Es brennt mal wieder


Eigentlich sollte es um diese Jahreszeit hier im im Südosten von Queensland regnen. Januar – März ist Regenzeit angesagt. Nicht aber so in diesem Jahr. An einen richtigen Regenguss der mehrere Tage ununterbrochen andauert hat es dieses Jahr noch nicht gegeben.

Dafür ist es sehr trocken und heiss was dazu führt das wir mit der Feuerwehr fast täglich unterwegs sind.

Ein besonderes Feuer beschäftigt uns nun schon seit über zwei Wochen. Das Feuer in Carbrook das in einem Sumpfgebiet mit vielen Teebaumöl-Baumen (Tea Tree oder auch Melaleuca genannt) ausbrach ist schwierig zu bekämpfen.


Normalerweise steht dieses Gebiet in der Regenzeit unter Wasser – nicht so in diesem Jahr. Man kann zwar die oberste Schicht des Bodens ablöschen, jedoch brennt es darunter immer noch weiter.

 
Daher wird mit verschiedensten Mitteln versucht das Feuer zu bekämpfen. Mittels kontrolliert gelegtem Gegenfeuer wird entlang von Wegen die als Barriere dienen, die Nahrung fuer das eigentliche Feuer verbrannt. Löschhubschrauber werfen von oben grosse Mengen Wasser ab und Bulldozer vergrößern die Barrieren so dass das Feuer nicht in unverbranntes Gelände überspringt.

Es gibt mehrere Schichten und beinahe alle freiwilligen Feuerwehren der Gold Coast sind abwechslungsweise im Einsatz genau wie die Berufsfeuerwehr.

Ich war auch an mehreren Tagen im Einsatz. Zwei Schichten habe ich dann auch in der Einsatzleitung verbracht. Hier an der Gold Coast haben wir einen Einsatzleit-LKW der als mobile Kommandozentrale dient. Dort drin befinden sind neben einer Klimaanlage (ganz wichtig) diverse Computer, Fax, Kopierer und Funkgeraäe. Der Einsatz kann von dort aus koordiniert werden. Ein benzinbetriebener Stromgenerator sorgt für Energie.


  
Besonders beeindruckend finde ich immer wieder die Löschhubschrauber die die Arbeit der Bodentruppen wesentlich erleichtern. Mit ihrem Korb (=Bambi-Bucket) oder Schnorchel (je nach Modell) der unter dem Hubschrauber befestigt ist koennen sie von fast überall Wasser aufnehmen und dieses dann zielgenau abwerfen.



  
In diesem Falle wurde das Wasser vom Golfklub auf der anderen Strassenseite abgesaugt. Das Feuer hat eine Größse von über 100 Hektar. Hoffen wir das es nicht noch größsser wird.

Der Carbrook Golfklub von dem das Wasser von den Hubschraubern aufgenommen wurde hat eine ganz besondere Attraktion. Er ist der einzige Golfklub der Erde der Bullenhaie in einem seiner Teiche hat. Als vor Jahren der nahegelegene Logan River über die Ufer trat spülte er einige Haie in den Teich die sich dort vermehrten. Seinen Golfball am Loch 14 aus dem Wasser zu holen ist also nicht ratsam.