Tag 8: Arrowtown – Queenstown

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Ab ins Wasser

Gestern noch Regenwetter, heute Sonnenschein. Das Wetter in Neuseeland macht einfach was es will.
Für mich ging es am Morgen ins 20 Kilometer entfernte Queenstown. Queenstown ist auch bekannt als die Welthauptstadt der Extremsportarten. Hier wird so gut wie alles angeboten was den Adrnealinspiegel in die Höhe treibt: Fallschirmspringen, Bungeejumping, Canyonswing, Paragliding, Rafting und und und.
Nach einer heißen Schokolade an der Uferpromenade schaute ich mir die Stadt etwas an und kam zufällig am Laden der Raftingfirma vorbei. 10 Minuten später hatte ich dann eine Kombo aus Jetboat und Rafting auf dem Shotover River gebucht. Und das ganze startete schon eine Stunde später.
Mit dem Bus ging es etwas raus aus der Stadt nach Arthurs Point, benannt nach einem Herrn Names Arthur der am Shotover River sein Glück im Gold fand. Noch heute kann man dort Gold finden da dieser Fluss zu den goldreichsten der Erde gehört.

Zum Aufwärmen ging es zuerst ins Jetboat dessen Fahrer mit waghalsigem Fahrstiel und einer Geschwindigkeit von bis zu 80 kmh über den Fluss und durch den Canyon rast. Zwischendurch gabs dann noch ein paar 360 Grad Spins.

Danach ging es gleich rüber zu den Kajakjungs wo ich von Kopf bis Fuß eingekleidet wurde. Neoprenschuhe, Neoprenanzug, Helm und Schwimmweste wurden angelegt und dann ging es wieder in einen Bus. Die Fahrt zum Einstieg in den Shotover River dauerte etwa 40 Minuten und führte größtenteils über Skippers Road, einer schmalen, unbefestigten Straße die direkt am Berg entlang ins Tal führt. Zwischen Bus und Abgrund war oftmals nicht mehr als einen Meter Platz was die Fahrt ansich schon zu einem Erlebnis machte. Unsere erfahrene Fahrerin fuhr bereits schon einen LKW bei der Ralley Paris – Dakar.

Am Einstieg angekommen gab es dann eine Einweisung bevor wir auf die Boote verteilt wurden. Ich war zusammen mit netten Australieren die auch aus der gleichen Ecke kommen wo ich wohne – Zufälle gibt’s! Unser Bootsführer war Esteban aus Argentinien.

Dann ging es ab ins Wasser. Der erste Abschnitt war relativ gemütlich und gab uns die Möglichkeit alle Kommandos zu trainieren die uns Esteban erklärte.

Im zweiten Abschnitt lernten wir dann warum der Shotover River zu einem der beliebtesten und auch anspruchsvollsten Raftingflüsse der Welt gehört. Es folgten die Stromschnellen und davon vier gleich dicht hintereinander. Da hieß es konzentriert die Kommandos zu befolgen um nicht aus dem Boot zu fallen. Wir schafften diesen Part dank guter Teamleistung ohne zu kentern aber zwei Boote vor uns hatten weniger Glück und die Mannschaft ging ins Wasser. Es war schon ein wenig erschreckend zu sehen wie einige Leute in den Stromschnellen trieben und versuchten an Land zu kommen. Einer der Gekenterten hielt sich beim Vorbeifahren an unseren Raft fest und mein Vordermann Stephen und ich konnten ihn gerade noch rechtzeitig in unser Boot ziehen bevor er zwischen Boot und Felswand in ernsthafte Schwierigkeiten geriet. Der gute Mann aus den USA war sichtlich mitgenommen und hatte ordentlich Wasser geschluckt aber zum Glück keine Verletzungen davongetragen.

Nach diesem Part wurde dann erstmal wieder sortiert und jeder zurück in sein Boot gebracht bevor die wilde Fahrt weiterging.
Das Highlight der Fahrt war dann die Fahrt durch den über 100 Meter langen ehemaligen Goldgräberunnel an dessen Ende dann die heftigste Stromschnelle „Cascade“ wartete.
Auch diese meisterten wir ohne zu kentern. Jedoch bekam ein Teammitglied in der Stromschnelle das Paddel eines anderen Mitglieds gegen die Nase. Viel Blut aber schätzungsweise keinen Nasenbruch. Alles gut, alle happy, alle haben überlebt. Und ich hab alles mit meiner gopro die ich an meinem Helm montiert hatte, aufgenommen. Das war mal richtige Action in mal wieder traumhafter Kulisse.

Am Abend traf ich mich dann nochmal mit meinen Teammitgliedern in Queenstown wo wir über unsere geleistete Heldentaten philosophierten und viel lachten.
Im Cowboys ging es dann noch auf den elektrischen Bullen zum Bullenreiten bevor ich totmüde ins Bett fiel.

Morgen ist Silvester !!!!

Tagesleistung: 88 Kilometer

Tag 7: Haast – Arrowtown

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Natur pur

Leider weckte mich heute morgen der Regen. Die Wolken hingen tief zwischen den Bergen. Da es ja bekanntlich kein schlechtes Wetter – nur falsche Klamotten gibt fuhr ich der nächst größeren Stadt Wanaka entgegen. Sorry wenn ich mich immer wieder wiederholen muss aber die Straße führte mich mal wieder durch die tolle Natur der Südinsel Neuseelands. Wanaka selbst war ziemlich übervölkert. Zum einen sind gerade Schulferien in Neuseeland, dann ist Wochenende und zum anderen steht Silvester vor der Türe. Viele Gründe um in dieser Gegend seinen Urlaub zu verbringen. Immer mal wieder hörte es auch auf zu regnen. Nachdem ich in Wanaka meine Vorräte und den Benzintank aufgefüllt hatte fuhr ich schnell wieder raus aus der übervölkerten Stadt die direkt am Wanaka-See liegt.
Ich fuhr etwa eine Autostunde raus in die Berge. Auf halber Strecke ging die Straße dann in einen Schotterweg über. Auch zahlreiche Wasserlöcher musste ich durchqueren und einige Kühe umfahren die es sich auf dem Weg gemütlich gemacht hatten. Aber schließlich gelangte ich zum Ausgangspunkt meiner Wanderroute. Ich hatte mir den Rob Roy Gletscherweg vorgenommen der mit 3-4 Stunden angegeben war.
Zuerst ging es über Kuh- und Schafweiden zu einer Hängebrücke.

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Von da an führte der Weg dann einem Gebirgsbach nach oben. Zwei Stunden dauerte der Anstieg in einer mal wieder gigantischen Naturkulisse.

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Das Wetter war eigentlich ganz ok und es nieselte nur leicht. Eigentlich mag ich genau dieses Wetter in den Bergen auch sehr gerne. Und die Mühen hatten sich gelohnt. Am Ende der Route konnte man den Rob Roy Gletscher sehen aus dem zahlreiche Wasserfälle sprudelten und in die Tiefe stürzten.

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Nachdem ich eine Weilen diesem
Naturschauspiel zugeschaut hatte ging es wieder zurück ins Tal. Erst kurz vor dem Parkplatz begann der Regen stärker zu werden – perfektes Timing.
Es ging zurück nach Wanaka wo ich mich entschied meinem morgigen Tagesziel Queenstown etwas entgegen zu fahren was noch 70 Kilometer entfernt war. Ich fuhr bis nach Arrowtown das circa 20 Kilometer vor Queenstown liegt.

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Dort hatte ich eigentlich für morgen und übermorgen einen Platz auf einem Campingplatz gebucht da in Queenstown über Silvester alles dicht ist. Eine nette Unterhaltung mit dem Herrn an der Rezeption des Platzes und er lies mich schon einen Tag früher rein. So konnte ich endlich mal wieder eine warme Dusche genießen. 🙂

Tagesleistung: 232 Kilometer

Tag 6: Franz Josef – Haast

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Alpenidyll mit Kiwi

Heute morgen stellte ich mir den Wecker etwas später als sonst und genoss eine Stunde mehr Schlaf. Vor den lästigen Sandfliegen an der Westküste hatte man mich schon gewarnt. Heute Morgen konnte ich die vollbrachte Arbeit der Plagegeister an meinem Körper bestaunen – juckende Stiche überall!

Als einer der ersten Besucher des Tages war ich im West Coast Wildlife Centre in Franz Josef. Dort konnte ich dann endlich das Wappentier von Neuseeland live sehen – den Kiwi.

Da dieser kleine, flugunfähige Vogel der nur nachtaktiv ist war es im Kiwigehege sehr dunkel und fotografieren und laute Geräusche verboten. Drei dieser interessanten Tiere bekam ich zu Gesicht. Diese gehörten zu der seltesten Kiwiart, dem Rowi. Es wird vermutet das nur noch etwa 375 dieser Art in freier Wildbahn existieren dessen Verbreitungsgebiet rund um Franz Josef liegt.
Insgesamt gibt es noch ca 70.000 Kiwis in ganz Neuseeland was sie zu einer stark bedrohten Tierart macht.

Besonders die um 1800 eingeführten Tierarten wie der Marder oder das Opossum sorgen dafür das 95% der Kiwi-Jungtiere das erste Jahr nicht überleben. Daher gibt es landesweit einige Aufzuchtsstationen um die Art zu erhalten.

Meine Reise führte mich weiter gen Süden. Etwa 30 Kilometer nach Franz Josef kam dann der Fox Gletscher den ich ja am Vortag schon aus der Vogelperspektive gesehen habe. Ich entschied mich zu einer einstündigen Wanderung hoch zum Fuße des Gletschers. Der Weg führte durch das Geröllfeld in dem bis vor einigen Jahrzehten der Gletscher noch bis ins Tal gereicht hat und sich nun nach und nach zurückzieht.

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Dann führte mich der Weg weiter durch diese unglaublich faszinierende Landschaft. Vorbei an großen Seen, Wäldern und Wiesen ging es dann wieder an die Küste.

Mein heutiges Etappenziel Haast erreichte ich gegen 17 Uhr. Da dort allerdings so gut wie nichts geboten war entschied ich mich meinem morgigen Etappenziel Wanaka etwas entgegen zu fahren. Die Straße dorthin führt wieder landeseinwärts und schlängelt sich zwischen den Bergen und einem mächtigen Fluss.
Hier machte ich noch ein paar Fotostops. Es gibt viel zu entdecken entlang der Route. Sehr hilfreich ist es das die Sonne im Sommer erst gegen 21:30 Uhr untergeht.

In einem sonnigen Tal fand ich dann wieder einen der gestern beschriebenen DOC Campingplätze (Cameron Flat) mit traumhaften Blick auf die schneebedeckten Berge. Campen in Neuseeland ist einfach schön! Unvorstellbar wenn man in diesem Land die Nächte ich irgendeinem Motel verbringen muss.

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Den Sandfliegen habe ich übrigens mit einem Geheimrezept der Einheimischen den Kampf angesagt: Dettol (Insektenspray) gemischt mit Babyöl. Bin gespannt ob es hilft.

Tagesleistung: 240 Kilometer

Tag 5: Greymouth – Franz Josef

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Action Tag

Heute Morgen ging es früh los zum zwei Stunden entfernten Franz Josef Gletscher. Dort wartete am Mittag ein Helikopter auf mich der mich hoch zum Franz Josef und Fox Gletscher brachte.

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Highlight des 30 minütigen Fluges war die Landung auf dem Fox Gletscher wo ich sogar aussteigen durfte. Tolle Fotomotive vom ewigen Eis das so nach und nach leider dank der Klimaerwärmung wegschmilzt. Hoffe nicht das die Bilder die ich dort oben geschossen habe irgendwann einmal Seltenheitswert bekommen werden.

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Zurück an Boden gab einen ordentlichen Beef & Bacon Burger in Franz Josef bevor es mit dem Quad über Stock und Stein am Fuße der Gletscher entlang ging. Es ging fast zwei Stunden durch das ausgetrocknete Flussbett, durch Regenwald und durch zahlreiche Schlammlöcher. Das war Spass pur.

Meinen Camper stellte ich heute auf einem offiziell freigegebenen Campingplatz an einem See unweit von Franz Josef ab.

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Dies ist einer der DOC Campingplätze (Department of Conservation), oder auch Naturschutzabteilung der Regierung gennant.
Je nach Ausstattung (Toiletten, Duschen usw) und der Lage des Platzes (im Nationalpark oder nicht) errechnet sich der Betrag den man pro Übernachtung pro Person bezahlen soll. Das ganze funktioniert auf Vertrauensbasis indem man den Geldbetrag mit Namen und Kennzeichen in ein Box wirft. So habe ich heute $6 (3,85€) bezahlt und bin früh nach einem ereignisreichen Tag eingeschlafen.

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Tagesleistung: 193 Kilometer

Tag 4: Westport – Greymouth

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Wasser, Pancakes & Bier

Nachdem ich im Mondschein am Strand eingeschlafen bin wachte ich heute morgen bei Regen auf. Typisches Nordseewetter dachte ich mir. Vorräte und Benzintank aufgefüllt und weiter ging die Fahrt zum heutigen Etappenziel in Greymouth. Dieser Strassenabschnitt gehört nicht umsonst zu den TOP 10 landschaftlich schönsten Straßen der Welt. Die Straße führt zunächst ein Stück landeseinwärts. Links und rechts ist dicht bewachsene Vegetation. Dann biegt man die Kurve und hat plötzlich das Meer vor sich an deren Küstenlinie die Straße von nun an weiterführt.

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Selbst bei Regenwetter wie heute morgen ein echtes Erlebnis. Auf der einen Seite der Straße hat man die dicht bewachsene Berge deren Gipfel im Nebel versteckt liegen und auf der anderen Seite treffen die Wellen an Land. Vergleichbar mit der Great Ocean Road im Süden Australiens nur schöner!

Eine Pflichtstop machte ich an den berühmten Pancake Rocks. Ein Blick auf das Bild und man weiß warum sie so heißen.

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Kurz vor dem Etappenziel machte ich noch einen kleinen Ausflug in Inland und schaute mir die Coal Creek Falls an.

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Ein schöner Wasserfall und ein gutes Fotomotiv (oberstes Bild). Überhaupt ist Neuseeland ein sehr fotogenes Land. In den ersten vier Tagen habe ich bereits schon über 16 Gigabite an Foto- und Filmmaterial produziert.

Greymouth war einmal eine pulsierende Stadt geprägt durch die Goldminen. Heute geht es hier eher ruhiger zu. Berühmt ist die Stadt heute durch ihr Bier. Die Monteiths Brewery stellt das bekannteste Bier der Insel her.
Also stellte ich meinen Camper heute ausnahmsweise mal auf einem Campingplatz ab und schaute mir die Brauerei mal genauer an. Nach der einstündigen Tour ging es dann an die Verkostung. Mein Favorit war hier die neueste Kreation – ein Bier mit Aprikosengeschmack!!!! Klingt komisch, schmeckt aber super.

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Tagesleistung: 121 wunderschöne Kilometer

Tag 3: Nelson – Westport

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Immer dem Wasser nach

Aufgewacht und die Sonne scheint. Schon morgens um 8 Uhr hatte es sehr angenehme Temperaturen im Landesinneren.
Nach einem kurzen Frühstück folgte ich der Straße nach Westport die sich zwischen den vielen Bergen entlangschlängelt. Die Straße folgt dem Buller River der sich türkisfarben seinen Weg Richtung Westen bahnt.

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Ich hielt an einigen Aussichtspunkten um mir diese tolle Landschaft aus allen möglichen Perspektiven anzuschauen.
Das Wetter zeigte sich mal wieder von seiner schönsten Seite. Schätzungsweise 28 Grad. Da musste kurz vor dem Erreichen meines Tageszieles ein Stopp am Fluss gemacht werden. Die Abkühlung tat sehr gut.

Dann erreichte ich am frühen Nachmittag die Westport an der Westküste die ich nun südwärts in den nächsten Tagen bereisen werde.

Etwas außerhalb der Stadt, die heute am „Christmas Day, 25.12.“ wie ausgestorben war, machte ich eine kleine Wanderung entlang der Küste. Dabei traf ich wieder auf eine Seelöwenkolonie die gerade ihren Nachwuchs aufzog.

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Mein Platz für die Nacht fand ich dann am Strand in Westport. Zwischen den Dünen parkte ich meinen Camper und hatte somit einen uneingeschränkten Meerblick und Meeresrauschen gratis. Das freut den Schwaben, gell. 🙂

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Heute war ich sogar so kreativ das ich mir meine eigene Wäscheleine aus Strandgut genannt habe – hat funktioniert!

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Tagesleistung: 196 Kilometer

Tag 2: Kaikoura – Blenheim – Picton – Nelson

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Frohe Weihnachten – Merry Christmas – Feliz Navidad

Als ich heute morgen aufgewacht bin lag mein Weihnachtsgeschenk fast direkt vor meiner Türe – ein Seelöwe! Die erste Nacht war sehr ruhig, entspannt und erholsam – bestens geschlafen.

Heute geht es weiter nördlich hoch an die Ostspitze der Südinsel bevor es dann landedeinwärts zur Westküste geht.

Meinen ersten Stopp des Tages machte ich in Blenheim. Weinberge entlang der schmalen, hügeligen Straße weissen darauf hin das dies eine Weinanbauregion ist. Kurzer Stop beim Mäc um das Free Wifi auszunutzen und weiter ging die Fahrt nach Picton, der nördlichst gelegenen Stadt an der Ostküste der Südinsel. Von dort aus setzen die Fähren zur Nordinsel über. Nach einem kurzen Bummel in der Stadt machte ich eine kleine Wanderung hinauf zum Humphreys Staudamm.

Weiter ging es dann über eine kleine, kurvige Serpentinenatrasse ins 100 Kilometer entfernte Nelson im Landesinneren. Außer das Nelson am Wasser liegt hatte die Stadt nichts an sich was mich zum Bleiben veranlasst hätte und so fuhr ich bei herrlichem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen meinem morgigen Tagesziel Westport etwas entgegen.

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Tagesleistung: 306 Kilometer

Wünsche Euch Allen Frohe Weihnachten! Lasst Euch reich beschenken.

Viele Grüße aus Neuseeland
Euer Benny<

Tag 1: Christchurch – Hanmer Springs – Kaikoura

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On the road again

Nach knapp sechs Monaten bin ich wieder auf Tour. Dieses Mal steht die Südinsel Neuseelands auf dem Programm.
Los ging es am Samstag Nachmittag von australiachen Gold Coast ins neuseeländische Christchurch wo ich um Mitternacht nach dreieinhalbstündigen Flug und drei Stunden Zeitverzögerung landete. Air New Zealand kann ich hierbei nur wärmstens empfehlen. Das war das best gemachteste und lustigste Sicherheitsvorkehr-Video das ich jemals gesehen habe – müsst Ihr Euch unbedingt anschauen.

Die Nacht habe ich dann in einem Motel in der Nähe des Flughafens verbracht.

Am Sonntagmorgen nahm ich dann mein Gefährt für die nächsten zwei Wochen in Empfang. Es ist ein weisser Toyota Van der extra für diese Zwecke ungebaut wurde. So habe ich in Kofferraum einen kleinen Gaskocher, Waschbecken, Kühlbox und allerlei Kochutensilien.
Geschlafen wird dann zwischen Fahrersitz und Kofferraum. Da ist also ausreichend Platz im Fahrzeug.

Machdem ich mich in Christchurch mit ausreichend Lebensmittel eingedeckt hatte ging die Fahrt zuerst landeseinwärts nach Hanmer Springs. Der Weg führte mich über Berge und Täler. Viele Schafe und Rinder säumten meinen Weg und erinnerten mich etwas an das Allgäu.

Hanmer Springs ist eine nette kleine Stadt die durch ihre Thermalquellen bekannt ist. Bei 27 Grad und Sonnenschein war mich heute aber nicht nach Thermal und so ging es nach einer großen Portion Fisch & Chips weiter an die Küste.

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Tagesziel war die Stadt Kaikoura die durch ihre Artenvielfalt an Meeresbewohnern bekannt ist. So führte mich mein erster Weg zu einer Seelöwenkolonie. Zu dieser Jahreszeit hat die Kolonie der NZ Fur Seals viele Jungtiere was ganz interessant war. Man darf sich den Tieren sogar bis auf zehn Meter nähern.
Des Weitern kann man in Kaikoura mit Delfinen und Seelöwen schwimmen, mit dem Helikopter auf Walsuche gehen oder mit dem Boot eine Albatross Kolonie besuchen.

Mein Nachtlager schlug ich etwas nördlich von Kaikoura auf einem Rastplatz direkt am Meer auf.

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Mit mir waren noch etwa fünf weitere Camper hier. Ein toller Platz direkt am Wasser, Seelöwen wenige Meter vom Auto entfernt und auf der anderen Seite die Berge deren Gipfel vom Nebel eingehüllt waren (siehe oberstes Bild). So kann es weiter gehen 🙂

Tagesleistung: 346 Kilometer

PS: Habe hier leider nur begrenzten Mobilfunk- und Internetempfang. Versuche Euch aber so gut wie möglich up to date zu halten 🙂

Weihnachten in Down Under

Sicherlich hat sich der ein oder andere schon gefragt wie die Aussies denn das Weihnachtsfest zelebrieren. Kurz zusammengefasst: Sommer, Sonne, Garnelen und Bier 🙂

Der Weihnachtstag ist hier am anderen Ende der Welt meistens zugleich auch der heißeste Tag des Jahres. Deshalb wird Weihnachten mit der Familie am Strand oder im Garten gefeiert. Dazu wird gegrillt denn das mögen die Australier sehr. Vor allem Meeresfrüchte landen zu Weihnachten auf dem Grill. Die Bescherung findet dann am Morgen des 25. Dezember statt gefolgt von einem gemeinsamen Mittagessen. Am 26. Dezember, dem sogenannten „Boxing Day“ findet dann ein wichtiges Cricket-Spiel in Melbourne statt das viele Menschen am TV verfolgen. Dabei wird dann oft das was vom Weihnachtsessen am Vortag übrig geblieben ist gemeinsam mit Freunden verzehrt. Ebenso haben die Läden wieder geöffnet und laden zum großen „Boxing Day Shopping“ ein.

Wer mehr wissen möchte der kann dies in der Sonderausgabe der Nürtinger Zeitung die an Heiligen Abend erscheint, gerne nachlesen.

Backofen-Klima

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Montagmorgen und die Sonne scheint erbarmungslos. Wenn das Thermometer schon vor zehn Uhr Morgen 30 Grad anzeigt dann weiß man das es wieder ein heißer Tag sein wird bei dem man dankbar über jedes Stückchen Schatten und jede Klimaanlage ist.

Und heute war mal wieder so ein Tag an dem man bei der geringsten Anstrengung zu schwitzen beginnt. Zur Mittagszeit in ein geparktes Auto einsteigen gehört da dazu.
Letzte Woche brauchte ich zwei neue Schlüsselkarten für mein Hotelzimmer da ich diese im Auto vergessen hatte. Nach ein paar Stunden in der Sonne waren sie so verbogen das sie nicht mehr zu gebrauchen waren.

Ich nenne es Backofen-Klima da es sich in der Sonne anfühlt als ob man gebacken wird!

Da es nach Feierabend immer noch stickige 26 Grad hatte ersparte ich mir den Weg ins hoteleigene Fitnessstudio und fuhr stattdessen ins nahegelegene Schwimmbad in dem ich üblicherweise immer Samstagmorgens meine Bahnen ziehe.
Im Wasser ließ es sich dann gut aushalten und so zog ich dann unter Flutlicht meine Bahnen.
Dabei habt mich dann auch mein neuer Freund besucht der mich vom Beckenrand aus anfeuerte. Oder war doch nur hinter den Insekten her? 🙂

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