Sandburg bauen EXTREM

Seit zwei Wochen arbeitet das dänische Pumpschiff „Balder R“ an der Küste der Gold Coast. Das 111 Meter lange Schiff ist hier für 16 Wochen um gegen die Stranderosion zu kämpfen. Durch Unwetter und hohen Wellengang wird ständig Sand von den Stränden abgetragen. Und da die Strände der Gold Coast ein wichtige Touristenmagnete sind hat die Gemeinde etwas über 13 Millionen Dollar für dieses Projekt investiert. 

Das Schiff arbeitet rund um die Uhr. Beeindruckend ist der Strahl aus Wasser und Sand der vom Bug aus in Richtung Strand zurückgepumt wird. 

Am ersten Wochenende gab es aber gleich mal ein Problem und erst nachdem ein Techniker aus Dänemark eingeflogen wurde ging die „Balder R“ wieder in Betrieb. 

Über den Wolken

Letzte Woche hatte ich die Möglichkeit an einer sechstägigen Ausbildung zum „Air Observer‘ (=Luftbeobachter) teil zu nehmen. 

Acht Teilnehmer aus ganz Queensland kamen zum Stützpunkt nach Archerfield, südlich von Brisbane. 

Dort bekamen wir während der ersten drei Tage in der Theorie vermittelt welche Aufgaben ein Air Observer hat. Als Air Observer kann man zu Feuern und anderen Einsätzen wie Überschwemmungen oder Personensuchen gerufen werden. Die Aufgabe ist Information aus der Luft an den Boden weiterzuleiten. Dazu gehört auch das kartografieren der Einsatzstelle. 


Nach der Theorie standen dann einige Praxisübungen im Hangar auf der Liste bevor wir am Donnerstag zum ersten Mal in die Lüfte gingen. 


Vor jedem Flug steht die Vorbereitung an. Man muss einen Flugplan erstellen, seine Ausrüstung kontrollieren und den Piloten einweisen. 


Erst dann gehts los. Mittels allerlei digitaler Technik wir dann zum Einsatzort navigiert. 


Für unsere Prüfungssflüge bekamen wir jeweils die Koordinaten und mussten dann einen Flugplan ausarbeiten und den Piloten exakt zu diesen Punkten navigieren. 

Dort angekommen mussten wir dann entsprechende Aufgaben erledigen wie z. B.  Fotos machen oder eine Karte erstellen. 


Bei meinem letzten Prüfungsflug am Samstag musste ich zuerst zu einem Neubaugebiet (siehe oberes Bild) navigieren und davon dann eine Karte erstellen.  Das wird heute alles digital auf dem IPad gemacht. 

Dann wurden wir umgeleitet um ein Zeichen auf dem Boden zu suchen. An den gegebenen Koordinaten angekommen hatte ich Glück und konnte das auf einer blauen Plane ausgelegte „F“ vor der Feuerwache in Brinham gleich entdecken (siehe unteres Foto). 


Die Abschlussprüfung der acht Teilnehmer dauerte den ganzen Samstag. Mit drei Flugzeugen und verschiedenen Flugrouten war den ganzen Tag über ein reger Betrieb. 

Am Abend dann bekamen wir unsere Schwinge als Air Observer von unseren Ausbildern überreicht.