Nachtrag: Das war Bali

Heute hab ich nun endlich mal die Zeit gefunden um einige Bilder meines Bali-Aufenthaltes hochzuladen.

Wie bereits berichtet haben wir eine Tour in den Osten der Insel unternommen um auch mal das echte Bali zu erkunden. Auf Bali leben auf etwa 5.500 qkm knapp 4 Millionen Menschen. Die meisten davon in den großen Städten wie Denpasa, Buleleng oder Gianyar. Die vorherrschende Religion ist der Hinduismus. Die Menschen glauben hier an viele verschiedene Götter und bringen diesen auch meiste täglich Opfergaben um die Dämonen gnädig zu stimmen. So findet man vor jedem Ladengschäft, im Taxi oder auch im Restaurant kleine Opferschalen mit verschiedenen Inhalten wie Reis, Blumen und manchmal auch mit Keksen oder Geld.

Auf unserer Tour erkundeten wir zuerst zusammen mit unserem Guide und dessen Fahrer einen Wasserfall, eine Holzschnitzerei und mehrere Tempel. Um einen hinduistischen Tempel betreten zu dürfen müssen die Knie bedeckt sein. Dazu kann man vor jedem Tempel einen sogenannten Sarong kaufen, den man wie einen Rock (auch Männer!) umwickeln kann. So besitzt nun jeder von uns für umgerechnet 12 Euro einen echten balinesischen Sarong.

Nach dem Mittagessen bei dem wir eine gigantische Aussicht auf die tiefer liegenden Reisfelder hatten, fuhren wir durch ein solches Reisanbaugebiet. Es ging vorbei an zahlreichen Reis-, Erdnuss- und Blumenfeldern. Da auf Bali das ganze Jahr ein konstantes Klima herrscht kann hier durchgehend angebaut werden. Jedoch wird nicht immer nur Reis auf diesen Feldern angebaut sondern auch andere Pflanzen wie Erdnuss oder auch Blumen die für die täglichen Opfergaben benötigt werden.

Die Menschen hier leben neben dem Tourismus hauptsächlich vom Reisanbau. Der durchschnittliche Monatslohn eines Arbeiters beträgt hier ungefähr 100 Euro. Das häufigste Fortbewegungsmittel ist hier der Motorroller. Es besteht zwar Helmpflicht aber nur etwa 50% der Rollerfahrer die ich gesehen habe haben auch tatsächlich einen getragen.

Es ist unglaublich was man alles so auf einem Roller transportieren kann. Habe eine komplette Familie mit fünf Personen, drei Meter lange Rohre oder auch mehrere Kisten mit lebenden Hühnern gesehen. Das Highlight habe ich allerdings auf unserer Rückfahrt von unserem Tagestrip entdeckt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht schlecht – oder?

An unserem letzten Tag fuhren wir dann noch mit dem Taxi ganz in den Süden zu den zwei kleinen und abgelegenen Stränden Uluwatu und Pandang-Pandang. Da es so weit außerhalb der touristischen Hochburgen keine Taxis gibt haben wir uns den Taxifahrer mitsamt seinen Taxis für einen ganzen Tag gebucht. Taxifahren ist auf Bali recht günstig und so kostete und der Tag 40 Euro – für vier Personen ein echtes Schnäppchen. Der Fahrer brachte uns zu den Stränden und wartet dort dann auf uns bis wir weiter wollten.

Vor diesen Stränden waren die Surfbedingungen ideal. Allerdings nur für erfahrene Surfer da die Wellen ziemlich groß waren und das Riff sich direkt darunter befand. Aber allein schon das zuschauen hat großen Spaß gemacht.

So verbrachten wir dann den Mittag an diesen beiden Stränden bevor es mit dem Taxi wieder zurück in die Zivilisation ging.

Am Dienstag Morgen flogen Tobi, Oli und Stefan dann weiter nach Singapur. Für mich ging es am gleichen Abend weiter nach Sydney. Der Flug dorthin dauerte 8 Stunden. Von dort flog ich dann am Mittwoch Morgen weiter nach Brisbane. Nun habe nun für eine Weile genug vom Fliegen. 🙂

Fazit: Bali ist eine schöne Insel die für den erholungssuchenden Europäer und vorwiegend Australier alles bietet was man braucht: Strand, Sonne, Surfen, Action, Party, Ruhe! Die Temperaturen liegen meist um die 30 Grad. Was einem Anfang zu schaffen macht ist die Luftfeuchtigkeit. Die Balinesen sind sehr freundlich und nicht aufdringlich. Das Freizeitprogramm ist groß und für jeden ist dort etwas zu finden.

Leider hat es mit einem Kurztrip zur Insel Komodo nicht geklappt. Wenn man schon in Bali ist sollte man sich mindestens zwei Tage nehmen um die kleine Insel mit ihren weltberühmten Komodowaranen zu entdecken (Ich plane bereits schon).

Von Europa muss man allerdings eine etwa 20 stündige Anreise mit Stopp in Singapur in Kauf nehmen. Wenn man dies allerdings erstmal hinter sich gebracht hat taucht man auf Bali in eine völlig andere Welt.

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Willkommen auf Bali

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Nach etwas mehr als 20 Stunden Anreise mit kurzen Stops ins Katar und Singapur bin ich am Mittwoch gut in Bali angekommen. Geflogen bin ich diesmal mit Quatar Airways welche ich nun bestens empfehlen kann. Das war der beste Service den ich je auf einem Überseeflug bekommen habe.

Auf Bali ging es dann am Flughafen zuerst zum Visa-Schalter wo man für 25 USD erstmal ein Touristenvisa bekommt. Dann weiter zur Einwanderungsbehörde um sich den Stempel in den Reisepass zu holen, kurz das Gepäck durchleuchtet und schon war man raus aus dem Flughafen. Etwas Geld habe ich dort auch noch abgehoben. Die Einheimische Währung sind hier Rupien die im Kurs von 1 : 12500 zu haben sind. Hier wurde ich dann zum ersten Mal in meinem Leben Millionär. 🙂

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Nach eine typischen balinesischen Abendessen mit Reis, Fisch, Hühnchen und Erdnusssoße gabs dann noch ein Begrüßungsbier das eiskalt bei etwa 28 Grad Außentemperatur um 22:00 Uhr Abends noch richtig erfrischt.

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Unser Hotel Sanur Beach ist direkt am Sandstrand (siehe Bild oben) von Sanur gelegen. Ein wirklich schönes Hotel das alles bietet was man braucht.

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Auch neue Haustiere gibts im Hotel. Diesen kleinen Gecko fanden wir am ersten Abend im Flur. Geckos sind in dieser Region keine Seltenheit und auch überall zu finden. Sie sind außerdem gerne gesehen da sie die Insekten fressen.

Am Samstag unternahmen wir dann eine Tour um uns den Osten der Insel mal etwas genauer anzuschauen. Dazu hatten wir unseren eigenen Guide mit Fahrer gebucht die uns zuerst an einen kleinen Wasserfall und dann zu mehreren Tempeln fuhren.

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Im oberen Bild ist Balis größter Tempel, der sogenannte Mutter Tempel zu sehen. Hier wird dem hinduistischen Glauben nach zu den Göttern gebetet und Opfergaben erbracht.

Anschließend ging es zum Mittagessen in ein balinesisches Restaurant das oberhalb der Reisterrassen liegt und von wo man aus einen wunderschönen Blick auf selbige hatte (siehe Bild unten).

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Vorbei an zahlreichen Reisterrassen, Sand- und Lavastein-Abbaugebieten ging es anschließend weiter zum Fledermaus Tempel der an einer Höhle lag in der sich tausende Fledermäuse befanden. Auch hier wird zu den Göttern gebetet und mittels Opfergaben versucht die Götter zu beschwichtigen und die Dämonen zu vertreiben.

Da man beim Betreten eines Tempels seine Knie bedeckt haben muss, haben wir uns einen Sarong gekauft, den man einfach umwickeln kann.

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Ein sehr interessanter Tag an dem wir dem touristischen Bali entfliehen und das ursprüngliche Bali entdecken konnten.

Weiter Bilder und Infos dazu folgen bald.

‚Ich bin dann mal (wieder) weg‘

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… lautet der Titel von Hape Kerkelings erfolgreichem Buch über seine Erlebnisse auf dem Jakobsweg. Mein persönlicher Jakobsweg geht heute wieder weiter.

Am heutigen Dienstag fliege ich zuerst von Frankfurt nach Doha (5:30 Stunden Flugzeit). Dann gehts nach 3 stündigem Aufenthalt weiter nach Denpasar auf Bali (11 Stunden Flugzeit). Dort werde ich drei Freunde besuchen die dort gerade Urlaub machen. Da erst einer Bescheid weiß ist diese Sache auch noch streng geheim!

Nach ein paar Tagen Bali geht dann der Ernst des Lebens wieder los. Von Denpasar geht es nach Sydney und dann von dort direkt weiter nach Brisbane.

Meine Zeit in der Heimat ging rasend schnell vorbei. War ja auch immer was geboten. Habe versucht soviele Leute zu treffen und zu besuchen. Hatte tolle Rennradausfahrten mit Reinhold, schöne Läufe über Wald und Flur mit Jochen, eine Schwimmeinheit mit Anja und unvergessliche Abende mit meinen Freunden. Gefreut habe ich mich auch meine alten PAGO-Kollegen gesehen und mit meinen Feuerwehrkameraden gemeinsam bei der Aichtalübung den Waldbrand in Grötzingen bekämpft zu haben. Sogar bei der Taufe von Amelie war ich dabei. Es wurde mir nie langweilig.

Leider habe ich nicht alle geschafft die ich mit vorgenommen habe. Das wird dann eben beim nächsten Mal nachgeholt.

Die Hirschbrunft läuft diese Woche erst so richtig an. Es war einfach zu warm in den letzten Wochen. Trotzdem habe ich einige Zeit im Wald verbracht um wenigstens bei den Anfängen dabei zu sein. Dabei sind mir wieder einmal ein paar Bilder gelungen. Bilder gibts wie immer mit einem Klick auf den Hirsch. 🙂

Aber da ich meine Spione überall habe, auch im Schönbuch, werde ich auch aus der Ferne über die diesjährige Brunft bestens informiert sein.

Lustig was ich zu diesem Thema heute auf Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt entdeckt habe:

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Es bleibt spannend …. bis dann …. see ya mates …. Euer Benny

home sweet home

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Schön wieder daheim zu sein – Urlaub zuhause ist ja Neuland für mich. Sehr gefreut habe ich mich auf das gute (schwäbische) Essen das natürlich am besten bei Mutti schmeckt. Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle – herrlich!!!

Aber auch meine ganzen Freunde endlich mal wieder zu sehen war toll. In den gut zwei Wochen die ich nun schon hier bin haben wir schon viel gemeinsam unternommen und dabei viel Spaß gehabt.

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Sportlich konnte ich es kaum erwarten wieder auf mein geliebtes Rennrad zu steigen. Mittlerweile habe ich schon vier Ausfahrten unternommen und dabei den Schönbuch und sogar auch die schwäbische Alb erkundet und dabei schon über 200 Kilometer zurückgelegt. Ich muss mir ernsthaft überlegen das Rad nach Australien mitzunehmen.

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Aber ein ganz großes Highlight ist die beginnende Hirschbrunftzeit im Naturpark Schönbuch. So langsam beginnt wieder die Zeit wo die Hirsche durch ihre lauten und Brunftschreie ihre Dominanz unter Beweis stellen. Jedes Jahr ein Spektakel das ich mir auch in diesem Jahr nicht entgehen lassen will. So ging es schon mehrfach morgens um fünf Uhr los um das Rotwild im Schönbuch zu beobachten. Unten seht ihr mein erstes Bild eines Rothirsches in diesem Jahr. Ich hoffe das noch weitere in den nächsten Tagen folgen werden.

Hier gibts einen Link zu meinem Videozusammenschnitt der letztjährigen Hirschbrunft.

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Aber nocht nur die Hirsche, sondern auch die ganz bestimmte Stimmung die besonders zum Sonnenaufgang im Schönbuch herrscht ist jedes Mal etwas ganz besonderes. Wenn die Sonne ihre ersten Sonnenstrahlen durch das Blätterdach schickt weiß man warum man so früh aufgestanden ist.

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Nächsten Dienstag gehts wieder zurück – bis dahin aber wird der Urlaub in der Heimat noch in vollen Zügen genossen.

Überrachung !!!

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Die Überraschung ist gelungen! Bis zum Schluss wusste meine Mutter nicht das ich am Donnerstag pünktlich zu Ihrem Geburtstag vor der Türe stehen würde.

Aber der Reihe nach. Wie bereits berichtet werde ich den Job in Brisbane antreten. Dazu habe ich letzte Woche meine Zelte in Sydney ‚vorerst‘ abgebrochen und alles für den Umzug organisiert. Und da hat es sich super angeboten in dieser Übergangszeit die Heimat zu besuchen bevor der Ernst des Lebens auch für mich wieder beginnt.

Spontan wurde dann ein Flugticket gekauft – eine Woche vor Abflug!! Das ist schon sehr sehr knapp und so hatte ich gefühlt das letzte Ticket im letzmöglichen Flieger einmal um die halbe Welt ergattert.

So startete ich am Dienstag Abend australischer Ostküstenzeit und flog von Sydney zuerst nach Peking. Nach einem elfstündigen Flug kam ich dort am Mittwochmorgen Ortszeit um kurz vor sechs Uhr an. In Peking hatte ich dann eine 18-stündigen Aufenthalt bevor es weiter ging.

Und da ich schonmal in Asien war nutzte ich die Zeit um mir die Stadt anzuschauen. Nachdem ich meine Einreise genehmigt wurde und ich den chinesischen Einreisestempel in meinem Reisepass hatte ging es los. Bewaffnet mit etwas einheimischem Bargeld und einem Stadtplan ging es mit dem Taxi vom Flughafen in die chinesische Hauptstadt.

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Als wir und durch den Berufsverkehr und den Smog durchgekämpft hatten schaute ich mir zuerst die verbotene Stadt, den ehemaligen Sitz der Kaiser, an. Es ging über große Plätze durch zahlreiche große und prunkvoll gestaltete Gebäude. Um mich herum viele viele viele Chinesen.

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Dann ging es mit dem Taxi raus zur chinesischen Mauer. Die Fahrt dorthin dauerte eineinhalb Stunden. Zuerst ging es über die Autobahn bevor es immer ländlicher und hügeliger wurde. Dann hatte ich zwei Stunden Zeit um mir dieses Weltwunder genauer anzuschauen. Ich entschied mich nicht mit der Gondel nach oben zu fahren und statt dessen die Treppen zu nehmen. In der Mittagszeit bei etwas 30 Grad war dies eine sehr schweißtreibende Angelegenheit. Oben angekommen hatten sich die Mühen jedoch gelohnt. Von dort hat man einen gigantischen Ausblick in die Ferne wo man kilometerweit nur noch bewachsene Bergketten sehen kann – von Peking fehlte da jede Spur.

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Es ist schon unglaublich das man nur etwas außerhalb von Chinas Hauptstadt auf eine solch schöne Natur vorfindet – von Smog, Lärm und Schmutz fehlte hier jede Spur. Nachdem ich auf der Mauer etwas entlang gelaufen war machte ich mich wieder auf den Abstieg.

Unten erwartete mich mein Taxifahrer der mich wieder zurück zum Flughafen brachte wo ich mir erstmal eine Dusche gönnte. Die restlichen Stunden bis zum Abflug verbrachte ich dann damit die Duty-Free-Shops zu besuchen, Essen zu gehen und etwas zu schlafen.

Am frühen Morgen ging es dann weiter und nach weiteren elf Stunden Flugzeit kam ich dann am frühen Morgen in München an. Dann mit dem ICE nach Stuttgart wo mich mein Bruder abholte. und heim ins Aichtal brachte.

Das die Überraschung gelungen war könnt ihr Euch ja sicherlich vorstellen.

Nun bin ich noch bis zum 18. September hier – Urlaub im Aichtal 🙂