Tag 34: Mount Marlow – Airlie Beach

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::: Regen :::

Was gestern begonnen hat, hat sich heute leider fortgesetzt – Regenwetter! Dicke Wolken hängen zur Zeit über ganz Queensland. Oben ein Bild unseres Schlafplatzes von letzter Nacht – leider mit dicken Wolken im Hintergrund. Die Temperaturen sind angenehm, das Wasser warm. Jedoch erwartet man zu dieser Jahreszeit im Norden des trockensten Kontinents der Erde Sonnenschein, Hitze und eine hohe Luftfeuchtigkeit.
Da die Wettervorhersage für die nächsten Tage ähnliches Wetter vorhersagt haben wir heute entschieden dem Festland zu entfliehen und haben eine Segeltour zu den Whitsunday Islands gebucht. Ab Morgen früh werden wir dann für drei Tage und zwei Nächte an Bord der Regattajacht „Southern Cross“ gehen. Dort werden wir dann zu den vorgelagerten Whitsunday-Inseln segeln, im dortigen Riff Schnorcheln gehen und den berühmten Whithaven Beach besuchen. Auch die Nächte werden wir an Bord des Schiffes verbringen.

Wenn Ihr also die nächsten drei Tage nichts von uns lest oder hört dann wird’s daran liegen das wir keinen Empfang habe.

Tagesleistung: 19 Kilometer

Tag 33: Mackay – Mount Marlow

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::: Hoch hinaus :::

Heute ging es ins Hinterland von Mackay in den Eungella National Park, einer der schönsten und größten in der Region.

Zuerst fuhren wir zum Forrest Flying, einer Seilbahn über den Baumwipfeln des Regenwaldes. Inmitten von Palmen, Farnen und anderen großen Bäumen in denen hunderte Flughunde hingen, erwartete uns Dave und seine Frau. Die beiden Engländer leben seit über zwanzig Jahren in Australien und haben ihr Haus mit großem Anwesen inmitten des Regenwaldes errichtet. Wir hatten mal wieder Glück und waren die einzigen Gäste – VIP-Behandlung dank Nebensaison! Auf dem Weg zur Seilbahn zeigte und erklärte Dave uns die verschiedenen Pflanzen- und Baumarten die hier alle so wachsen und teilweise auch essbar sind. Dann hieß es einklinken, abspringen und ab die Post. Auf über 25 Metern ging es am Stahlseil 350 Meter lang über die Baumwipfel des Regenwaldes – ein tolles Erlebnis! Nur die Flughunde links und rechts der Seilbahn schauten etwas verwundert als da plötzlich ein paar Menschen angeflogen kamen.

Anschließend ging es tiefer in den National Park. Über eine kleine aber gut ausgebaute Serpentinenstraße fuhren wir durch den Nebel hoch zum Broken River um ein ganz besonderes Tier zu sehen – das Schnabeltier! Was wir in Tasmanien nur von Weitem vermutet aber leider nicht von Nahem zu Gesicht bekommen hatten lebt auch hier im Fluss. Nach einem kurzen Fußmarsch kamen wir zu einer Plattform am Fluss und siehe da ein Schnabeltier schwamm vor uns ganz entspannt im Fluss.

Nach einigen Sekunden an der Oberfläche tauchte es wieder ab um nach etwa einer Minute wieder an die Oberfläche zu schwimmen. So konnten wir es mehrfach beobachten. Insgesamt sichteten wir drei Exemplare.

Schnabeltiere ist eines der letzten Brückentiere die es auf unserer Welt noch gibt und das einzige Säugetier das Eier legt und einen Schnabel hat. Es kommt nur noch in Australien und auf Tasmanien vor. Die beste Zeit um eines der scheuen Tiere zu beobachten ist kurz nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang. Aber auch einem bewölkten Tag wie heute einer war hat man gute Chancen auf eine Sichtung. Auch schlechteres Wetter hat machmal
seine Vorteile. 🙂

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Diese Bild ist vom Display meiner Spiegelreflexkamera abfotografiert.

Drollige Tierchen die ausgewachsen etwa 50 Zentimeter lang sind.

Dann ging die Reise weiter Richtung Airlie Beach von wo aus die Segelboote zu den Whitsunday Islands ablegen. Da es schon spät war suchten wir uns einen Parkplatz kurz vor Airlie Beach. Nach längerer Suche stellten wir unseren Camper dann am Rande eines Zuckerrohrfeldes zwischen Mount Marlow und Sugarloaf ab.

Unser Campervan, den wie liebevoll Mopsi getauft hatten wurde heute mal wieder schwer gefordert. Auf unserem Weg zum Forrest Flying mussten wir unter anderem auch eine vom Fluß überflutete Straße überqueren.

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Für unseren Mopsi war das ein Kinderspiel ist er doch schon einiges gewohnt. In Australien nennt man die mehr oder weniger unbefestigten Schotterpisten „Gravel Roads“ die wir laut unserer Autovermietung eigentlich gar nicht befahren dürften. Da solch eine Straße jedoch manchmal der einzige Weg ist um von A nach B zu kommen haben wir unseren Mopsi ziemlich gut auf extreme Verhältnisse trainiert. Bislang hat er uns noch nie im Stich gelassen! Hoffen wir das das auch für restlichen zwei Wochen so bleibt.

Tagesleistung: 297 Kilometer

Tag 32: Rockhampton – Mackay

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::: lecker :::

Heute Morgen führte uns der Weg direkt zur Koorana Crocodile Farm. Dort leben bis zu 300 Krokodile die hier vorwiegend wegen ihrer einzigartigen Haut gezüchtet werden. Die nette Dame klärte uns sehr ausführlich und interessant über die Geschichte, Verhaltensweise und Fortpflanzung der letzten Dinosaurier auf. Anschließend ging es zu den Gehegen wo die teilweise hungrigen Riesenechsen schon auf uns warteten. Am Ende der Tour gab es den kleinsten noch zu bestaunen und zu fotografieren (Bild).

Nach der eineinhalbstündigen Tour ging es dann ins Restaurant. Dort gibt es wie sollte es auch anders sein, Krokodilfleisch. Wir probierten Crocodile-Kebab (Krokodilfleischspieße) und Crocodile-Pie (Kuchen mit Krokodilfleisch).

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Beide Gerichte (Bild) waren sehr lecker. Krokodil hat die Farbe von Hühnchenfleich und schmeckt auch so, nur mit einer ganz eigenen Note. Uns hat’s jedenfalls geschmeckt.

Dann wurden am Nachmittag wieder Kilometer gemacht. Die Fahrt ging durch Wälder und offene Wiesenlandschaften mit endlosen Weiten nach Mackay, der nächstgrößeren Stadt nach Rockhampton. Etwas außerhalb der Stadt stellten wir unseren Camper wieder in der Pampa ab – ein ungestörtes Naturerlebnis!

Tagesleistung: 387 Kilometer

Tag 31: Agnes Water – Rockhampton

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::: bye Bali House – weiter geht’s :::

Mal wieder ein toller Morgen im Bali House (Bild). Noch vor dem Frühstück stürzte sich Eva ein letztes Mal in die Wellen, Verena fotografierte und ich ging eine nette Runde am Strand laufen. Pfingsten wird hier übrigens nicht gefeiert.

Nach der wichtigsten Mahlzeit des Tages hieß es dann Lebewohl zu sagen. Uns hat es hier in Agnes Water super gut gefallen – ist auch nicht verwunderlich bei dem Glück das wir hatten!

Bei strahlendem Sonnenschein ging es zurück auf den Bruce Highway gen Norden. Vorbei an Gladstone führte die Route nach Rockhampton. Etwas außerhalb stellten wir unseren Camper mal wieder in völliger Abgeschiedenheit an einer Straße ab. Nicht mal richtigen Internet- und Telefonempfang gab es hier.

Tagesleistung: 246 Kilometer

Tag 30: Agnes Water

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::: Gastfreundschaft :::

Nach einer kurzen Nacht weckte uns heute zur Abwechslung mal nicht der Regen wie die letzten beiden Tage sondern die Sonne! Ein schöner, sonniger Tag lag vor uns. Wir fuhren mit Andrew und Danny zu einem kleinen Strandabschnitt den ein „normaler“ Tourist nicht finden würde. Dort kletterten wir auf die Felsen und gingen Fischen.

Angeln ist in Australien sehr sehr beliebt. Man sieht viele Menschen – jung und alt – am Strand oder an den Flüssen. Eigentlich bräuchte man eine Lizenz zum angeln aber die hat hier so gut wie keiner. Bei diesem tollen Wetter und einem freien Blick aufs Meer in dem man die reichhaltige Tierwelt beobachten kann wird klar warum Fishing hier so beliebt ist.
Wir beobachteten eine Meeresschildkröte und einen Seeadler bei der Jagd während wir vergeblich unser Glück versuchten.

Am späten Nachmittag fuhren wir noch in den nahen Deepwater National Park den man nur mit Geländewagen befahren kann. Dort zeigten uns die Beiden einen netten und abgeschiedenen Strandabschnitt (Flat Head). Nach Emus hielten wir hier vergeblich Ausschau.
Auf dem Rückweg ging’s dann zum Wallabie- und Känguruspotting. Immer gut wenn man mit Einheimischen unterwegs ist. Die wissen meistens wo die örtliche Tierwelt so abhängt. 🙂

Wir sahen viele Wallabies der gleichen Art wie ich sie gestern an anderer Stelle aufgespürt hatte. Nur diesmal kamen wir näher an die Tiere ran da diese das Auto nicht als extreme Gefahr ansehen.

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Zum Schluss hatten wir noch besonderes Glück. Wir fanden ein Känguru das genau vor einem der berühmten gelben Hinweisschilder stand – nice shot! So macht Wildlife-Fotografie richtig Spaß.

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Da es schon langsam dunkel wurde als wir wieder „zuhause“ am Bali House ankamen boten uns die Jungs an eine weitere Nacht bei ihnen zu bleiben. Wir nahmen das Angebot gerne an und revanchierten uns mit einem selbst gekochten Abendessen (Spaghetti Bolognese) und dem passenden Wein für die Gastfreundschaft. Wieder einmal ein Weiteres Beispiel für die Herzlichkeit der Menschen hier!

Tagesleistung: 10 Meter (eine Hauseinfahrt weiter)

Tag 29: Agnes Water

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::: local :::

Hatten eine angenehme Nacht in Scottys Hofeinfahrt. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit da es die ganze Nacht regnete. Wir dachten eigentlich das das Wetter gen Norden besser wird aber manchmal bestätigen Außnahmen die Regeln.

Nichts desto Trotz fuhr ich am nächsten Morgen mit Scotty, seinem Sohn Carly und seinem Nachbarn Andrew in die City. Dort wurden wir um kurz vor neun von einem Bus der örtlichen Surfschule abgeholt. Mit diesem Bus ging es dann direkt zur Parade zu Town of 1770, der Stadt wo im Jahre 1770 Captain Cook australisches Festland betreten hat. Und ihm und der Landung zu Ehren feiern die Einwohner jedes Jahr ein Festival mit einer Parade. Und ich war mit im Bus der Surfschule mittendrin und nahm an der Parade teil.

Bevor die Parade jedoch startete hatte ich die Felegenheit die örtliche Feuerwehr in der Startaufstellung zu besuchen (Bild).

Dann ging die Parade auch schon los und winkten und verteilten fleißig Lollies. Nach 30 Minuten kamen wir am Festivalgelände an wo wir erstmal den Stand der Surfschule aufbauten. Anschließend schlenderte ich mit den Mädels die zwischenzeitlich auch eingetroffen waren über den Markt.

Hier gab es sogar einen Stand mit deutscher Bratwurst – lecker. Zum Nachtisch gab es einen frittieren Mars-Schokoriegel – auch lecker :-).

Am Nachmittag dann noch etwas Bewegung durch die City. Ich verlängerte den Spatziergang und machte mich auf die Suche nach Kängurus und Wallabies. Kurz nach 16:00 Uhr konnte ich dann in einem angrenzenden Waldstück drei Wallabies finden. Wir mir von Einheimischen später berichtet wurde handelte es sich hierbei um Pretty-Faces-Wallabies. Den Namen haben sie wohl aufgrund ihrer außergewöhnlichen, schwarzen Gesichtsfärbung (Bild).

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Am Abend ging es dann nochmal zum Festivalgelände um das Feuerwerk und die Feuershow zu sehen. Dabei lernten wir an der Bar Scottys Nachbarn Andrew besser kennen. Er lud uns spontan ein die Nacht in seinem geräumigen Haus zu verbringen. Betten gab es im „the Bali House“ genug. Im eigens dafür eingerichteten Partyraum steppte der Bär noch bis tief in die Nacht, daher kommt der heutige Beitrag etwas später als sonst. Ein toller Tag und eine super Nacht mit viel Spaß! Man muss hier einfach nur nett und freundlich sein um die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Einheimische. (=locals) zu erfahren. Vor allem dieser Aspekt macht Australien unglaublich sympathisch und liebenswert.

Tagesleistung: 0 Kilometer

Tag 28: Mount Tom – Agnes Water

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::: surf :::

Von unserem Schlafplatz ging es heute Morgen nach Agnes Water, einem der letzten Surfspots entlang der Ostküste. Oberhalb von Agnes Water beginnt das Great Barrier Reef, deshalb sind vor der Küste am Festland keine Wellen mehr zu finden.

Am Strand von Agnes Water stürzten wir uns daher nochmal ausgiebig in die Wellen. Heute waren wir sogar alle drei gleichzeitig im Wasser da Verena auf der Suche nach einem Leihboard eines von einem netten Herren ausgeliehen bekam.

So surften wir am Morgen und am
Nachmittag in der Agnes Bay mit viel Spass und super Wellen. Als Verena dann ihr ausgeliehenes Board zurückbrachte bot uns Scotty – so hieß der nette, ältere Herr – an das wir bei ihm duschen und auch unseren Camper auf seinem Gelände für die Nacht abstellen könnten was wir dankend annahmen.

Scotty hat eine nette Sammlung von Surfboards (Bild) die hauptsächlich von seinem Sohn genutzt werden.

Am Abend zeigte er uns dann noch einige Surfvideos in seinem Wohnzimmer seines großen Hauses direkt am Strand – lustiger Typ!

Tagesleistung: 34 Kilometer

Tag 27: Rainbow Beach – Mount Tom

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::: hangover :::

Netter Abend der hinter uns liegt. Übernachtet hatten wir auf dem Gelände unserer Autovermietung bei denen wir unseren Geländewagen gemietet hatten. Die Besitzer sind Australier mit deutschen Wurzeln.

Nachdem wir mit Fish & Chips unsere Rückkehr aufs Festland gefeiert hatten ging die Party im Camper noch etwas weiter. Hierbei wurde auch das ein oder andere alkoholische Getränk konsumiert :-).
Geschlafen wurde letzte Nacht sogar zu viert im Camper da wir ja noch unseren Mitreisenden Christopher dabei hatten.

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker diesmal etwas später als sonst und nach einem wie immer reichhaltigen Frühstück rollte der Partybus weiter gen Norden.

Da wir schon seit ein paar Tagen Probleme mit der zweiten Batterie hatten, die für unseren Kühlschrank, die Lichter und die Wasserpumpe zuständig ist, fuhren wir erstmal in eine Werkstatt. Dort bekamen wir dann eine neue Batterie eingebaut. Hier verabschiedeten wir uns auch von Christopher der in die entgegengesetzte Richung, nämlich gen Süden, zu seinen Mitreisenden zurücktrampte.

Nachdem dann auch noch unserer Speisekammer aufgefüllt wurde wurden wieder Kilometer gemacht. Wie es sich gehört gab es am Nachmittag eine kleine Teepause (Bild) bevor es weiter entlang des Bruce Highway etwas im Landesinneren ging. Wir fuhren wie so oft durch zahlreiche Wiesen- und Waldgebiete von denen viele zu einem der 500 Nationalparks Australiens gehören. Allzu oft sieht man die berühmten gelben Hinweisschilder auf denen entweder Kängurus, Koalas oder sogar Wildpferde abgebildet sind.

Unseren Camper stellten wir heute Nacht wieder irgendwo in der Pampa ab – wo genau können wir gar nicht so genau sagen da es bereits dunkel war als wir an unserem Schlafplatz ankamen. Er liegt irgendwo am Highway 16 zwischen Mount Tom und Captian Creek. Morgen geht es weiter zu unserem nächsten Etappenziel Agnes Water & 1770 (die Stadt heißt wirklich so) das nur noch etwa 40 Kilometer entfernt liegt.

Tagesleistung: 323 Kilometer

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Wir stellen unseren Camper vor20120524-235113.jpg

Heute: Wie wir schlafen.
Zuerst möchten wir Euch den Schlafplatz von Eva und Verena vorstellen. Die Beiden haben ihr Reich im unteren Bereich des Campers. Indem man den Tisch und drei weitere Holzbretter zwischen die beiden Sitzbänke legt erhält man ein für zwei Personen geräumiges Bett. Als Matratze dienen die Sitz- und Rückenpolster der Sitzbänke.

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Ich verbringe die Nächte im oberen Teil des Fahrzeugs, High Top, genannt. Abend zieht man hier zwei Bretter nach vorne, Polster drüber und dann heißt es auch schon Gute Nacht!

Wir Drei haben mit dem Schlafen bislang überhaupt keine Probleme – wir schlafen tief und fest!

Tag 25 + 26: Frazer Island

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::: leider geil :::

Dienstagmorgen starteten wir unseren Trip nach Frazer Island. Kurze Einweisung in den Geländewagen und ab ging es zur Autofähre die uns in 10 Minuten nach Frazer Island brachte. $100 für 10 Minuten Fahrt – böse! Aber da wir zu viert waren konnten wir die Kosten ja teilen. Mit uns Dreien war noch Christopher aus Deutschland dabei den wir schon zwei Tage vorher kennengelernt hatten. Netter, sympathischer Typ aus der Nähe von Heidelberg.

Frazer Island ist etwa 124 Kilometer lang und 24 Kilometer breit. Eine Insel die man nur mit Geländewagen befahren darf. Aufpassen muss am auf die Gezeiten da die schnellsten Wege direkt über den Strand führten. So sind am Strand 80 km/h und im Inland 30 km/h erlaubt.

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Die ersten Meter und Minuten waren etwas ungewohnt für mich als Fahrer aber nach und nach gewöhnt man sich daran dort zu fahren wo man eigentlich nie fahren würde. Am 75 Meilen langen Strand ging es zuerst vom Süden rauf in den Norden zum Berg/Felsformation Indian Head. Von dort hatten wir einen tollen Ausblick auf den laaaaaaangen Strand, das Meer und die Dünen.

Auf unserem Rückweg hielten wir dann an verschiedenen Stellen und auch u.a. am Moheno Schiffsweack vorbei das hier seit fast hundert Jahren verrottet.
Nach einem kurzen Bushwalk zum Lake Wabby fuhren wie zu unserem Hostel (Base Camp) in Eurong, einem winzig kleinen Dorf direkt am Strand. Hier verbrachten wir eine entspannte und erholsame Nacht.

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Auch an Wildlife hat Frazer Island einiges zu bieten. Neben großen Echsen und Vögeln leben auf der Insel noch 80-100 wilde Dingos vor denen eindringlich gewarnt wird (Bild). Dingos können sich dem Menschen gegenüber aggressiv verhalten und auch ernst zu nehmende Verletzungen verursachen kônnen. Daher wird empfohlen immer in Gruppen zu laufen und Kleinkinder nie unbeaufsichtigt spielen zu lassen. Wir hatten Glück und konnten einige davon beobachten.

Im Wasser tummeln sich neben großen Stachelrochen und Meereschildkröten auch viele viele Haie. Es wird davon abgeraten auf Frazer Island ins Meer zu gehen da dort die Jagdgründe der Haie sind.

Am zweiten Tag ging es ins Landesinnere der Insel. Hier wurde der Geländewagen dann auch richtig gefordert. Fast den ganzen Tag waren wir auf kleinen, schmalen Straßen, die mit Schlaglöchern, Wurzeln, Wasserlöchern und jeder Menge weichem Sand gespickt waren, unterwegs.

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Nach dem Sonnenaufgang am Meer und dem Frühstück in Hostel war unser erster Stop Lake McKenzie (Bild).
Ein wunderschöner See inmitten von Urwald mit klarstem Wasser. Wir genossen die Sonne und konnten im See ein erfrischendes Bad nehmen.

Nach zwei weiteren Seen kamen wie dann am späteren Nachmittag wieder zurück zum Strand wo es wieder zurück in den Süden der Insel ging wo uns die Fähre dann wieder mit zurück ans Festland nahm.

Ein sehr lohnenswerter Trip – leider geil!

Tagesleistung: ca. 150 sandige, holprige und sehr spaßige Kilometer

Tag 24: Tin Can Bay – Rainbow Beach

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::: Flipper :::

Heute Morgen ging’s zur Fütterung wilder Delfine in der Tin Can Bay (Bild). Seit 1951 kommt Die in der Bucht lebende Gruppe jeden Morgen zwischen 7 und 8 Uhr an den Strand um sich ihre Portion Fisch abzuholen. Freiwillige Helfer kontrollieren dies und achten darauf das man die Delfine:
– nicht anfasst
– nicht mit Blitzlicht fotografiert
– nicht mit ungewaschenen Händen füttert.

So waren dann um kurz vor acht Uhr vier ausgewachsene Delfine (zwischen 20-24 Jahren) und ein sechs Wochen altes Jungtier dabei. Für 5 Dollar konnte man dann einen Eimer Fisch kaufen und die Delfine aus der Hand füttern bevor sie nach insgesamt drei Kilogramm wieder zurück in die Bucht schwammen.

Danach ging es dann nach Rainbow Beach. Von dort aus geht es mit der Autofähre nach Fraser Island, einer vorgelagerten Insel mit 75 Kilometer langem Sandstrand und viel Natur.

Und da man dort nur mit einem Geländewagen fahren kann haben wir uns einen für die nächsten zwei Tage gemietet. Wird bestimmt lustig werden.

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Das Wetter war heute leider nicht so prickelnd – viele Wolken und Regen (Bild)! Wir lernten Marie und Stefan kennen, die mit ihrem selbst gebauten Camper ebenfalls in Richtung Norden unterwegs sind. Zusammen mit ihnen und einer anderen Camper-Gang (Deutschland und Holland) verbrachten wir einen sehr netten Abend auf einem Parkplatz mitten im Nationalpark.

Tagesleistung: 72 Kilometer