Alle Jahre wieder …

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… kommt der Frühling und damit auch die trockenste Jahreszeit in Down Under. Wie jedes Jahr bedeutet das das ich nun wieder mehr Zeit mit meinen Feuerwehrkameraden verbringen werde.

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Letzten Montag zeigte das Thermometer 34 Grad. Im Hinterland hatte es sogar über 40 Grad.

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Die Buschfeuersaison 2014 hat für uns mit einigen kleineren bis mittleren Feuern begonnen und hält uns nun regelmässig aus Trab. Die Vorhersage für die nächsten drei Monate (November 2014 – Januar 2015) sagt weiterhin Trockenheit und wenig Niederschlag voraus. Es wird wohl eine späte Saison werden wenn nicht endlich bald Regen kommt.

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Manchmal gibts auch ne Pause 🙂

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Buschcamping

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Vor zwei Wochen nutze ich das lange Wochenende (Montag war Feiertag) um mal wieder die Gegend näher zu erkunden. Es ging mit dem Auto ins Hinterland – genauer gesagt süd-westlich ins Hinterland von Northern New South Wales.

Von der Küste ging es ins Inland. Vorbei an Beaudesert ging es auf dem Mount Lindsay Highway südlich über die Grenze von Queensland nach New South Wales. Hier ist es wie überall im Moment sehr trocken. Entlang des Highways kam ich an zahlreichen Farmen und Rinderweiden vorbei bevor sich der Highway (so nennt man hier eine gut ausgebaute Landstrasse) den Mount Lindsay zuerst hoch- und dann auf der anderen Seite wieder hinunterschlängelt. Es scheint so das dies wohl eine strategisch günste Strasse ist wenn sich sogar schwer beladene LKW’s den Berg hochquälen.

Das man Autos hier einfach an den Baum hängt wenn sie nicht mehr gebraucht werden war mir allerdings neu.

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Nach etwas zwei Stunden Autofahrt hörte die Strasse dann auf und ging in eine Schotterpiste über. Zwanzig Kilometer lang ging es dann in die Pampa, wieder vorbei an Farmen und teilweise auch durch Weiden mit Pferden und Kühen auf beiden Seiten.

Dann erreichte ich mein Ziel. Die Clarence River Wilderness Lodge liegt im Tal des Clarence Rivers und um dort hin zu kommen muss man nochmal sieben Kilometer durch das Grundstück fahren. Sport- oder Familienwagen können hier umdrehen denn der schmale Weg der entlang des Bergrücken hinunter ins Tal führt ist nur mit Geländewagen oder SUV’s zu befahren.

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Hier am A… der Welt führt ein ein älteres Ehepaar einen Campingplatz. Für die die es etwas kompfortabler haben möchten gibt es neben dem Campingplatz auch Buschhütten.

Mein Motto für dieses Wochenende war „Back to basic“ und so ging es am normalen Campingplatz vorbei flussaufwärts zum Buschcamping. Gecampt wurde direkt am Fluss mitten in der Natur. Kein Auto- Fluglärm oder sonstiger Krach war hier in diesem Tal zu hören. Weitab von jeglicher Zivilisation. Alles was man braucht sollte man mitbringen da es wie beschrieben ein ziemlich langer Weg zum nöchsten Supermarkt ist.

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Nachdem das Zelt aufgebaut und Feuerholz gesammelt wurde schaute ich mir die Umgebung an. Hier am Fluss soll es Schnabeltiere (=platypus) geben wurde mir gesagt. Zwar habe ich diese besonderen Tiere schonmal in freier Wildbahn gesehen trotzdem wollte ich hier unbedingt einen dieser sehr scheuen Brückentiere zu Gesicht und wenn möglch auch vor die Kamera bekommen.

Da Schnabeltiere bei Sonnenuntergang ihren unterirdischen Bau verlassen und zum Sonnenuntergang wieder zurückkommen musste ich mir den Wecker entsprechend früh stellen.
Kurz nach fünf Uhr am Morgen mit dem ersten Licht machte ich mich mit meiner Kamera auf die Suche entlang des Flusses.

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Zwar sah ich eine schöne Morgenstimmung mit Nebel über dem Fluss aber ein Schnabeltier ließ sich nicht blicken.
Nach zwei Stunden erfolgloser Sucher ging es zum Frühstück zum Zelt zurück. Anschließend machte ich mich auf zu einer Wanderung und fand dabei eine gute Stelle am Fluss an der ich einen Schnabeltierbau vermutete. Hier wollte ich am späten Nachmittag zurückkommen.

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So kam ich also am späten Nachmittag wieder an die gleiche Stellen zurück und legte mich auf die Lauer. Ich nahm Platz auf einem umgestürzten Baum von dem aus ich eine gute Sicht auf die gegenüberliegende Seite des Flusses hatte wo ich den Bau vermutete.

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Leider passierte die ersten eineinhalb Stunden nicht viel. Eine vorbeischwimmende Schlange war das Highlight. Das Licht wurde nun um kurz nach 18 Uhr immer schwächer und ein gutes Bild war nicht mehr zu bekommen. Gerade als ich meine Kamera zur Seite gelegt hatte und mit dem Fernglas nochmal einen letzten Blick auf die gegeüberliegende Seite werfen wollte tauchte plötzlich genau dort ein Schnabeltier auf und schwomm davon! Glück im Unglück aber dafür hatte ich die Gewissheit das ich einen Bau gefunden hatte und beschloss am frühen Morgen wieder zurück zu kommen.

Um halb sechs Uhr am Morgen war ich wieder zurück und nur kurzse Zeit später, pünktlich zum Sonnenaufgang, kam das Schnabeltier wieder zurückgeschwommen und verschwand im Bau. Dabei enstand dieses Bild:

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Deutlich zu erkennen ist der breite Schnabel und die Augen. Das Schnabeltier ist deshalb so besonders weil es eines der wenigen verbliebenen Brückentiere ist – ein eierlegendes Säugetier.

Aufgrund der Lichtbedingungen zwar nicht das beste Bild aber trotzdem ein Highlight ein so seltenes und scheues Tier in fast unberührter Natur gesehen zu haben.

Hier noch einige andere Zeitgenossen die mir vor die Linse gelaufen sind.

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