Rückblick – Teil 1

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Während der Rest der Familie wieder zurück in der Heimat ist (und wahrscheinlich gerade mit dem Jetlag kämpft) habe ich begonnen die vielen vielen Bilder unserer Reise zu sichten.

Beginnen werde ich unseren Rückblick mit dem Outback.

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Die unglaubliche Größe dieses spärlich besiedelten Teils Australiens ist atemberaubend. Abseits der touristischen Routen kann man stunden- und manchmal auch tagelang fahren ohne jemandem zu begegnen. Der längste Zaun der Welt (5531 Kilometer) führt durch das Outback und soll Dingos daran stoppen in den Süden des Landes vor zu dringen. Arbeit finden die Menschen hier in den Minen, Rinderzucht und Tourismus.

Hier einige interessante Fakten über das Outback (Quelle: wikipedia.de)

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– Wenige asphaltierte Hauptverkehrsstrecken (Highways) durchziehen das Outback; abseits dieser Strecken sind Sandpisten in Wüste und Regenwald nur mit Allradantrieb befahrbar.

– Einzelne Rinder-Farmen und Versorgungsstationen mit wenigen Häusern. Häufig sind dabei Tankstelle, Supermarkt, Reparaturwerkstatt, Bank, Post, Motel und Kneipe in einem einzigen Haus, dem Roadhouse, untergebracht.

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– Die Kinder erhalten Fernunterricht über Funk (School of the Air) und Internet, im Krankheitsfall wird der Royal Flying Doctor Service (RFDS) gerufen.

– Kamele wurden 1870 als Wüstentiere aus dem Nahen Osten in den Fünften Kontinent eingeführt. Heute werden sie auf Farmen gehalten und dienen neben der autarken Versorgung auch als Touristenattraktion.

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– Von den etwa 300.000 Aborigines (etwa 1,5 Prozent der Gesamtbevölkerung Australiens) leben etwa 20 Prozent im Outback, davon die meisten in Reservaten (die wenigsten noch traditionell als Nomaden oder Halbnomaden).

– Kommunikative Veranstaltungen wie das Birdsville-Pferderennen haben lokalen Kult-Status.

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– Road Trains, meist mit einem an der Front montierten Kuhfänger (in Australien oft als „Roo Bar“ – Känguruhfänger bezeichnet), stellen den Überlandstransport sicher.

Hier ein Zeitraffer-Video vom Sonnenaufgang am Uluru:

Die letzte Woche

Die letzte Urlaubswoche in Bildern.

Kleiner Buschwalk am Tamborine Mountain.

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Ja auch in Australien gibts ALDI.

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Besuch der weltbesten Etikettendruckerei, meinem Arbeitsplatz.

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Mittagessen bei Yatala Pie. Es gab echten australischen Pie (Blätterteig mit Fleischfüllung).

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Was die letzten Tage so passierte

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Die dritte Woche verging auch wie im Fluge. Ich durfte wieder zurück in die Arbeit (Juhuuuuu) und der Rest der Familie konnte sich erholen und die nähere Umgebung erkunden.

Am Mittwoch waren wir beim Outback Spectacular. Aktuell wird dort die Dinnershow ‚Spirit of the horse‘ gezeigt. Bei der zweistündigen wird die Geschichte der Pferde erzählt die Australien geprägt haben. Dazu gab ein dann noch ein Drei-Gänge-Menü.
Besonders für unsere pferdeverrückten Familienmitglieder war die actiongelandene Show sehr beeindruckend. Aber auch uns hat es es richtig gut gefallen.

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Am heutigen Samstag ging es ins 60 Kilometer entfernte Byron Bay. Kurz davor machten wir jedoch noch einen kleinen Abstecher auf einem kleinen Flugplatz wo Martin sein vorgeszogenes Geburtstagsgeschenk bekam. Erst als wir am Flugplatz ankamen erzählten wir ihm das er gleich aus über vier Kilometer Höhe aus einem Flugzeug springen wird-na dann herzlichen Glückwunsch! Zur Feier des Tages gaben wir ihm sogar noch einen Fallschirm und einen erfahreren Instructor mit.

Den Bildern zufolge hatte er richtig Spass und wenn Ihr nett zu ihm seit dann zeigt er Euch vielleicht sein Video.

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Am Nachmittag schauten wir uns dann Byron Bay an. Das Städtchen ist sehr beliebt bei Reisenden sowohl als auch bei Einheimischen. Byron bietet eine gute Auawahl an kleinen Geschäften, Cafés und Restaurants und liegt direkt am Meer und hat einen tollen Strand. Und Wellen zum surfen finden sich hier meistens auch.

Wir liefen an der Küste entlang hoch zu schönen Leuchtturm der über den östlichsten Punkt des australischen Festlandes wacht.

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Zu den Trommeln der Alt-Hippies am der Strandpromenade gab es dann Fish&Chips zum Abendessen – direkt am Meer mit tollen Sonnenuntergang inklusive.

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Erholungspause

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Die letzten drei Tage nach unserem zweiwöchigen Trip durch Australien haben wir zum erholen genutzt.
Das bedeutet mal wieder etwas länger ausschlafen, gemütlich frühstücken und den Tag bei Sonnenschein an der Gold Coast, am Meer und Strand verbringen.

Für mich ging es am Montag wieder zurück zur Arbeit. Leider haben wir hier in Australien nur 20 Urlaubstage im Jahr.

Die Woche began jedoch hervorragend mit selbstgekochten Linsen mit Spätzle und Saiten von Mutti. Da fängt die (Arbeits)Woche doch gut an!

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Tag 15: Kings Canyon – Yulara

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Nach dem Frühstück im kalten Kings Canyon machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Yulara.
Die Nächte im Outback können sehr kalt werden. Bei sternenklarem Himmel können die Temperaturen hier im Winter (Juni/Juli) schon mal knapp an den Gefrierpunkt fallen. Da freut man sich am Morgen sehr über die wärmenden ersten Sonnenstrahlen.

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Wir kamen gut voran – irgendwie auch klar ohne Verkehr – und kamen am späten Vormittag wieder in Yulara an wo wir unseren Geländewagen volltankten und am Flughafen wieder zurückgaben.

Der Flughafen liegt etwa 10 Autominuten außerhalb von Yulara und ist sehr überschaubar. Es gibt ein kleines Terminal, vier Schalter um einzuchecken und zwei Gates welche aus zwei nebeneinander liegenden Türen bestanden.

Vom Flugzeug aus hatten wir noch einen letzten Blick auf eines der Wahrzeichen des Landes bevor es in die Luft ging.

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Der Rückflug nach Sydney dauerte knapp drei Stunden. Vom Sydney ging es dann gleich weiter an die Gold Coast wo wir am Abend wohlbehalten ankamen.

Damit endet unser zweiwöchiger Familien-Roadtrip bei dem wir einen kleinen Eindruck von der Größe und der Vielfältigkeit des Landes bekommen haben.

Wir werden Euch aber die nächsten zwei Wochen weiter auf dem Laufenden halten!

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Tag 14: Uluru – Kings Canyon

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Kurz nach sechs am Morgen klingelte wieder der Wecker. Draußen machte sich gerade das erste Licht des Tages ans Werk und bei frischen 8 Grad ging es zum Frühstück.

Um acht Uhr verließen wir Yulara und machten uns auf den Weg zum 300 Kilometer entfernten Kings Canyon.
Die Fahrt auf dem Lasseter Highway dauert etwas über drei Stunden und gibt jedem einen Eindruck von der gewaltigen Größe des Outbacks.

Wer im Outback unterwegs ist sollte einige wichtige Dinge beachten:
– Immer mit vollem Tank losfahren und Tankstopps im Vorfeld planen
– Genügend Trinkewasser mitnehmen
– Bei einer Panne niemals das Auto verlassen da dieses deutlich schneller gefunden werden kann
– Wer die öffentlichen Straßen verlassen möchte sollte jemanden über seine Pläne informieren

Auf den Highways im Outback kennt man den Begriff ‚Berufsverkehr‘ nicht. Gelegentlich kommt einem ein anderes Fahrzeug entgegen welches man freundlich grüßt. Die Strassen sind in exzellentem Zustand und mit jeden Fahrzeug problemlos zu befahren. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt hier 110 KmH.

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Am Wegesrand findet man außer der bekannten roten Erde auch Sträucher und kleinere Bäume die sich an diese karge und wasserarme Gegend angepasst haben.
Dingos, Greifvögel, Rinder und wilde Kamele konnten wir auf unserem Weg beobachten. So eine Fahrt im Outback ist schon ein echtes Abendteuer. Vor allem wenn man die morgentlichen Berufsverkehr auf der M1 an der Ostküste oder auf der B27 nach Stuttgart gewöhnt ist.

Zur Mittagszeit erreichten wir den Kings Canyon. Dort machten wir uns auf diese rießige Kraterlandschaft zu Fuß zu erkunden. Wir entschieden uns für den knapp 6 Kilometer langen Kings Canyon Walk.

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Dieser führte uns zuerst steil einen Bergrücken hinauf auf das Plateau. Dort oben liefen wir dann durch Schluchten und beeindruckende Felsformationen mit tollem Ausblick hinunter in die Weite des sonst so flachen Outbacks.

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Nach drei Stunden kamen wir wieder am Parkplatz an und machten uns auf den Weg zum nahe gelegenen Kings Canyon Resort wo wir die Nacht verbringen sollten.

Die kleine Besiedlung hat neben Apartments, einem Campingplatz, einen kleinen Supermarkt, einem Restaurant und einer Tankstelle alles was man hier draußen braucht. Nur ist alles deutlich teurer als an der Küste.

Zum Vergleich – ein Liter Diesel kostet hier $2.33. An der Küste kostet er $1.50. Ein Bier liegt hier bei knapp $10 ($ 6.00 an der Küste).
Deshalb bringen Camper die länger im Outback unterwegs sind möglichst viel von zuhause mit.

Abendessen gabs im Outback-Style vom Barbeque (=Grill) mit Country Live-Musik und einem kalten Bier. Mehr Australien geht kaum.

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