Die Sonne lacht wieder

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Als ich heute morgen aufgewacht bin traute ich kaum meinen Augen: Sonne satt und Tagestemperaturen um die 30 Grad. Wie wenn nichts gewesen wäre.

Der Scheitelpunkt der Pegel in und um Brisbane wurden für die Mittagszeit vorhergesagt. Glücklicherweise blieben sie unter den Vorhersagen und somit richtete das Wasser nicht geringe Schäden an. In weiten Teilen Queensland beginnt nun das große Aufräumen. Die Erleichterung das es nicht so schlimm wie vor zwei Jahren gekommen ist ist groß.

Anderst ist die Lage in Bundaberg und in Logen das nur 15 Kilometer von mir entfernt liegt. Hier wurde eine neue Rekordmarke erreicht und viele Häuser sind nun unbewohnbar. Das Krankenhaus von Bundaberg – bekannt durch den Bundaberg Rum – ist mittlerweile evakuiert und die Patienten wurden nach Brisbane geflogen.

Durch das verschlammte Wasser entsteht nun eine Wasserknappheit für Brisbane. Da das Wasser extrem viel Schlamm mit sich bringt können die Pumpwerke nicht die erforderliche Leistung fahren so das aus dem Norden und Süden Wasser eingespeist werden muss. Das bedeutet das für Brisbane für die nächsten 48 Stunden nur noch 50 Prozent der normalen Wassermenge zur Verfügung steht. Es kann also durchaus sein das ich morgen früh kein fließendes Wasser mehr habe.
Im Fernsehen und Radio werden die Menschen daher aufgefordert sparsam mit dem Wasser umzugehen bis der Engpass behoben wurde.

Leider ist unsere Firma immer noch stromlos. Die Energiefirma rechnet damit das der Strom erst am Donnerstag Nachmittag wiederhergestellt werden kann. Bis dahin bleiben die Druckmaschinen stehen und die Drucker zuhause.
Wir Vertriebler können auch ohne Strom arbeiten – Danke liebes iPhone :-).

Die Bilder in diesem Bericht sind alle heute Nachmittag auf meinem Nachhauseweg aufgenommen worden und zeigen die Situation im Süden Brisbanes.

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Unwetterupdate

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Montag, 28. Januar: Feiertag in Australien! Zum Glück ist heute ein Feiertag denn das öffentlich Leben findet seit 48 Stunden so gut wie nicht mehr statt. Die Leute wurden aufgefordert zuhause zu bleiben und ihre Wohnungen nicht zu verlassen.
Die Starken Regenfälle dauerten die ganze Nacht durch an und die Windgeschwindigkeit nahm zu.

Das Ergebnis waren unzählige umgestürzte Bäume, überflutete Straßen und Stromausfälle. Circa 250.000 Menschen sind hier momentan ohne Strom, meine Firma eingeschlossen.

Ich war heute Nachmittag zur zweiten Schicht wieder bei der Feuerwehr. Auf unserer mehrstündigen Kontrollfahrt durch unser Einsatzgebiet beseitigten wir zahlreiche Bäume die quer über der Strasse lagen.

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Zahlreiche Strassen sind nach wie vor gesperrt. Die Flüsse werden heute Nacht ihren Höhepunkt erreichen und es wird mit Überschwemmungen gerechnet.
Betroffen ist die City von Brisbane und ein weiterer Vorort. Die Stadt Bundaberg weiter nördlich ist von der Außenwelt abgeschnitten und viele Menschen müssen derzeit mit Hubschraubern von ihren Dächern gerettet werden da eine Rettung per Boot aufgrund der starken Fließgeschwindigkeit des Wassers (bis zu 80kmh) zu gefährlich ist. Auch das Krankenhaus mit über 100 Patienten wird derzeit evakuiert. Das Militär ist im Einsatz.

Es sieht so aus als ob Queensland innerhalb von nur zwei Jahren von gleich zwei Jahrhundertfluten heimgesucht wird. 3 Menschen sind bislang ums Leben gekommen.

Das Gute ist das seit heute Nachmittag der Regen nachgelassen hat und das Unwetter nun weiter nach Süden in den Bundesstaat New South Wales zieht.

Heute Nacht soll es an der Gold Coast jedoch noch einmal heftig regnen und stürmen bevor sich die Lage zum Ende der Woche wieder normalisieren soll.

Einfach kann jeder – Australien Extrem!

Wenn dann richtig!

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Das Australien das Land der Extreme ist hat sich dieses Wochenende mal wieder deutlich gezeigt. Die Ausläufer von Ex-Zyklon Oswald haben Queensland hart getroffen und für enorme Schäden gesorgt. Im Norden des Bundesstaates stehen weite Teile unter Wasser und bis zu fünf Tornados haben dort zusätzlich gewütet.

Das Unwetter erreichte dann am gestrigen Sonntag seinen Höhepunkt in Brisbane und Umgebung. Regen mit bis zu 400 Liter Wasser pro qm innerhalb von wenigen Stunden und heftigem Wind sorgte für viele überflutete Straßen, umgestürzte Bäume und Stromleitungen.

Ich selbst war am Sonntag den ganzen Nachmittag in Bereitschaft bei der Feuerwehr. Auf unseren Kontrollfahrten innerhalb unseres Einsatzgebietes mussten wir zahlreiche überflutete Straßen sperren da ein Überqueren zu gefährlich wäre.

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So entwickelte sich innerhalb von einer Stunde zwischen zwei Kontrollfahrten kleine Rinnsale zu reißenden Flüssen die aus den Bergen kamen. Zahlreiche Anwohner sind nun bis auf Weiteres von der Außenwelt abgeschnitten.

Entlang der Gold Coast sind weite Teile ohne Strom. Die australische EnBW (=Engergex) wird mit den vielen umgestürzten Stromleitungen noch tagelang beschäftigt sein.

Australien bleibt eben das Land der Extreme!

Australia Day

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Am 26. Januar ist Australia Day! An diesem Tag wird die Gründung des Landes gefeiert denn 1788 landete das erste britische Boot in Sydney.
Australia Day ist allgemein ein Feiertag an dem man mal wieder zum Barbecue zusammenkommt.

Da der Australia Day diese Jahr auf einen Samstag fällt wurde einfach der nächste Montag zu einem Feiertag erklärt – tolles Land. 🙂

Patriotisch wie die Aussies sind trägt man an diesem Tag die Landesfarben, Flaggen wehen im Wind an den Häusern und Autos.

Dieses Jahr wird’s ein ziemlich nasser Australia Day denn Ex-Zyklon Oswald trifft an diesem Tag auf australisches Festland. Bislang sorgt er besonders im Norden von Queensland für Überschwemmungen. Nun zieht der Sturm weiter gen Süden. Sandsäcke werden gefüllt und Dämme geöffnet. Es ist nun zwei Jahre her als Queensland von den schlimmsten Überschwemmungen in der Geschichte des Landes heimgesucht wurde und ein Gebiet von der Größe Frankreichs überschwemmte.

Die Strände hier an der Gold Coast sind für den morgigen Samstag gesperrt da es zum einen zu gefährlich zum Surfen ist und zum anderen durch den Sturm tausende giftige Quallen angeschwemmt wurden. Denen sollte man besser nicht begegnen.

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Dies zeigt mal wieder das Australien ein Land der Extreme ist. Vor zwei Wochen noch extreme Hitze und heute gibt’s Überschwemmungen.

HAPPY AUSTRALIA DAY

So schnell geht’s …

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… und man ist 30!
Nun fühle ich mich jetzt seit Mittwoch nicht besonders älter aber es ist trotzdem was anderes als ob man 29 oder nun 30 zu Leuten sagen kann wenn man nach dem Alter gefragt wird. Aber da wir das Altern bekanntlich nicht aufhalten können habe ich mich nun damit abgefunden.

Ich hatte einen schönen Tag auch wenn ich einen normalen Arbeitag vor mir hatte.
Gleich am Morgen bekam ich einen Blumensstrauß mit einer deutschen Grußkarte. Fleurop funktioniert weltweit wirklich einwandfrei. 🙂
Am Nachmittag gab es dann noch einen Geburtstagskuchen von meinen australischen Kollegen und ein Rubbel-Glückslos. Das hat Tradition und wenn man etwas gewinnt muss man es mit denjenigen teilen die einem dieses Los geschenkt haben. Leider gab es diesmal nichts zu teilen.

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Am späten Nachmittag ging es dann runter ins Hinterland der Gold Coast wo bei Kollege Andy und seiner Familie zum Abendessen eingeladen war. Im Garten seiner Eltern hatte Andys Vater Dave Lamm am Spieß gegrillt, sehr köstlich.
Nach dem Abendessen gab es dann die zweite Torte des Tages. Die Kerzen durfte diesmal das jüngste Familienmitglied, Ela, ausblasen.

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Später am Abend ging es dann ins Büro „The Office“. The Office ist eine kleine Bar in Dave’s großer Garage.

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Von der Bar aus kann man dann auch auf einem Bildschirm die Bilder sehen die die Videokameras rund ums Haus aufnehmen. Wozu man allerdings Videokameras braucht konnte mir keiner so richtig erklären denn die Autos sind hier nicht abgeschlossen und die Garagentüre bleibt offen.

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Hatte einen wirklich tollen 30. Geburtstag hier am anderen Ende der Welt.

Vielen Dank für all die Glückwünsche die mich auf den verschiedensten Wegen erreicht haben!

Euer
benny

schweißtreibendes Wochenende

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Samstagmorgen, 8 Uhr im australischen Busch. Das Thermometer zeigt schon über 30 Grad an als es mit den Rakehoe’s bewaffnet ins Unterholz geht. Ein Rakehoe (siehe oberes Bild) ist ein spezieller Rechen der auf einer Seite eine durchgängig geschliffene und auf der anderen Seite eine gezackte Kante hat. Damit zeigte uns Ausbilder Brett wie man eine richtige Brandschneiße in den Busch schlägt, was wichtig und zu beachten ist. Wir waren zu siebt und versuchten uns an den beiden verschiedenen Varianten die es für dieses Vorgehen gibt. Etwa 40 Minuten später hatten wir die geforderten 100 Meter geschafft und eine ein Meter breite Schneiße geschaffen an der ein mögliches Buschfeuer vor einer weiteren Ausbreitung aufhalten soll. Natürlich muss eine solche containment line im Brandfall ständig überwacht werden um ein mögliches Überspringen der Flammen zu verhindern. Das war eine ziemlich schweisstreibende Angelegenheit bei diesen Bedingungen.

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Trinken ist hier das A und O. Mindestens ein halber Liter Wasser pro 30 Minuten muss sein um nicht zu dehydrieren.

Kaum vorzustellen wie anstrengend es sein muss das ganze unter realen Bedingungen unter voller Ausrüstung zusammen mit der Hitze und dem Rauch von echtem Feuer durch zu führen. Aber Übung macht ja den Meister und damit die Arbeit nicht umsonst gewesen ist werden wir in ein paar Wochen einen Teil des Buschlandes kontrolliert abbrennen um zu sehen ob unsere Schneiße hält.

Anschließend pumpten wir dann noch Wasser zwischen unseren Fahrzeugen hin und her bevor es zurück ins klimatisierte Feuerhaus ging.

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Am Nachmittag ging es dann weiter ein Stück die Küste hinunter zu Arbeitskollege Andy. Er hatte für sich und seine Familie vor Weihnachten ein Haus mit rießigem Garten rundherum gekauft. Und da bekanntlich ein großer Garten viel Arbeit macht, vor allem wenn man dreißig Bäume gefällt hat, half ich ihm dabei.

Die Temperaturen lagen immer noch gut über 30 Grad als wir den Pick Up luden und mehrfach zur Grünschnitt-Sammelstelle fuhren.

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Andys Sohn James übt schonmal für die Zukunft

Da war das Feierabend-Bier und die Dusche ein wahrer Genuss.

Den Sonntag verbrachte ich dann im Schatten des klimatisierten Einkaufszentrum bevor ich am Nachmittag runter an die Küste nach Burleigh Heads fuhr um ein erfrischendes Bad im Meer zu nehmen.

Die Meteorologen sagen für Dienstag leichte Schauer voraus. Hoffen wir das sie Recht behalten. Die Temperaturen sollen jedoch nur unmerklich sinken.

Australien schwitzt & brennt

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Gestern verzeichnete Australien den heißesten Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnung. In manchen Teilen und besonders im Südosten des Landes kletterten die Temperaturen über 40 Grad. In Sydney hatte es gestern Nachmittag 43 Grad und am Abend immer noch über 30 Grad.

Die hohen Temperaturen, Trockenheit und ein starker Wind aus dem Westen sorgten gestern und heute im Bundesstaat New South Wales und Tasmanien für Katastrophenalarm und die höchst möglich Stufe der Waldbrandgefahr: Catastrophic!

Allein in Tasmanien brannten letzten Freitag über 100 Häuser nieder und die Menschen mussten sich in Wasser retten. In New South Wales lodern seit gestern über 140 Buschfeuer. Das obere Bild zeigt den Bundesstaat New South Wales. Jede Stecknadel steht hier für ein Feuer.

Die Hitzewelle soll bis nächste Woche anhalten und zieht nun auch gen Norden nach Queensland. Es ist aber davon auszugehen das es hier bei uns weitaus weniger dramatisch sein wird.