtiere vermerkt ist.

Am Campingplatz angekommen erwarteten uns zwei nette, ältere Damen in der Rezeption die uns die Schlüssel für unsere Cabin übergaben. Unsere Cabin war eine von insgesamt nur sechs festen Häusern auf diesem Campingplatz. Ausgestattet mit Schlafzimmern, Küche, Bad, Wohn- und Esszimmer und einer Veranda hatte die Cabin alles was man bracht. Und sauber war sie auch noch – perfekt! Direkt hinter unserem Wochenendezuhause begann auch gleich der Busch. Etwa huntert Meter weiter lag der Tilligerry Creek der vor allem bei Anglern allen Alters beliebt ist.

Den Nachmittag verbrachten wir in der Nähe des Campingplatzes mit chillen, da es mit 28 Grad ziemlich hieß war. Am Abend wurde dann gekocht.

Samstagmorgen, die Sonne lachte. Ein perfekter Tag um den etwa 300 Bottle-Nose Delfinen in Port Stephens einen Besuch abzustatten. Die Tour mit dem Schiff startete im etwa 5 Kilometer entfernten Nelson Bay. Für uns fünf war es das erste Mal, dass wir vermutlich Delfine sehen würden. Natürlich hatte ich meine Kamera mit dem großen Objektiv im Gepäck. Als wir im Hafen vor dem Schiff warteten scannte ich die Bucht und siehe da, in diesem Moment schwamm eine kleine Gruppe (=Schule) von Delfinen am Hafen vorbei. Toll! Entsprechend aufgeregt ging es dann aufs Boot. Ich platzierte mich ganz unten am vordersten Punkt des Schiffes da Delfine ja bekanntlich gerne vor den Schiffen herschwimmen.

Dann legte das Schiff ab zur 1,5 stündigen Dolphinwatch-Cruise. Wir verließen den Hafen und machten uns gemeinsam mit einem anderen Schiff auf die Suche nach den beliebten Tieren. Nach etwa 20 Minuten konnten wir die ersten Finnen (=Rückenflossen) von zwei Exemplaren entdecken die ihres Weges zogen. Nach etwa 40 Minuten hatten wir noch keinen näheren Kontakt zu den Definen gefunden, die bis zu 30 Minuten unter Wasser bleiben können. Also entschied der Kapität den Platz zu wechseln. Es ging an die andere Seite der Bucht und siehe da, auch einige Delfine waren dort. Zunächst konnten wir sie aus einiger Enfernung beobachten und als wir gerade wieder abdrehen wollten kamen sie näher und näher.

Eine Mutter mit ihrem Kalb kam unserem Schiff besonders nahe. Die beiden schwammen bis auf zwei Meter an den vorderen Teil des Schiffes heran. Als der Kapitän dann die Geschwindigkeit erhöhte platzierten sich die beiden direkt vor dem Schiff und schwammen vor uns her.
Es war toll diese faszinierenden Tier aus nächster Nähe zu sehen. Die Tiere leben hier völlig frei in der Bucht und werden auch nicht speziell für diese Touren angefüttert.
Von Mitte Mai bis November kann man hier mit etwas Glück auch Wale beobachten.

Den Nachmittag verbrachten wir dann bei tollem Wetter am Strand von Shoal Bay. Man hat hier in Port Stephens die Qual der Wahl an welchen der zahlreichen Strände man gehen soll. Wenn man Strände zum Schwimmen bevorzugt kann man einen wie Shoal Bay wählen der innerhalb der Bucht liegt. Möchte man surfen geht man einfach auf die andere Seite und man hat den Ozean und die Wellen.

Den Sonnenuntergang schauten wir uns in Anna Bay, am Birubi Point an. Dort hat es die größten und längsten Sanddünen Australiens. Man kommt sich vor wie in der Wüste. Da hier in Australien die Winterzeit gilt wird es schon gegen 18:00 Uhr dunkel und so führen wir bei Dunkelheit wieder heim zu unserem Campingplatz.

Das faszinierende an Port Stephens ist, dass man keine weiten Strecken mit dem Auto zurücklegen muss. Man fährt maximal 20 Minuten und ist dort wo man sein möchte. Parkplätze gibts überall und so kann man barfuss vom Auto in 2 Minuten zum Strand laufen.

Am Ostersonntag ging es morgens gleich wieder zum Birubi Point um Sandboarden zu gehen. Mit einem geländegängigen Bus wurden wir in die Dünen gefahren. Kurze Einweisung, Brett bekommen und ab auf die Düne. Das Brett hatte die Größe eines Skateboardes und man durfte es nur im Sitzen benutzen. Nach einigen Abfahrten bei strahlendem Sonnenschein hatten wir dann Sand an jeder Stelle unseres Körpers und wir fuhren zu einem kleinen Strand ganz in der Nähe.

Einer der Sandboarding-Guides gab uns den Tipp nach Zenith-Bay zu fahren. Über einen kleinen Holzsteg der mitten durch die Dünen führte (St. Peter-Ording lässt grüßen), kamen wir dann an einen kleinen und fast menschenleeren Strand. Ein toller kleiner Strand der direkt am Fuße des Mount Tomaree liegt. Wir entschieden uns aber wieder zurück auf die andere Seite zu gehen, da wir einen Strand ohne Wellen besuchen wollten um uns den Sand abzuwaschen.

So kamen wir dann am nörlichsten Teil von Shoal Bay, dem Strand wo wir schon am Vortag waren an. Als ich den Strand betrat sah ich draußen im Wasser wieder mehrere Delfine die sich dem fast menschenleeren Strand näherten. Sie kamen sehr nahe an den Strand und so entschied ich mich meine gopro-Kamera zu schnappen und raus zu schwimmen. Leider war ich zu langsam und so zogen diese tollen Tiere weiter, ohne meine persönliche Bekanntschaft gemacht zu haben – tja, Pech für die Delfine :-).

Nach dem reinigenden Bad verbrachten wir dann noch einige Zeit am Strand von Shoal Bay befor wir am späten Nachmittag noch nach Fingal Bay fuhren um dort zum Lighthouse zu laufen. Da dieser Leuchtturm jedoch nur über den Strand zu erreichen war und dieser teilweise durch die High Tide (einsetzende Flut) überflutet war, schafften wir das nicht ganz. haben dafür trotzdem einen weiteren. schönen Strand gesehen an dem sich zum späten Nachmittag viele Fischer einfanden – scheint wohl eine gute Tageszeit zum angeln zu sein.

Nachdem der Tank des Autos wieder gefüllt war ging es auf den Nachhauseweg. In der Ferne blitze es gewaltig und wir kamen in ein größeres Unwetter mit besagten Blitzen und Starkregen. Da ging dann auf dem Highway nur noch mit 80 kmh voran. Glücklicherweise besserte sich das Wetter nach kurzer Zeit wieder und so kamen wir entspannt und gut erholt wieder in Sydney an.

Aquabumps-Gallerie

Wie bereits im März berichtet (siehe Bericht „Cooler Job!“) gibt es hier in Bondi einen tollen Fotografen der immer zum Sonnenaufgang aktiv ist. Letzte Woche war ich nun zum ersten Mal in seiner kleinen aber feinen Gallerie von aquabumps in Bondi unweit vom Strand.

Unglaublich tolle Bilder hängen dort an den Wänden – zu unglaublichen Preisen. Wer sich ein original aquabumps-Bild von Eugene Tan an die Wand hängen möchte muss schlappe 2.500 Euro für eines der großen Bilder ausgeben. Die kleineren gibts für etwa 500 Euro. Aber die Bilder sind echt spitze!

Habe mir nun einige neue Anregungen und Motive geholt die ich nun auch mal versuchen möchte. Mal schaun ob mir das ein oder andere in den nächsten und letzten vier Wochen hier in Sydney und in Bondi Beach gelingen wird.

Hier ein aktuelles Video (vom 20.04.2012):

[youtube]http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=n7QgEzNeb7Y[/youtube]

Watsons Bay

Am Samstag ging es nach Watsons Bay. Watsons Bay liegt nordöstlich vom Stadtzentrum in der Nähe von Bondi Beach. Nach zwanzigminütiger Busfahrt von Bondi Beach kamen wir dann am oberen Teil der Landzunge an. Zuerst ging es zum weissen Leuchtturm (=Lighthouse). Von dort führte ein Weg entlang der Klippen.

Es ist schon beeindruckend das man knapp 20 Minuten außerhalb der Stadt ist und schon solch eine Natur vorfindet. Auf der rechten Seite das Meer das auf die Klippen trifft und auf der linken Seite einen gigantischen Blick auf die Skyline Sydney´s.

Der Weg führte uns durch einen Park in dem gerade alle für eine kleine Hochzeit vorbereitet wurde. Schaut Euch die Bilder an – gibt es einen besseren Ausblick als diesen für eine Hochzeit?!?!? Wohl kaum!

Auch einen kleinen Stadtstrand gibt es in Watsons Bay – Camp Cove genannt. Hier verbrachten wir einige Stunden an einem kleinen aber sehr beschaulichen Strand. Der Ausblick ebenfalls auf die Skyline ist wohl der beste den ich an einem Strand je gesehen habe. Außerdem eignet sich dieser Strand sehr gut zum schwimmen da sich dieser auf der Innenseite befindet und es deshalb keine Wellen gibt. Und da ich gerade kein Häfner Hallenbad für meine alldienstäglichen Schwimmeinheiten zur Verfügung hatte, kraulte einmal den Strand auf und ab – nicht das schlechteste Trainingsareal.

Dann ging es noch ein Stückchen weiter bis an die äußerste Spitze der Landzunge. Hier fließt das Wasser vom Meer nach Sydney ein. Hier steht auch noch ein weiterer Leuchtturm (oberes Bild).

Watsons Bay bietet unglaublich viele schöne Motive – ein wahres Paradies für die Fotografen. Das Wetter trug seinen Teil natürlich auch dazu bei. Für einen Herbsttag war es mit 27 Grad und blauem Himmel ungewöhnlich warm.

Zurück in die City ging es dann mit der Fähre. Wir hatten die letzte Fahrt um 18:30 Uhr zurück erwischt und kamen ganau richtig wieder zurück als die Sonne glutrot direkt hinter der Harbour Bridge stand. Dabei ist das untere Bild entstanden.