Wildes Australien (Teil IV)

Der vierte Teil steht unter dem Titel „Leben im Wasser“. Hier habe ich zwei sehr interessante Tiere gefunden – den letzten seiner Art und das gefährlichste Tier Australiens.

Nur noch an der Ostküste Australiens und auf Tasmanien findet man das Schnabltier. Die Besonderheit liegt darin das es sich um ein eierlegendes Säugetier handelt das einen Schnabel und ein Fell hat und seinen Jungen säugt. Also eine Mischung aus Säugetier und Vogel der im Wasser lebt.

Was wir in Tasmanien nur aus der Ferne vermutet hatten konnten wir auf unserem Trip entlang der Ostküste aus der Nähe beobachten. Im Eungella National Park der bei Mackay im Landesinneren liegt, konnten wir gleich vier Schnabeltiere an einem regnerischen Tag im Broken River entdecken. Das Wetter war dafür perfekt da man die scheuen Tiere sonst nur kurz nach Sonnenaufgang und kurz vor Sonnenuntergang beobachten kann.

Das gefährlichste Tier Australiens lebt in und am Wasser. Das Salzwasserkrokodil kann bis zu sieben Metern lang werden und kommt in Australien vor allem im Norden des Landes recht zahlreich vor. Entlang der Küste aber auch in Tümpeln und Flüssen im Landesinneren warnen Hinweisschilder vor der Gefahr die jedes Jahr zahlreichen unvorsichtigen das Leben kostet.

Wir haben die Tiere aus sicherer Entfernung auf der Koorana Corcodile Farm zu Gesicht bekommen. Diese Dinosaurier sehen an Land aus wie träge und harmlose Tiere, im Wasser sind sie jedoch in ihrem Element und jeder der sich darin befindet ist in akuter Lebensgefahr.

Auf Korrana werden die Tiere zur Fleisch und Lederproduktion gezüchtet. Auch wir haben das Fleisch probiert und ich muss sagen das Krokodilfleisch gar nicht so schlecht schmeckt.

Olympia Down Under

Heute beginnen die Wettbewerbe der olympischen Spiele in London. Auch die Aussies sind im Olympia-Fieber.

Dazu hat Telstra (die australische Telekom) den weltbekannten Song „Down Under“ von Men At Work aus dem Jahr 1982 neu aufgelegt was ihnen meines Erachtens ganz gut gelungen ist.

Go Aussies !!!

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Qd8sFivSpys[/youtube]

 

Road Trip Australia (Trailer)

Habe die letzten Tage mal ein paar Videos meines Road Trips zusammengeschnitten. Entstanden ist hierbei ein kleiner Trailer (= Filmvorschau) der schonmal einen kleinen Vorgeschmack auf den eigentlichen Film geben soll.

Viel Spaß beim Anschaun!

Mein Tipp: Wenn Ihr das Video in bestmöglicher HD-Qualität sehen wollt, dann schaut es einfach Euch auf der vimeo-Seite an!

 

Making a Board

Wenn ihr schon immer mal wissen wolltet wie man eigentlich ein Surfboard herstellt und das dann auf Hawaii testet dann startet das Video, schaltet auf Vollbildmodus, lehnt Euch zurück und taucht für 16 Minuten in die Welt von ‚Shaper‘ Joel Fitzgerald ein.

Ein genialer Film!

Wildes Australien (Teil III)

Im dritten Teil dreht sich alles um die wilden Dingos auf Fraser Island. Dingos sind wilde Hunde die früher meist isoliert vom Menschen lebten. Jedoch vermischte sich die Rasse auf dem australischen Festland mit wilden Haushunden so das es heute kaum noch reinrassige Dingos auf australischem Festland gibt.

Aufgrund der isolierten Lage auf der Insel Fraser Island wird behauptet das hier noch die genetisch reinste Form des Dingos in ganz Australien lebt. Während meinem zweitägigen Aufenthalt auf der Insel, die man nur mit einem geländegängigen Fahrzeug betreten darf, ist mir insgesamt dreimal ein Dingos begegnet. Es wird vermutet das auf Fraser Island noch etwa 200 Dingos leben. Hier sind sie im Gegensatz zum Festland geschützt und wer die Tiere füttert und dabei von den Rangern erwischt wird der kann einen Strafe von bis zu 4.000 Dollar Strafe bekommen.

Unter anderem das Füttern der Tiere, das zurücklassen von Abfällen oder das falsche Lagern der mitgebrachten Lebensmittel lockt die Dingos. Diese können dann auch aggressiv reagieren und sogar Menschen verletzten. Es gibt mehrere Fälle wo Dingos Kleinkinder sogar getötet haben. Daher findet man auf der Insel überall Warnschilder die vor den Tieren warnen und Verhaltensregeln aufzeigen.

Als wir am zweiten Tag schon recht früh ins Innere der Insel beim Lake McKenzie waren und wir uns gerade auf den Rückweg machen wollten kam plötzlich ein Dingo entlang des Weges und lief völlig gespannt an uns vorbei bevor er im Busch verschwand.

Am selben Nachmittag trafen wir dann auf einen markierten Dingo, der unserem Auto auf einem der schmalen Sandwege engegenlief. Da musste ich einfach anhalten, die Kamera schnappen und aussteigen. Ich hatte das Glück das er genau auf mich zulief, das Auto mit einem kurzen Blick passierte, und dann ein Stück weiter lief. Etwa 100 Meter nach dem Auto legte er sich dann mitten in eine der beiden Fahrspuren. Er war anscheinend satt und zufrieden – von Aggression keine Spur.

Zum Speiseplan der Tiere gehören Nagetiere wie Mäuse und Ratten aber auch Wallabys und Kängurus werden im Rudel gejagd. Und da Kleinkinder numal die selbe Größe wie ein ausgewachsenes Wallaby haben sehen die diese als Beute an. Die vorwiegend nachtaktiven Dingos verbringen den Tag meistens im Schatten und werden erst aktiv nachdem die Temperaturen gesunken sind. Daher solle man auf Fraser Island vor Einbruch der Dunkelheit in seinem Camp zurück sein um nicht von einem jagenden Rudel aufgemischt zu werden.

Das kleine Dorf in dem wir die Nacht verbrachten war durch einen ‚Dingozaun‘ geschützt. Um mit dem Auto ins Dorf zu gelangen musste man über quer angeodnete Gitterstäbe fahren die man von Kuhweiden her kennt. Damit wird vermieden das die Tiere nachts ins Dorf kommen um nach Essbarem zu suchen.

Aber wie immer in Australien gilt auch hier die Devise: Wer sich an die Spielregeln hält dem sollte auch nichts passieren!

Hier eine kurze Dokumentation über die Dingos.

[youtube]http://youtu.be/sFxfpGchccU[/youtube]

Good Morning Tamarama

Als ich heute Morgen um halb sieben das Haus verließ wurde mir wieder bewußt das wir hier gerade Winter haben. Bei etwa 8 Grad wehte mir ein eisiger Wind um die Ohren. Anstatt wie so oft meinen Weg nach Bondi einzuschlagen ging ich heute mal einen anderen Weg der mich zum Tamarama Beach führte. Eigentlich bin ich dort schneller als in Bondi Beach.

Tamarama ist ein deutlich kleinerer Strandabschnitt als Bondi der nicht der Länge nach sondern eher quer entlang zur Küste liegt. Ich schätze die breiteste Stelle auf etwa 30-40 Meter, dafür geht dieser Strand weiter in Landesinnere zurück da er genau in einer Nische liegt.

Hier herrscht auch nicht solch ein Trubel wie in Bondi. Es sind meistens nur eine Handvoll Surfer im Wasser. Belebt ist jedoch die Weg, der oberhalb von Tamarama entlangführt und alle östlichen Strände miteinander verbindet. Eine sehr beliebte Lauf- und Wanderstrecke direkt entlang der Küste.

So hatten heute Morgen einige mutige Surfer, die sich bei diesen Temperaturen aus dem Haus trauten, ihren Spaß vor Tamarama. Die Wellen sahen heute ganz gut aus – hier werde ich das nächste Mal surfen gehen.

Servus Flipper!

Photo by Richard Hirst (http://hirsty.com.au/)

Da das Wetter am gestrigen Dienstag schön sonnig war beschloss ich mal mit meinem Surfboard unter dem Arm runter zum Strand zu laufen. Gut eingepackt in meinen Wetsuit stürzte ich mich bei etwa 15 Grad Wassertempertur in die Wellen. Das war zu Beginn schon recht kalt aber wenn man in Bewegung bleibt geht das ganz gut und der Neoprenstoff hält einen warm.

Solange es ausreichend Tageslicht gibt findet man in Bondi auch Surfer im Wasser. Es gibt nur wenige Tage wo das Meer so ruhig oder so aufgewühlt ist das man nicht seinen Spaß darin findet.

So war ich auch gestern nicht allein im Wasser. Aber außer den ganzen Surfern war noch etwas anderes im Wasser. Als ich nach dem surfen einer Welle wieder nach draußen paddelte kamen mir mindestens drei Delfine entgegen, die die Energie der Welle nutzen um mit atemberaubender Geschwindigkeit in Richtung Strand zu schwimmen. Andere Surfer berichteten sogar vier der klugen Tiere gesehen zu haben. Vermutlich machten sie gerade Jagd nach Fischen.

Das war schon eine besondere Begegnung mit diesen intelligenten und liebenswerten Meerestieren wenn sie auch nur kurz andauerte. Ein lokaler Fotograf konnte das ganze gestern sogar in einem Bild festhalten das nur zwei Strände weiter am Bronte Beach entstand (Bild). Ob es die gleichen waren die ich dann wohl wenig später in Bondi gesehen hatte?

Von den Walen gibts auch Neues zu berichten. Am Montag wurde gemeldet das ein Wal im Hafen von Sydney gesichtet wurde. Am Dienstag Morgen dann die frohe Botschaft das der Wal in der Nacht sein Junges genau dort zur Welt gebacht hatte. Es handelt sich hierbei um den geschützten Southern Right Whale, in deutsch auch Südkaper genannt.

Wer das drollige 5 Meter lange und etwa eine tonne schwere Jungtier sehen will, hier der Link zum Video der Sydney Morning Herald – zum Video.

Good Morning Bondi

Heute Morgen ging es endlich mal wieder zum Sonnenaufgang runter zum Strand. Schon vor Sonnenaufgang waren viele Surfer im Wasser. Bei Wassertemperaturen um die 16 Grad sieht man hier keinen ohne Wetsuit.

Kurz nach sieben Uhr fielen dann die ersten Sonnenstrahlen auf den Strand und tauchten diesen in ein warmes, goldenes Licht.

Die Wellen waren heute auch ganz ordentlich – bis zu eineinhalb Meter hohe Wellen. Diese gelten hier als klein, man erwartet gegen Ende der Woche deutlich größere.

Leider gibt es seit Samstag ein Todesopfer durch einen Haiangriff zu vermelden. Das ganze passierte jedoch nicht in Bondi sondern auf der anderen Seite des Kontinents in Western Australia in der Nähe von Perth. Somit sind in diesem Jahr leider schon fünf Menschen Opfer von Haiattacken geworden. Ungewöhnlich viele wie die Behörden vermeldeten. Alle diese Unfälle passierten im Westen Australiens.

Diese News verbreiten sich in ganz Australien und sogar weltweit. Da über die Hälfte aller Australier surfen ist das Interesse an solchen Informationen entsprechend groß.

Wer jedoch nun denkt das die Leute vor Angst dabheim bleiben und das Surfboard auf ebay verscherbeln der täuscht sich. Jeder der in Australien ins Wasser geht, geht automatisch ein gewisses Risiko ein dessen er sich einfach bewusst sein muss. Haie gibt es rund um Australien und wer ins Wasser geht betritt deren Lebensraum.

Seit 1791 wurden in Australien 877 Haiangriffe registriert von denen jedoch nur 30 Prozent tödlich endeten. Die Chancen von einem Hai angegriffen zu werden sind sehr sehr gering, vergleichbar mit dem knacken des Lotto-Jackpots.

Wildes Australien (Teil II)

Im zweiten Teil von „Wildes Australien“ stelle ich Euch die bunte und abwechslungsreiche Vogelwelt Australiens vor. Birdwatching ist hier sehr beliebt und zahlreiche Reiseveranstalter bieten spezielle Reisen an um an einige der vielen Plätze zu kommen wo sich die Artenvielfalt der australischen Vogelwelt versammelt.

Mir gelangen auf meiner Reise jedoch nur ein paar Aufnahmen. Dafür ist vom farbenprächtigen Papagei über den berühmten Kookaburra bis hin zu größten Vogel Australiens alles dabei.

Der Emu (Bild) gilt hierzulande als der größte, flugunfähige Vogel. Sie können bis zu 1,9 Meter groß werden. Da gerade Paarungszeit war haben wir sie zu zweit angetroffen, anonsten leben sie eher einzelgängerisch.

Besonders spannend war die Begegnung mit gefährlichsten Vogel des Kontinents, dem Helmkasuar (Bild).

Es wird vermutet, dass in ganz Australien lediglich nur noch 2.000 Tiere leben. In den Gebeiten in denen diese Tiere heute noch vorkommen findet man deshalb unzähliche Warnschilder entlang den Straßen die zur Einhaltung des Tempolimits ermahnen. Dementsprechend ist eine Sichtung dieser Tiere auch entsprechend selten.

Ich hatten das Glück ein solches Tier zweimal an einem Tag zu Gesicht zu bekommen. Auf dem Weg zu den Wallamann Falls tauchte es zweimal entlang der Straße die mitten durch den Regenwald führte, auf. Die erste Begegnung dauerte nicht sehr lange bevor das ausgewachsene Tier das bis zu 1,6 Meter groß wird und 60 Kilogramm wiegt, wieder im Wald verschwand. Auf dem Rückweg begegnete mir dann ein weiteres Tier (oder war es das selbe?). Entgegen der Warnhinweise man sollte bei einer Kasuarsichtung im Auto bleiben, stieg ich aus und kniete mich vorsichtig auf die Straße um in etwa auf gleicher Höhe wie das Tier zu sein das etwas unterhalb entlang der Straße auf Futtersuche war.

Das Tier war völlig entspannt und zeigte keine Anzeichen von Aggression so das ich es in aller Ruhe beobachten und fotografieren konnte. Ihre großen, langen und vor allem scharfen Krallen die sie an den Beinen haben können sie bei Gefahr als sehr gefährliche Waffe einsetzen, was lebensgefährliche Verletzungen verursachen kann. Besonders während der Aufzucht ihrer Jungen oder in Gefangenschaft können diese Tiere durchaus aggressiv reagieren.

Wofür der mit Horngewebe überzogene helmartige Auswuchs am Kopf ist ist noch nicht ganz klar. Man vermutet das er den sozialen Status wiederspiegelt aber auch der Kommunikation dienen könnte.

Wildes Australien (Teil I)

Im ersten Teil meiner Bilderserie „Wildes Australien“ gehts um die tollen Tierchen die mir während meiner Reise vor die Linse „gehoppelt“ sind: Kängurus und Wallabys.

Wie kein anderes Tier steht das Känguru für Australien. Verewigt auf der Rückseite der Ein Dollar Münze ist dieses Tier auf allen wichtigen Dokumenten zu finden. Zusammen mit dem Emu ist das Känguru das Wappentier Australiens. Das sich beide Tiere nur vorwärts bewegen können steht dies für Fortschritt. Für die Aboriginees diente dieses Tier als wichtige Nahrungsquelle. Das Fleisch ist eines der gesündesten weltweit da es nahezu fettfrei ist. Es gibt in Australien mehr Kängurus als Menschen.

Mir sind diese tollen Tiere fast überall auf meiner Reise begegnet. Jede Begegnung war aufs Neue spannent und einzigartig. Die Artenvielfalt ist gewaltig und neben zahlreichen Känguruarten gibt es dazu noch die größenmäßig kleineren Wallabys deren Artenvielfalt die der Kängurus nochmal übersteigt. Hauptsächlich findet man deshalb Wallabys.

Gewusst das es sogar Baumkängurus gibt? Klingt komisch aber tatsächlich hoppeln in einigen Gebieten des Landes die Kängurus sogar in den Bäumen. Meistens findet man dies jedoch auf offenen Grasflächen. Auch Golfplätze sind sehr beliebt.

Kängurus und Wallabys sind recht scheue Tiere die jedoch oft in unmittelbarer Nachbarschaft zum Menschen zu finden sind. So habe ich an einem heißen Nachmittag drei große Kängurus im Vorgarten eines Hauses inmitten einer kleinen Ortschaft liegen sehen. Diese Nähe endet leider oft tödlich für die Tiere. Viele von ihnen enden als sogenannte Roadkills, sprich sie werden überfahren. Besonders zwischen Sonnenaufgang- und Sonnenuntergang ist die Gefahr besondes groß das die Tiere vom Lichtkegel der Fahrzeuge angezogen werden und einfach in diesen springen. Diese Erfahrung musste ich leider selbst schon machen als mir kurz nach Sonnenuntergang im Norden Australiens ein Wallaby vor den Camper rannte.

Man findet diese anpassungsfährigen Tiere auf dem ganzen Kontinent. Vom heißen Zentrum rund um den Ayers Rock bis hin zu den Küsten – überall, wirklich überall sind die zu finden. Die beste Zeit um sie zu sehen ist der späte Nachmittag wenn die Temperaturen sinken. Dann begeben sie sich auf Nahrungssuche. Einzelne Tiere findet man kaum da Kängurus und Wallabys Herdentiere sind und den Schutz der Gruppe suchen.

Da das Nahrungsangebot in weiten Teilen Australiens recht üppig ist vermehren sich die Tiere das ganze Jahr über. So hatte ich auch das Glück mehrere Jungtiere fotografieren zu können die bis zu acht Monaten in Mamas Beutel Platz finden. Beeindruckend ist das diese Beuteltiere bei ihrerer Geburt nicht größer als 2,5 Zentimeter sind und nachdem sie selbstständig den Weg in den Beutel gefunden haben die Zitze die ersten zwei Monate nicht mehr loslassen.

Wie immer findet ihr mit einem Klick auf das oberste Bild meine Highlight-Bilder dieser sympatischen Tiere, viel Spaß!