Willkommen bei Label Plus

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Wie bereits berichtet verbrachte ich letzte Woche in der Nähe von Brisbane um mir die Firma Label Plus mal genauer anzuschauen. Label Plus ist eine kleine Etikettendruckerei mit 25 Mitarbeitern etwa 30 Autominuten südlich von Brisbane gelegen. Sie gehört zur Labelcraft Unternehmensgruppe die in ganz Australien vertreten ist.

Vom kleinen Flughafen der Gold Coast wurde ich am Sonntag Nachmittag von Ronnie, dem Sohn der Besitzer abgeholt. Ronnie ist auch im Unternehmen tätig. Den Sonntag verbrachten wir in Coolangatta direkt an der Gold Coast. Er nahm mich mit zu einem typisch australischen Hobby: Sportwetten! In der riesigen Sportsbar konnte man auf zahlreichen Bildschirmen die unterschiedlichsten Sportereignisse verfolgen und auf diese auch wetten. Wir versuchten unser Glück beim Pferderennen, leider ohne Erfolg.

Am Abend ging es dann zum Wochenendhaus der Familie das für eine Woche meine Unterkunft sein sollte.

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Das beschauliche Domizil ist etwa 30 Autominuten entfernt von der Gold Coast und liegt auf dem Gelände eines der anspruchsvollsten Golfplatzes der Ostküste. Zugang nur für für Mitglieder.

Besonders toll fand ich das familieneigene Golfcar mit dem wir am Freitag Nachmittag die Kängurus auf dem Golfplatz aufspürten.

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Von hier aus starteten Ronnie und ich dann jeden Morgen unseren Weg zur Arbeit der etwa 30 Minuten betrug. Über den dreispurigen Highway mit maximal zulässiger Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h (!!!!!) erreichten wir die Firma.

Ich hatte die Möglichkeit mir alles genau anzuschauen. Auch zu mehreren Kundentermine hat mich Ronnie mitgenommen und ganz stolz erzählt das er einen echten Deutschen dabei hat. Er selbst fährt nämlich BMW.

In Australien und besonders in Queensland geht es auch im Business recht locker zu. Eine Krawatte tragen hier nur die allerwenigsten.

Mein Fazit nach einer Woche viel recht positiv aus und so habe ich seit letzter Woche einen neuen Job. Ich werde bei Labelplus im Vertrieb arbeiten. Das heißt Kundenbesuche erledigen und intern weiterleiten. Freue mich schon sehr auf diese neue Herausforderung die in den nächsten Tagen beginnen wird.

Bis dahin heißt es nun hier in Sydney meine Sachen zu packen, mich von mich von meinen Freunden zu verabschieden und zurück nach Brisbane zu fliegen.

Um mir den Start so einfach wie möglich zu machen wird sich die Firma um eine passende Unterkunft für die ersten Wochen kümmern. Auch ein Auto werde ich bekommen.

Es bleibt also spannend … !

Bye Sydney – Hello Brisbane

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Am Sonntag habe ich Sydney für eine Woche verlassen und bin 900 Kilometer entlang der australischen Ostküste Richtung Norden an die Gold Coast im Bundesstaat Queensland geflogen.

Hier werde ich mir nun eine Woche lang eines der Werke meines wohl zukünftigen Arbeitgebers anschauen. Sollte es mir hier gefallen könnte ich unverzüglich anfangen.

Es handelt sich hierbei um eine Etikettendruckerei die Werke/Beteiligungen in ganz Australien hat.

Die Woche verbringe ich nun mit dem Sohn der Besitzer in dessen Wochenendhaus das inmitten eines privaten Golfklubs liegt. Von dort aus fahren wir dann jeden Morgen und jeden Abend etwa eine halbe Stunde zur Arbeit und zurück.

Flipper Teil II

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Photo by Richard Hirst (http://hirsty.com.au/)

Oh Mann, es ist schon wieder passiert! Nur dieses Mal dauerte die Begegnung mit den 10-12 Delfinen über zwei Stunden.
Oben seht ihr ein Foto von heute Morgen das am benachbarten Bronte Beach aufgenommen wurde. Dort waren kurz nach Sonnenaufgang etwa 50 (!!!) verspielte Delfine unterwegs.

Heute Nachmittag war ich seit zwei Wochen Mal wieder in Bondi surfen. Schon kurze Zeit nachdem ich ins Wasser gestiegen war und so auf meinem Board saß sah ich in etwa zehn Metern Entfernung die ersten zwei Finnen aus dem Wasser stechen. Doch anstatt „SHARK“ hieß es dann ziemlich schnell „Dolphins“ denn dann tauchten nach und nach immer mehr Delfine auf. Angst vor Menschen auf komischen Brettern kannten diese intelligenten Tiere anscheinend nicht und so hielten sie sich zur Freude aller über zwei Stunden in unmittelbarere Nähe zu den Surfern auf.

Was sie so nahe am Strand und vor allem so lange gemacht haben weiß ich nicht genau. Um zu jagen waren sie zu langsam, denke sie waren vielleicht einfach neugierig und schwammen deshalb den Strand immer von links nach rechts ab.

Etwas nördlicher von Sydeny, in Port Stephens wo wir über Ostern waren, bezahlt man Geld um eine Delfintour zu machen. Ich hatte das heute gratis – das freut den Schwaben.

Etwa drei Meter entfernt schwammen sie viele Male an mir vorbei. Konnte hören wie sie das Wasser aus ihrem Blasloch ausstießen und ihnen direkt in die Augen schauen. Nunja, es gibt definitiv schlechtere Gesellschaft im Wasser.
Hier ein Foto eines T-Shirts das ich letzte Woche gesehen habe:

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Stürmisches Wochenende

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Nach dem letzten sommerlichen warmen Wochenende war dieses Wochenende das krasse Gegenteil. Das ganze Wochenende gab es für ganz Sydney eine Unwetterwarnung.

Heftige Windböen über 100 km/h fegten über die Stadt, entwurzelten Bäume, sorgten für Stromausfälle und Blitzeinschläge verursachten Brände.

Durch den starken Wind wurde vor gefährlichen Surfbedingungen gewarnt. Diese Killerwellen sorgten dafür das Segelboote kenterten und der Fährbetrieb zeitweise eingestellt werden musste.

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Da wollte man freiwillig nicht das Haus verlassen, geschweige denn ins Wasser! Gut wenn man genügend DVD’s im Haus hat. Trotzdem bin ich am Samstag runter zum Strand um mir das Spektakel mit eigenen Augen anzuschauen. Dabei sind dann die beiden Fotos entstanden.

Wildes Australien (Teil V)

Während draußen ein Sturmtief mit Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h über Sydney zieht konnte ich endlich den fünften und vorerst letzen Teil meiner Bilderserie „Wildes Australien“ fertig stellen.

Im diesem Teil geht es um die wohl bekanntesten Tiere Australiens – die Koalas! Der Begriff Koala stammt von den Aboriginees und bedeutet soviel wie „ohne zu trinken“. Denn diese drolligen Beutelsäuger nehmen die benötigte Flüssigkeit von aus den Eukalyptusblättern die sie ausschließlich fressen. Bei Ihrer Auswahl an Eukalyptus sind Koalas sehr wählerisch. Und das müssen sie auch sein. Da Eukalyptus Toxine, sprich Giftstoffe enthalten suchen sie sich die Sorten heraus die am wenigsten dieser Toxine enthalten. Bei dieser Suche hilft ihnen auch ihr sehr gut ausgeprägter Geruchssinn.

Von den etwa 500 bekannten Eukalyptusarten fressen Koalas nur etwa 70. Da Eukalyptus sehr wenig Energie liefert schlafen die Tiere bis zu 20 Stunden am Tag. Man muss daher schon etwas Glück haben wenn man einen Koala in Bewegung sehen möchte.

Auf Magnetic Island fand ich einen ausgewachsenen Koala (Bild oben) der sich am späten Nachmittag, als die Temperaturen angenehmer wurden, auf Futtersuche machte. Im Noosa Nationalpark hatte ich sogar das Glück einen Koala aus nächster Nähe zu beobachten wie er am Boden den Baum wechselte – zu sehen auch in meinem Trailer bei Minute 1:37 min. Sie verbringen ihr Leben ausschließlich in den Bäumen und wechseln diese äußert selten da am Boden ihre Fressfeine wie Dingos oder Pythons leben. Glück gehabt.

Gefährlich für die Koalas sind aber besonders Straßen die durch ihre Reviere führen. Beim überqueren werden kommen jährlich viele Tiere zu Schaden. Wenn sie Glück haben kommen die verletzen Tiere in ein Koala Krankenhaus. In Port Maquarie haben wir das Koala Hospital besucht. Auf einem großen Schild (Bild oben) kann man sich über die aktuellen Patienten und deren Krankheit informieren bevor man sie besucht.

Koalas gibt es nur noch in Australien und dort auch nur noch im Süden und entlang der Ostküste. Nachdem sie die Europäer wegen ihres Fells fast ausgerottet hatten stehen sie heute größtenteils unter strengem Schutz.

Mit diesen liebens- und schützenswerten Tieren endet meine Serie „Wildes Australien“ vorerst. Sollte ich meinen Aufenthalt in diesem tollen Land noch etwas verlängern – wonach es momentan aussieht – dann folgt hoffentlich bald ein weiterer Teil. Es bleibt spannend.

Sonniges Wochenende

Das wärmste Wochenende seit vier Monaten liegt hinter uns. Sonnige 22 Grad tagsüber erinnern da eher an den Sommer anstatt Winter der hier kalendarisch immer noch herrscht.

Am Samstag ging es typisch australisch zum AFL Football. Die GWS Giants spielten im SKODA-Stadion gegen Port Adelaide. Das Stadion liegt im Olympic Park wo im Jahr 2000 die olympischen Sommerspiele von Sydney stattfanden.

Ich würde diesen australischen Football als einen Mix zwischen Rugby und Fußball vergleichen da man hier das Ei mit den Händen tragen oder mit dem Fuß kicken darf.

Auf jeden Fall muss man versuchen den Football zwischen die Stangen am Ende des Spielfelds zu tragen oder zu kicken. Das Spiel dauert zwei Stunden und ist in vier Quarters unterteilt.

 

Es gibt ziemliche viele Schiedsrichter – meine sechs oder sieben gezählt zu haben – die an den Auslinien entlangsprinten. Das müssen sicherlich unglaublich gute Leichtathleten sein. Ebenso ist mir aufgefallen das bei fast jeder Unterbrechung einige Betreuer aufs Spielfeld rennen und ihre Spieler mit Getränken versorgen.

Auf jeden Fall war es eine interessante und echt australische Erfahrung. Am Ende des Spiels das die Giants deutlich gewannen, öffneten die Ordner die Tore zum Spielfeld und die meisten der etwa 7.000 Zuschauer strömten auf das Spielfeld. Dort warfen sich dann Alt und Jung die Footbälle einander zu oder versuchten zwischen die Stangen zu kicken. Da flogen einem die Bälle quasi nur so um die Ohren.

Am Sonntag strahlte die Sonne erneut und es ging runter zum Strand von Bronte. Dort machten wir eine ein Barbecue an einem der zahlreichen gasbetriebenen Barbecuestellen, die dort im Park aufgestellt sind und die jeder kostenlos benutzen darf.

Natürlich waren wir bei diesem Wetter nicht die einzigen die diese Idee hatten. Das macht das ganze aber erst richtig interessant. Man kommt mit den Leuten aus aller Welt ins Gespräch während man Fleisch, Wurst oder Gemüse brutzelt. Man hört südamerikanische Musik von den Chilenen nebenan und kann den Brasilianern beim Fußball zuschaun. Ganz nebenbei gabs dann noch Burger, Wein und TimTam.

Vollmond über Bondi

Gestern Abend entdeckte ich beim Wäsche aufhängen vor unserem Haus den Vollmond, der über Meer stand und dieses mit einem weichen Licht beleuchtete. Da  musste ich schnell meine Kamera holen und ein paar Bilder machen.

Hier die Ergebnisse.

Mein Ausblick beim Wäsche aufhängen. Da macht Hausarbeit mal richtig Spaß.