Tag 2: Die letzten Vorbereitungen


Der Countdown läuft. Nachdem wir gestern die Räder zusammengebaut haben, haben wir diese heute morgen eingefahren. 7 Kilometer zum 1,9 Kilometer langen Busselton Steg wir morgen früh mit dem Schwimmstart den Tag beginnen werden und wieder zurück. 

Dann Frühstück und wieder zurück um die Startunterlagen abzuholen und die Räder in die Wechselzone einzuchecken. 


Nach getaner Arbeit haben wir dann noch bei der örtlichen Feuerwehr vorbeigeschaut. 


Nach ein paar Besorgungen und einem kleinen Mittagsschläfchen ging es dann zum Italiener um die letzten Kohlenhydrate zu bunkern. 


Heute Nacht geht’s früh ins Bett. Wir sind bereit …. drückt uns die Daumen. 

Kilometer: 45 KM

Angekommen auf der anderen Seite


Grüße aus Westaustralien. Gestern Abend um kurz vor Mitternacht sind wir nach fast sechs Stunden Flugzeit in Perth auf der Westseite des Kontinents gelanded. Gepäck haben wir reichlich dabei wenn man zu einem Triathlon fliegt. 

Vom Flughafen ging es dann ins 10 Minuten entfernte Ellards Bed & Breakfast. 

Nach ein paar Stunden erholsamem Schlaf holten wir dann unseren Camper ab. Kurze Einweisung und der Versuch einem möglichst viele Extras und Versicherungen anzudrehen und schon ging es los in Richtung Süden nach Busselton. 


Wenn man mal aus der Stadt raus ist ist das fahren hier recht eintönig. Links und rechts sieht man nicht wirklich viel außer flaches Land. Der Wind bläßt dazu recht ordentlich und rüttelt gut an unserem Camper. 

Auf halbem Weg liegt etwas abseits des Highways die kleine Ortschaft Yarloop die im Januar diesen Jahres durch ein Buschfeuer fast vollständig zerstört wurde. Auch rund herum sind die Ausmaße noch deutlich zu erkennen. 


Um nach Yarloop zu kommen braucht man eine Genehmigung. Wir haben es ohne geschafft (wie das bleibt unser Geheimnis). 

2 Menschen sind bei dem Feuer in Yarloop ums Leben gekommen. 181 Häuser sind zerstört was 80 Prozent des Dorfes sind. 

Die Zerstörung ist überall zu sehen. 



Eine Bewohnerin erzählte uns das die Feuerfront nur 5 Minuten gebraucht hat um fast das ganze Dorf aus zu radieren. 
Unverständlicher Weise gibt es Straßen in denen noch unversehrte Häuser neben denen stehen vom denen nur noch der Schornstein übrig geblieben ist. 

Der einzige Laden im Ort hat seit Montag wieder geöffnet. So aßen wir dort Fisch und Chips bevor es weiter in Richtung Busselton ging. 

Immer mal wieder regnete Es heftig für mehrere Minuten und dann kam die Sonne wieder raus. Pures Nordseewetter! Solange es am Sonntag nicht regenet ist alles gut. 

In Busselton dann erstmal ein paar Lebensmittel eingekauft und dann im Abbey Beach Resort eingcheckt.


Das Hotel liegt etwas außerhalb von Busselton. Auf dem Zimmer ging es dann auch gleich daran die beiden Räder wieder zusammen zu bauen was erstaunlicher Weise besser klappte als erwartet. 


Dann noch kurz raus zum Abendessen und dann ab in die Heia. 

Kilometer: 255 KM


Ironman Busselton

index

 

 

 

 

Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus. Nach 6 Monaten Training geht es am Donnerstag auf nach Perth in Westaustralien. Von dort sind es dann noch zwei Stunden Autofahrt nach Busselton.

Dort werde ich am nächsten Sonntag (1 Mai) meinen ersten Halb-Ironman-Triatlon bestreiten. Das bedeutet so viel wie 1,9 Kilometer schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und dann noch 21 Kilometer laufen.

Gemeinsam mit meiner Trainingspartnerin Ruth-Ellen werden wir diese Herausforderung angehen. Es wird spannend.

Anschließend werden wir mit dem Camper eine Woche lang den Süden von WA (= Western Australia) bereisen. Dort unten liegt auch die Margaret River Region die eine große Weinanbauregion ist.

Somit werde ich Euch hier wieder täglich auf dem Laufenden halten.

Lady Elliot Island


Jedes Jahr aufs Neue zieht es mich wieder zurück auf die Insel. Lady Elliot Island am südlichen Ende des Great Barrier Reefs ist einfach was ganz besonderes.

Wieder einmal hatten wir die Gelegenheit in fast unberührter Natur zu schnorcheln und die faszinierende Unterwasserwelt der Insel zu erkunden. Hier kann man schorcheln gehen wann immer man will und muss sich keiner Gruppe oder Veranstaltung anschließen. Die Insel wird als Eco-Resort betrieben. Das heißt das die Natur so wenig wie möglich beeinträchtigt wird. Strom wird von Solarzellen gewonnen und eine kleine Wasseraufbereitungsanlage sorgt für Frischwasser. Auch ist die Anzahl der Gäste auf etwas 130 reglemeniert. Hier gibt es keine Fähre oder Bootsanleger, wer auf die Insel will muss mit dem Flugzeug oder Hubschrauber kommen.


 Anfang Februar als wir auf der Insel waren war dort noch die Schlüpfzeit der Schildkröten in vollem Gange. Die Biologen vor Ort waren jedoch mit dieser Saison gar nicht zufrieden nur etwa 15 Nester konnten gezählt werden. Das was deutlich weniger als in den Jahren zuvor. Da weibliche Meeresschildkröten nur alle zehn Jahre zur Eiablage an Land kommen rechnen die Experten Daten zufolge mit einer sehr guten Saison Anfang 2017.


 Leider hatten wir diesmal nicht das Glück frisch geschlüpfte Schildkröten zu beobachten. Dafür konnten wir jedoch eine Schildkröte beobachten die Nachts zur Eiablage an Land kam und ein Nest aushob. Leider gibt es davon keine Bilder da es stockdunkel war und der Blitz der Fotos das Tier gestört hätte. Die Schildkröte kroch den Strand hoch und in die Dünen um einen sicheren Platz für ihr Nest zu finden. Leider stieß sie bei ihrem ersten Versuch ein passendes Nest mit ihren Hinterflossen zu graben auf Korallen im Sand so das sie abbrach und weiter obenerneut startete. Auch hier hatte sie keinen erfolg das ihr Baumwurzeln im Boden das weitere graben unmöglich machten. Nach dem vierten Versuch der kurz vor Mitternacht startete gingen wir ins Bett. Zu unserem Zimmer hatten wir es nicht weit, nur etwa 50 Meter trennte uns von der Schildkröte.

Am nächsten Morgen schauten wir nach und konnten sogar noch die Spuren erkennen wo sie unverrichteter Dinge wieder zurück ins Meer gekrochen ist. Jim, der Schildkrötenexperte der Insel war auch schon unterwegs und bestätigte das dieses Schildkröte keinen passenden Platz zur Eiablage gefunden hatte und somit in der nächsten Nacht wieder an Land kommen würde. Leider waren wir das schonwieder auf der Heimfahrt.


 Während unserer drei Tage verbrachten wir tagsüber so viel Zeit im Wasser wie möglich und konnten mal wieder viele Fische, Schildkröten, Haie und Rochen beobachten. Wie immer sind die Schildkröten der Insel das Highlight.

Eine ganz besondere ist uns wieder über den Weg geschwommen. Von den Mitarbeitern wird sie nur „Buddy“ genannt.


  
Wer Glück hat und Buddy begegnet der wird begrüßt indem sie ihren Panzer am Körper reibt und die Menschen damit freundlich aufmerksam macht das sie am Panzer gekrault werden möchte. So hatten wir wieder viel Spaß mit Buddy wie Ihr im Video sehen könnt.