Neuentdeckung im Busch

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Vor einigen Monaten habe ich im Internet ein Bild von einem tollen Wasserfall entdeckt. Allerdings konnte ich nicht in Erfahrung bringen wo genau dieser versteckt liegt. Vor einigen Wochen bekam ich dann den entscheidenden Hinweis und nach etwas Suche im Internet konnte ich die Lage in Erfahrung bringen.

Der Killarney Glen Fall liegt im Gold Cost Hinterland zwischen Beechmont und Canungra und grenzt an einen großen Truppenübungplatz der australischen Armee. Deshalb darf dieses Gebiet auch nur an Wochenenden und Feiertagen betreten werden.

Letzten Sonntag Morgen machte ich mich auf den Weg. Etwa 50 Autominuten von der Küste dauerte die Anreise durch das schöne Hinterland das manchmal an das Allgäu erinnert.

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Diesen Weg findet man in keinem Reiseführer. Am Eingang informiert ein großes Schild (Bild oben) was man zu tun und zu lassen hat. Dann kann man sich entscheiden ob man den kleinen Trampelpfad oder den etwas breiteren Fahrweg nach unten nehmen möchte.

Ich entschied mich für den kleinen Trampelpfad. Nach 30 Minuten kam ich in der Talschlucht an und konnte schon das Wasser hören. Als erstes entdeckte ich eine große verlassene Buschhütte in der vor einiger Zeit wohl Menschen gelebt haben müssen. Selbst der gusseiserne Ofen und der alter Kühlschrank (der übrigens leer war) haben die Jahre überstanden.

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Auch die Busch-Toilette ist noch vorhanden.

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Wenige Schritte von der Hütte entfernt floss der Back Creek, ein kleiner Fluss der jetzt in der Trockenzeit eher einem kleinen Rinnsal ähnelt. Das Wasser stürtzt gleich hinter der Hütte in eine Schlucht etwa zehn Meter tiefe Schlucht – den lange gesuchten Killarney Glen Fall.

Das Wasser hat über die Zeit die Wände dieser Schlucht ausgewaschen. Von oben betrachtet sieht diese aus wie ein Herz – findet Ihr nicht auch?

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Dann schaute ich mich noch etwas um und folgte dem Wasser das durch die Schlucht floss, flußabwärts.

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Dabei stieß ich auf natürliche Pools – Wasserlöscher – die vom Fluss auf dem Weg talabwärts mit kristallklarem Wasser gefüllt werden.

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Dort neben dem Wasser auf den Felsen in der Morgensonne ließ es sich eine Weile aushalten. Ich muss zugeben das ich kurz eingenickt bin. Hier werde ich sicherlich im Sommer nochmal herkommen um im kühlen Wasser eine Runde zu baden.

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Zurück ging es dann auf dem steilen Fahrweg. Von oben hat man hier nochmal einen tollen Ausblick auf in das Tal das von allen Seiten mit Eukalyptusbäumen bewachsen ist. Freue mich ich diesen tollen Platz endlich gefunden habe also verratet es niemand weiter!

Wünsche Euch allen einen guten Start in die neue Woche.

Gute Nacht Koalas

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Heute ein paar Bilder und ein kurzes Video von unseren Koalas.
Am letzten Samstag hat es mich mal wieder in unseren Tierpark gleich um die Ecke gezogen. Da ich für das Currumbin Wildlife Sanctuary eine Jahreskarte habe kann ich dort immer mal kurz vorbeischaun wenn ich Lust und Laune habe. All diejenigen die mich hier in Australien schonmal besucht haben wird der Name ein Begriff sein denn bisher habe ich all meine Gäste dorthin mitgenommen.

Koalas gibt es nur hier in Australien und auch nur noch an der Ostküste und im Süden. Die gesamte Population wird auf 45.000–80.000 Tiere geschätzt.

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Sie hören und sehen nicht besonders gut aber dafür ist die Nase sehr empfindlich. Damit riechen sie dann die Eukalyptusarten die sie auch wirklich fressen und am wenigsten Toxine enthalten. Von den über 500 Eukalyptusarten fressen sie nämlich nur etwa 70.
Ein erwachsener Koala benötigt pro Tag rund 200 bis 400 Gramm Blätter. Bei der Nahrungsaufnahme sind Koalas gezwungenermaßen äußerst wählerisch, denn Eukalyptus enthält Giftstoffe, die der Koala zwar in gewissen Maßen tolerieren kann, aber zu hohe Konzentrationen sind auch für ihn giftig. Zuerst strecken sie einen Arm aus und pflücken mit großer Sorgfalt einige, ausgewählte Blätter, bevorzugt ältere, in denen die Giftstoffe nicht mehr so konzentriert vorliegen. Danach beschnuppern sie sie sorgfältig, bevor sie einen Bissen nehmen. Zuletzt werden sie zu einem Brei zerkaut und geschluckt. Koalas trinken äußerst selten. Sie decken ihren Wasserbedarf hauptsächlich durch die sehr wasserreichen Eukalyptus-Blätter.

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Noch schlafen sie alle …

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… doch als neuer Eukalyptus gebraucht wird wird Babykoala plötzlich munter

Koalas verbringen den größten Teil ihres Lebens auf Eukalyptusbäumen. Dort sind sie von ihren Feinden sicher. Ihre natürlichen Feinde sind Dingos, große Eulen, Adler, Warane, und Pythons. Außerdem können ihnen Trockenzeiten und vor allem Buschfeuer gefährlich werden. Die menschliche Besiedelung liefert zusätzliche Gefahrenquellen, wie Autos, streunende Hunde, ein gestiegenes Brandrisiko, Insektizide und Schwimmbecken.
Meistens klemmen sie sich zwischen Astgabeln und verschlafen den Tag – bis zu 22 Stunden am Tag! Koala sollte man sein …

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Fertig gegessen, einmal gegähnt und dann heißt es auch schon wieder Gute Nacht!

Hier ein kleines Koalavideo für Euch:

Home sweet home

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Seit Mittwoch Nachmittag bin ich wieder zurück in Down Under! Die Anreise war mal wieder lang aber entspannt.
Los ging es am Montag Nachmittag mit dem ICE von Stuttgart nach Frankfurt. Dort dann ruck zuck eingecheckt und um 20 Uhr hob ich dann mit der Air China in Richtung Shanghai ab. Der Flug dauerte 10 Stunden. Glücklicherweise war der Platz neben mir drei so das ich mich entspannt ausbreiten konnte.

In Shanghai hatte ich dann 6 Stunden Aufenthalt. Leider nicht genug Zeit um die Stadt zu erkunden. Dafür schaute ich mich auf dem Flughafen um ging Essen in einem chinesischen Restaurant. Nur gut das ich vorher schonmal mit Stäbchen Essen trainiert hatte.

Von Shanghai ging es dann nochmal 10 Stunden nach Sydney wo ich am frühen Mittwochmorgen ankam. Dort dann der übliche Stop am Zoll und der Einwanderungsbehörde bevor es dann mit dem Flughafenbus vom internationalen zum nationalen Flughafen ging.

Dort dann mal wieder mein Gepäck eingecheckt, kurz was gegessen und dann ging auch schon der einstündige Flug hoch an die Gold Coast. Dann nur noch zehn Minuten Taxifahrt und ich war wieder daheim in Currumbin.

Vom Jetlag keine Spur ging ich auch schon am nächsten Tag wieder arbeiten und es war mal wieder so als ob ich nie weg gewesen wäre.