Tag 10: Home sweet home


Camper nochmal vollgetankt und dann ohne Schäden wieder abgeliefert. Zurück zum Flughafen und unser ganzes Gepäck aufgegeben. Das war unser Montag Morgen in Perth.

Am Mittag ging es dann zurück auf die andere Seite des Kontinents wo wir am Abend nach 4,5 Stunden Flug gut ankamen. 

Ein toller Kurztrip in den Westen des Landes die mir wieder eine neue Seite des Landes aufgezeigt hat. Ich würde wieder hingehen. 

Nun aber heißt es wieder zurück in den Alltag zu finden, morgen früh gehts wieder zurück in die Mine. 

Tag 9: Zurück nach Perth


Wir verließen die Schaffarm bei grauem und kalten Herbstwetter. Kurze Stopps bei zwei Winzereien wo uns der Wein besonders gut geschmeckt hatte. Dort haben wir jeweil sechs Flaschen gekauft welche uns direkt nach Hause geschickt werden. 

Dann verließen wir das schöne Margaret River und fuhren Richtung Norden wo wir in Bunbury unsere Räder abholten und in unseren Camper einluden. 

Nächster Stop war Perth, die Hauptstadt von Westaustralien. Diese lag 200 KM entfernt. Da wir nicht die Zeit hatten die City ausgiebig zu erkunden hatte Ruth-Ellen einen Helikopter-Rundflug organisiert. 


Dann besuchten wir Ruth-Ellens Tante mit Familie die in den Bergen von Swan Valley wohnen und dort ein großes Haus haben. Abendessen gabs im Pub und dann verbrachten wir die Nacht in einem der vielen Schlafzimmer. 

Morgen früh geht’s wieder zurück. 

Kilometer: 340 KM

Tag 8: Alles zurück zum Anfang


Unser südlichstes Ziel Albany hatten wir ja gestern erreicht und waren von dort schon ein Stück zurück Richtung Westen gefahren. Es hat die ganze Nacht durchgeregnet. Macht uns ja nichts aus da wir alles im Camper haben außer einer Toilette. 

So gab es eben Frühstück im Camper bevor wir auf die lange Rückreise zurück ins Margaret River aufbrachen. 

Erster Stop auf unserer nass-kalten Fahrt war die Winerei „The Valley of the Giants Olives & Wine“ die von einem Schweizer betrieben wird. Kurze Oliven und Weinverkostung und dann ging es weiter zum Tree Top Walk, einem Rundweg auf einem Stahlsteg der die Besucher auf 40 Meter über dem Boden in die Baumwipfel bringt. Tolle Aussicht von dort oben.


Anschließend noch einiges auf dem 400 Meter langen Erlebnispfad über Flora und Fauna gelernt. 


Dann machten wir Kilometer und fuhren zurück durch den endlosen Wald der Giganten „Valley of the Gigants“. 


Mittagessen gab es in Northcliffe, einem kleinen verschlafenen Dorf. Dort schauten wir uns auch die Understory Outdoor Kunst Gallerie an bei der Künstler aus der ganzen Welt ihre Kunstwerke im Wald ausgestellen. 

Von dort aus ging es 180 KM zurück ins Margaret River wo wir die Nacht wieder auf unserer Schaffarm verbringen. 
Kilometer: 320 KM 

Tag 7: Küstenidylle


Den Wecker musste ich heute Morgen nicht mal stellen um vor Sonnenaufgang wach zu sein. Wollte die 300 Meter runter ans Meer gehen um von den Felsen zu angeln. Leider mit wieder mäßigem Erfolg da ich nicht die passende Ausrüstung dabei hatte. 


Dafür wurde ich mit einem tollen Sonnenaufgang belohnt. Nach dem Frühstück fuhren wir die restlichen 60 Kilometer nach Albany. Auf unserer Fahrt kamen wir durch mehrere kleine, verschlafene Dörfer wie Denmark. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. 
Albany ist eine Küstenstadt an der Südküste Australiens mit einer großen Bucht. Von hier aus starten im Jahr 1914 die Kriegsschiffe in den ersten Weltkrieg. Deshalb wurde hier vor zwei Jahren das Nationale ANZAC (=Australian und New Zealand Army Corps) Museum gebaut welches wir besuchten. 


Gutes Museum das mit interaktiven Stationen durch das ganze Museum eine persönliche Geschichte eines Soldaten erzählt. 

Kurzer Stop am Middton Beach und dann ging es in die City. Nach einem Tankstop holten wir uns Fisch und Chips welche wir dann am Frenchmans Bay aßen. 

Von dort waren wir nur einen Steinwurf entfernt von den Blowholes. Diese natürliche Felsformation an der Steilküste sorgt dafür das Wellen in eine Kammer krachen und das Wasser dann nach oben mit einem beängstigen Grollen durch eine kleine Öffnung ausgeblaßen wird. Etwa so wie ein Wal oder Delfin das Wasser aus seinem Blaßloch ausstößt. 


Dann schauten wir uns die nagelneue Aussichtsplattform am „the Gap“ an. Über eine Metallplattform kann man hier direkt über die Klippen laufen und unter einem die Wellen beobachten die gegen die Klippen krachen. 


Das wars für den heutigen Tag. Wir fuhren am später Nachmittag wieder zurück wo wir am Vortag schon übernachtet hatten. Kurzer Stop im verschlafenen Denmark und beim IGA die Vorräte an Käse aufzufüllen und dem lokalen Angelladen einen kurzen Besuch ab zu statten. Man hat das Gefühl das sich die Menschen hier unten immer gerne die Zeit für einen Schwatz nehmen. 

Leider fing kurz vor Parry Beach an zu regnen so das wir unser Buschbrot über dem Lagerfeuer wohl auf morgen verschieben müssen. Es regnete die ganze Nacht. 

Kilometer: 170 KM

Tag 6: Hoch hinaus


Nach einer ruhigen Nacht am Fluss ging die Reise weiter Richtung Pemberton. Von dort ging es Inland nach Mundjimup wo Ruth-Ellen ein Jahr Ihrer Kindheit verbracht hatte. Dort gibt es den Diamont Tree, einer der größten Karri-Bäume für die die Region bekannt ist. Dies ist einer vom drei Bäumen die man besteigen kann. Ganz oben ist eine Plattform angebraucht die bis in die 70er Jahre als Ausblick für Buschfeuer genutzt wurde. 


Der Aufstieg in den 52 Meter hohen Diamond Tree ist nichts für schwache Nerven. Es gibt nur Metallstangen die sich am Stamm entlang nach oben winden. 



Von oben hat man einen fantastischen Ausblick über das Blätterdach und sogar Internetempfang. Letzteres ist sehr schlecht in dieser Ecke des Landes. 



Dann machten wir Kilometer in fuhren unserem morgigen Tagesziel Albany entgegen. Die Fahrt führte uns durch ein rießiges Waldgebiet mit hohen Bäumen und kaum einem Auto. 

Übernachtet haben wir direkt am Parry Beach. Dort gibt es einen kleinen Busch-Campingplatz. 


Kilometer: 180 KM

Tag 5: Ab in den Süden


Nach einer weinseligen und sehr geruhsamen Nacht ging es heute weiter Richtung Süden. 

Ein kurzer Stop beim Olivenöl- und Schokoladetesten sowohl bei einer Winzerei für die wir Etiketten drucken und dann weiter. 

Erster Stop war der natürlich angelegte Irrgarten im Bonorop Wald. Nach ein paar Irrwegen fanden wir wieder heraus. 

Hamlin Bay ist ein schöner Strand mit türkisfarbenem Wasser. Hier kann man regelmäßig Stachelrochen sehen und auch füttern. Wir sahen leider keine. Meine Drohne habe ich mir im Gepäck und lasse sie steigen wo immer ich kann. Diese Gegend bietet so viele Möglichkeiten für die Drohne. 


Dann erkundeten wir die Jewel Cave, eine Höhle die 1959 entdeckt wurde. Unser Guide war sehr fachkundig und beantwortete geduldig all unsere Fragen. 


Nächster Stop war die Küstenstadt Augusta ganz unten am süd-westlichsten Punkt des australischen Festlandes. Kurzer Tankstop, die netten Damen in der örtlichen Touristeninformation besucht die immer die besten Tipps haben. Dann noch kurz im Angelladen Köder gekauft und weiter ging es runter zum Leuchtturm von Augusta der zugleich auch den süd-westlichsten Punkt des Kontinents darstellt. 


Es war schon später Nachmittag als wir zu unserem Nachtlager aufbrachen. Etwa 30 Kilometer im Inland direkt am Fluss liegt Aexandra Bridge, ein Buschcampingplatz. Der Ranger kommt hier jeden Nachmittag und kassiert 10 Dollar pro Person/Nacht. Dafür gibt es Toiletten, eine kalte Dusche und einen Platz direkt am ruhigen Blackwood River. Mit uns war noch eine Handvoll anderer Camper hier. Es war also sehr ruhig und entspannt. Hier konnte ich dann zum ersten Mal meine Angel auspacken. Leider mit sehr mäßigem Erfolg. 


Abendessen wurde dann am Lagerfeuer zubereitet. Es gab alles was noch im kleinen Kühlschrank zu finden war – Brot mit Schmelzkäse und darauf gebratene Zwiebeln, Pilze, Paprika und Tomaten. Dazu einen guten Wein aus dem Margaret River – einfach toll!

Morgen geht’s weiter in Richtung Pemberton. 

Kilometer: 110 KM

Tag 4: Wein, Bier, Käse & Schoki


Nach unserer ersten Nacht im Camper weit draußen auf der Schaffarm sind wir gut ausgeschlafen am frühen Morgen aufgewacht. 

Was früher mal ein Schuppen mit Wellblechdach gewesen sein muss, ist heute eine Gemeinschaftsküche, TV, Sitzbänke, Toiletten und Duschen. Alles gepflegt und gut in Schuss. 


Nach dem Frühstück wurden wir von unserem Guide Linda abgeholt. Mit einem Minibus und acht weiteren Gästen ging die Bushtucker Tour los.


Unser erster Stop war Stella Bella Wines wo wir die Produktpalette probieren und erklärt bekamen. 


Weiter zu Adinfern wo das gleiche abstand und unser Mittagesser serviert wurde. Neben Känguru, Krokodil, Buschtomaten und Brot gab es noch allerlei leckeres aus dem australischen Busch. 


Nächst Stop war Chruchview Wines. Anschließend ging es zur Käseverkostung und dann in die Schokoladenfabrik. 


Vorletzter Stop war dann Liquerverkostung bevor der Tag in der Cheeky Monkey Brauerei zu Ende ging. 


Kilometer: an selber fahren war heute nicht zu denken 🙂

Tag 3: Der Tag der Abrechnung


6 Monate Vorbereitung für diesen Tag – den 1. Mai 2016. Der Tag begann früh. Der Wecker klingelte kurz vor fünf Uhr Morgens. Kurzes Frühstück mit Nutellabrot, Banane und Tee und dann ging es runter zur Wechselzone wo wir am

Vortag ja schon unsere Räder eingecheckt hatten. 

Dort wird dann kurz vor dem Start alles neben dem eigenen Fahrrad bereit gelegt was beim Triathlon gebraucht wird – Radschuhe, Socken, Helm, Sonnenbrille, Laufschuhe und Schildmütze. 


Noch einmal die Reifen mit 120psi aufgepumpt und dann ging es auch schon in die Neoprenanzüge und vor ans Meer. Kurzes Einschwimmen – Mensch ist das Wasser kalt hier unten. Deutlich kälter als die warmen Gewässer rund um die Gold Coast. 

15 Minuten später hieß es dann für meine Altersklasse (30-34 Jahre, männlich) antreten zum Start. Bei solch einem großen Event werden nicht alle Teilnehmer gleichzeitig ins Rennen geschickt da dies sonst Chaos im Wasser wäre. 

Glücklicherweise war meine Altersklasse die letzte die ins Wasser ging so das ich in Ruhe schwimmen konnte. Startschuss und ab ins Wasser. Schon nach ein paar Metern war ich auf Betriebstemperatur und das Anfangs kalte Wasser stelle sich als angenehm heraus. 

Es ging 650 Meter am langen Steg von Busselton entlang Richtung offenes Meer bevor weitere 600 Meter parallel am Strand entlang und dann wieder 650 Meter zurück an den Strand ging. Es dauerte etwas bis ich in meinen Rhythmus fand doch dann ging es ganz ok. Da schwimmen nicht gerade zu meiner Paradedisziplin gehört war ich froh das nach 42:27 Minuten hinter mich gebracht zu haben. 

Es ging zurück in die Wechselzone. Raus aus dem Neoprenanzug und rein in die Radschuhe. Helm auf und los geht es auf zwei Runden a 45 Kilometer. Ich versuchte meinen Schnitt von 30 Km/h zu halten was mir auf der ersten Runde auch ganz gut gelang. Es ging raus aus Busselton und rein in ein Waldgebiet. Die zweite Runde musste ich etwas langsamer angehen da ich in Gedanken schon beim Halbmarathon war. Wollte meine Beine schonen. So kam ich dann nach 3:07:21 Stunden wieder zurück in die Wechselzone, stellte mein Rad ab und wechselte von den Rad- in die Laufschuhe. Drei Runden a 7 Kilometer waren zu bewältigen bevor es in den Finisherkanal ging. 

Viele Triathleten mögen die letzte Disziplin, das Laufen, nicht besonders so das ich von Anfang an viele Plätze gut machen konnte. An einem nach dem Andern lief ich vorbei und fand meinen Rhytmus auf dem ersten Kilometer. Die Kilometer verflogen und es lief gut. In der letzten Runde lief ich dann auf Ruth-Ellen auf die mit ihrer Altersklasse 15 Minuten früher gestartet war. Gemeinsam liefen wir einen Kilometer zusammen bevor ich dann zum Endspurt auf die letzten 4 Kilometer ansetzte. Die Ziellinie war in Sichtweite wenn der Stadionsprecher meinen Namen ankündigte und so ging es in vollem Tempo nach 1:45:15 Stunde und einer Gesamtzeit von 5:41:22 Stunden über die Zielline – GESCHAFFT!!!!

Geschafft war ich auch. Kurzer Stop im Verpflegungszelt mit Wasser, Isodrink und Banane und dann ging es gleich zu einer kurzen Massage. 


Was ein Tag und was für ein Erlebnis! Die sechs Monate harte Arbeit haben sich ausbezahlt. 

Kilometer: 1,9 KM Schwimmen / 90 KM Rad / 21,1 KM Lauf / 20 Auto