Neuseeland – das Video !!!

Nun ist es endlich fertig – mein Neuseeland-Video!

Wenn Ihr das Video in bester Qualität anschauen wollt dann klickt unten rechts auf den weißen vimeo-Schriftzug und Ihr könnt Euch das Video in HD-Qualiät auf der vimeo Homepage anschauen – sehr empfehlenswert!

Mini-Roadtrip

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Die letzten zwei Wochen waren mal wieder ziemlich ereignisreich – im positiven Sinne! Zum einen bin ich umgezogen und lebe nun in Currumbin direkt an der schönen Gold Coast. Mehr dazu in den nächsten Tagen.
Zum anderen habe ich letzten Freitag Besuch aus der Heimat bekommen. Mathias ist nun fast drei Wochen in Down Under und letzten Freitag flog er hoch an die Gold Coast wo ich ihn einige Tage auf seinem Trip begleitete und ihm meine neue Heimat zeigen konnte.
Für diesen Fünf-Tage-Mini-Roadtrip habe ich uns einen geländegängigen Camper gemietet. Damit ging es zuerst nach Byron Bay (Bilder unten). Das Wetter war perfekt und so konnten wir entlang der Küste hoch zum Leuchtturm wandern. Entlang der Route kamen wir auch am östlichsten Punkt des australischen Festlandes vorbei. Nach einem erfirschenden Bad im Meer und einem Stadtbummel ging es wieder zurück nach Currumbin.

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Letzten Sonntag stand dann die Gold Coast auf dem Programm. Frühstück gab es in Burleigh Heads mit Blick auf die Viertelfinale des Surfwettbewerbs der dort gerade stattfand. Dann ging es weiter nach Surfers Paradise und von dort ins Hinterland zum Springbrook Nationalpark.
Kurz vor Brisbane machten wir uns dann auf die Suche nach Wallabies und Koalas und wurden auch fündig.

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Matzes erste Nacht im Camper (Bild unten) verbrachten wir dann nördlich von Brisbane am Anfang der Sunshine Coast.

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Es ging nach Noosa Head wo wir den Küstenweg entlang des Noosa Nationalparks nahmen und an einigen schönen Stränden vorbeikamen. Auch die kleine aber feine Stadt schauten wir uns an bevor wir die Nacht direkt am Meer am Eingang des Nationalparks verbrachten. Immer wieder schön bei Meeresrauschen einzuschlafen. 🙂

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Dienstag und Mittwoch verbrachten wir dann auf Fraser Island. Da die größte Sandinsel der Welt nur mit Geländewagen befahren werden kann waren wir mit unserem Camper bestens ausgerüstet. Entlang des 75 Kilometer langen Strandes auf der Ostseite ging es vorbei am Maheno Schiffswrack, Lake Wanny und Eli Creek. Das Wetter war immer noch optimal und so nutzen wir die Seen und Flüsse bevor es am Abend ins Innere der Insel zur Central Station ging wo wir zusammen mit tausenden Moskitos die Nacht verbrachten. Zum Glück hielten die Fliegengitter unserer Fenster dicht.
Am Mittwochmorgen ging es dann weiter auf den schmalen und sandigen Inlandwegen zum Lake McKenzie mit deinem weißen Sandstrand und seinem blauen Wasser.

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Auch wilden Dingos begegneten wir.

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Am Donnerstag Morgen trennten sich dann unsere Wege vorerst. Matze flog weiter Richtung Norden und für mich ging es zurück an die Arbeit.
Ein netter Mini-Roadrip bei perfektem Wetter – immer ein Spaß!

Großes Aufräumen im Lockyer Valley

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Das Lockyer Valley hat es fast auf den Tag genau nach den verheerenden Überflutungen von vor zwei Jahren wieder schlimm erwischt. Etwa 700 Häuser wurden überflutet.
Um die Menschen dort bei den Aufräumarbeiten zu unterstützen schickt die Gold Coast seit Dienstag jeden Tag einen Feuerwehr-Konvoi ins 100 Kilometer entfernte Lockyer Valley das im Landesinneren liegt.

Und seit Dienstag ist jeden Tag auch ein Fahrzeug meiner Feuerwehr dabei. Am gestrigen Samstag war auch ich mit dabei als es morgens um 5:30 Uhr mit vier anderen Kameraden zum Treffpunkt nach Coomera ging. Dort trafen sich alle Feuerwehrfahrzeuge der Gold Coast Region. Nach einer schnellen Einweisung ging es dann mit etwa 15 Fahrzeugen auf den Highway in Richtung Laidley. Unser Konvoi hatte eine Länge von zweieinhalb Kilometern.

Nach gut 1,5 Stunden Fahrt kamen wie dann gegen 8 Uhr in Laudley im Lockyer Valley an. Dort gab es dann eine Einsatzbesprechung für alle Helfer in der örtlichen Feuerwache.

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Es wurde darauf hingewiesen das man vorsichtig mit dem Schlamm umgehen soll da dieser zahlreiche Bakterien enthält und Krankheitserreger in sich trägt. Auch vor Reptilien sollten wir Ausschau halten und aufpassen wo wir hineingreifen.

Nachdem sich dann alle Fahrzeuge mit Handschuhen, Gummistiefeln, Schutzbrillen, Atemmasken, Getränken und Müsliriegeln eingedeckt hatten wurden den Fahrzeugen ihre Jobs zugeteilt.

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Für uns ging es zusammen mit einigen anderen Trucks weiter in Tal nach Forest Hill das ebenfalls überflutet wurde.

Dort wurden wir zu einer Farm navigiert die direkt an der Mündung liegt an der sich der Lockyer und der Laidley River treffen. Dort halfen wir dabei die zahlreichen Scheunen vom bis zu 20 Zentimeter hohen Schlamm zu befreien.

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Die ganzen Gegenstände in Freie zu bringen um den Schlamm mit Schaufeln und Harken raus zu bekommen war harte Arbeit. Bei 30 Grad und Sonnenschein im stinkenden Schlamm zu arbeiten ist nun nicht das was sich so mancher als Wochenendbeschäftigung vorstellt.

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Nachdem dieser Job erledigt und der Farmer happy war, wurden die Gerätschaften gereinigt und es ging zum Mittagessen zurück in die Stadt. Der örtliche Pub freute sich auf dreißig hungrige Helfer und es gab Steaksandwich mit Pommes.

Am Nachmittag ging es dann zu einer anderen Farm. Hier reinigten wir Lager- und Kühlhallen vom Schlamm.

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Gegen 16 Uhr war auch dieser Job erledigt und nachdem wir uns bei der Einsatzleitung abgemeldet hatten konnten wir wieder die Heimreise antreten.

Bevor wir jedoch Laidley verließen wurde der Truck nochmal in der örtlichen Tankstelle aufgetankt und das Abendessen im KFC eingenommen – alles auf Kosten der Regierung!

Zuhause in Ormeau erwarteten und schon drei Kameraden die alle Gerätschaften und das Fahrzeug wieder reinigten. Das hat Tradition und wird jeden Abend so gehandhabt um die Crew die den ganzen Tag gearbeitet hat nicht zusätzlich mit der Reinigung zu belasten. Toller Service!

Müde ging es danach nach Hause und nach einer Dusche auch gleich ins Bett.
Habe meinen Teil dazu beigetragen um den Menschen dort zu helfen, hoffen wir das sie nun ein paar Jahre Ruhe haben um alles wieder aufbauen zu können.