Oktoberfest in Brisbane

  
O’zapft is hieß es dieses Jahr auch wieder in Brisbane. Dort fand nämlich das größte Oktoberfest Australiens statt. War ja klar das ich mir das nicht entgehen lassen konnte.  

So ging es dann mit einigen Freunden am Samstagabend ins 80 Kilometer entfernte Brisbane. 

   
  

Mit 24 Dollar Eintritt kommt man in die deutsche Welt am anderen Ende der Erde. Dort gab es alles was man auf dem Münchner Oktoberfest oder Stuttgarter Wasen auch findet – Bier, Wurst, Brezeln, Fahrgeschäfte, Schießbuden und ein großes Festzelt. 

    

Die Australier verkleiden sich sehr gerne zu jedem Anlass und so sah man die meisten in Lederhosen und Dirndl auch wenn es keine echten waren. Einige sehr lustige waren auch dabei. 

 
Im Festzelt spielte dann eine deutsche Band und zum „Fliegerlied“, „Mit 66 Jahren“ und „ein Prosit“ kam man sich dann vor wie in der Heimat. 

  Ein lustiger Abend wars auf jeden Fall. 

Feisty die Möwe

  
Am Donnerstag Abend habe ich bei meinem Gang runter zu Strand eine Entdeckung gemacht. Normalerweise fliegen die Möwen ja beim Näherkommen davon aber eine junge Möwe – gut zu erkennen am schwarzen Schnabel und dunklen Federkleid – blieb sitzen und machte einen Eindruck als ob etwas nicht stimmt. 

Dann konnte ich sehen das sie wohl einen Angelhaken verschluckt haben musste denn Angelschnur schaute aus ihrem Schnabel. 

Glücklicherweise hatte sich die Angelschnur in angeschwemmtem Holz verfangen so das ich die Möwe ziemlich einfach fangen konnte. Einfach meinen Pulli über sie geworfen und unter den Arm geklemmt. Das fand die Möwe die zwar nicht ganz lustig und die Mutter wohl auch nicht wie ich ihrem Geschrei bemerken konnte. 

   

 

Aus ihrem Schnabel konnte ich das Ende des Angelhakens sehen der in ihrem Rachen steckte. Trotzdem hatte sie aber noch die Kraft meine Finger mit ihrem Schnabel zu malträtieren. Deshalb bekam sie auch ziemlich schnell den Namen „Feisty“ (=robust).

Nachdem das örtliche Wiltier Krankenhaus des Currumbin Wildlife Sanctuarys schon geschlossen hatte und ich an einen netten Herren verwiesen wurde der mir am Telefon mitteilte das ich die Möwe mit nach Hause nehmen kann und am nächsten Morgen dort abgeben sollte hatte ich somit einen Ünernachtungsgast. 

Feisty bekam einen großen Karton und hatte das Gästezimmer ganz für sich alleine. 
   
  

Am nächsten Morgen wurde sie dann ins Krankenhaus eigeliefert. Eine nette Dame nahm sie in Empfang. 

 

Sie wurde noch am gleichen Tag geröntgt, unter Narkose versetzt und der Haken rausoperiert. 

Nun bekommt sich noch einige Medikamente und wird noch einige Tage unter Beobachtung bleiben bevor sie dann nächste Woche wahrscheinlich wieder in die Freiheit entlassen werden kann.