Über den Wolken

Letzte Woche hatte ich die Möglichkeit an einer sechstägigen Ausbildung zum „Air Observer‘ (=Luftbeobachter) teil zu nehmen. 

Acht Teilnehmer aus ganz Queensland kamen zum Stützpunkt nach Archerfield, südlich von Brisbane. 

Dort bekamen wir während der ersten drei Tage in der Theorie vermittelt welche Aufgaben ein Air Observer hat. Als Air Observer kann man zu Feuern und anderen Einsätzen wie Überschwemmungen oder Personensuchen gerufen werden. Die Aufgabe ist Information aus der Luft an den Boden weiterzuleiten. Dazu gehört auch das kartografieren der Einsatzstelle. 


Nach der Theorie standen dann einige Praxisübungen im Hangar auf der Liste bevor wir am Donnerstag zum ersten Mal in die Lüfte gingen. 


Vor jedem Flug steht die Vorbereitung an. Man muss einen Flugplan erstellen, seine Ausrüstung kontrollieren und den Piloten einweisen. 


Erst dann gehts los. Mittels allerlei digitaler Technik wir dann zum Einsatzort navigiert. 


Für unsere Prüfungssflüge bekamen wir jeweils die Koordinaten und mussten dann einen Flugplan ausarbeiten und den Piloten exakt zu diesen Punkten navigieren. 

Dort angekommen mussten wir dann entsprechende Aufgaben erledigen wie z. B.  Fotos machen oder eine Karte erstellen. 


Bei meinem letzten Prüfungsflug am Samstag musste ich zuerst zu einem Neubaugebiet (siehe oberes Bild) navigieren und davon dann eine Karte erstellen.  Das wird heute alles digital auf dem IPad gemacht. 

Dann wurden wir umgeleitet um ein Zeichen auf dem Boden zu suchen. An den gegebenen Koordinaten angekommen hatte ich Glück und konnte das auf einer blauen Plane ausgelegte „F“ vor der Feuerwache in Brinham gleich entdecken (siehe unteres Foto). 


Die Abschlussprüfung der acht Teilnehmer dauerte den ganzen Samstag. Mit drei Flugzeugen und verschiedenen Flugrouten war den ganzen Tag über ein reger Betrieb. 

Am Abend dann bekamen wir unsere Schwinge als Air Observer von unseren Ausbildern überreicht. 

Lagerfeuer

Am ersten Maiwochenende waren wir endlich mal wieder campen. Etwa eine Stunde Autofahrt südwestlich von Currumbin liegt das kleine Hippidorf Uki. Von dort aus gehts dann nochmal 10 Minuten ins Landesinnere und genau dort wo der Telefonempfang aufhört schlugen wir zusammen mit einigen Freunden und Bekannten unsere Zelte auf. 

Natürlich darf beim Buschcamping ein Lagerfeuer nicht fehlen. Viel interessanter finde ich es aber was man mit dem Feuer alles machen kann. 

Kochen mit Kohlen und Feuer hat im australischen Camping eine lange Tradition. Schon die ersten Buschranger die das Land erkundeten nutzten das Feuer um damit ihre Nahrung zu zubereiten. Ganz zu schweigen von den Ureinwohnern, den Aborigines die das Feuer zuerst zur Jagd verwendeten und anschließend darin die erlegte Beute zubereiteten. 

Mit den sogenannten ‚campoven‘, den gusseisernen Töpfen wir besonders häufig gekocht. 


Und das ist auch gar nicht so schwer. Zutaten in den Topf, Topf auf Heiße Kohlen stellen und den Deckel ebenfalls mit heißen Kohlen bedecken und dann heißt es warten. 

So haben wir währen den drei Tagen zahlreiche Gerichte ausprobiert. Dabei haben wir viel von den älteren Zeitgenossen gelernt die teilweise schon seit jahrzehntelange Erfahrung mit dem heißen Eisen haben. 

Ich hatte meinen Lieblingsgericht zubereitet – den Damper (australisches Buschbrot) das mit Stockbrot zu vergleichen ist. 

Mehl, Eier, Salz und etwas Bier (für die Hefe) und dann schön kneten, Teig ausrollen und mit den Lieblingszutaten belegen. 

Als Nachtisch vom Frühstück hatte ich einen Damper mit Nutella, Bananen und Lamington (australische Süßigkeit mit Kokos) im Campoven. 

Der kam sehr gut an. 

Nachfolgend sind nur ein paar der zahlreichen Gerichte zu sehen die an diesem Wochenende ‚gezaubert‘ wurden. 

 

Fritzle das Echidna

Eine nette Begegnung hatten wir auf unserem Weg zum Cradle Mountain in Tasmanien. Aus dem Augenwinkel entdeckte ich am vorbei fahren zwei Menschen am Straßenrand die von irgendetwas kleinem stacheligen Fotos machten. Das konnte nur ein Echidna sein dachte ich und fuhr sofort in die nächste Haltebucht am Straßenrand. 

Ein Echidna ist ein australischer Ameisenigel. Die Ameisenigel, auch als Schnabeligel oder Echidna bezeichnet, sind eine Familie eierlegender Säugetiere. Sie bilden mit dem Schnabeltier die Ordnung der Kloakentiere (Monotremata), sie sind mit diesen die einzigen verbliebenen Säugetiere, die ihre Nachkommen nicht lebend gebären. Faszinierend. 

Mit ihren Stacheln auf dem Rücken ähneln sie unseren heimischen Igeln mit denen sie aber nicht näher verwandt sind. Ähnlich dem Schnabeltier haben die meisten männlichen Ameisenigel am Knöchel der Hinterbeine einen Stachel. Während noch alle neugeborenen Tiere diesen Stachel haben, verlieren ihn die meisten Weibchen, aber auch einige Männchen, im Zuge ihrer Entwicklung. Im Gegensatz zu den Schnabeltieren enthält dieser Stachel jedoch kein Gift. Während der Paarungszeit sondern die Stachel der Männchen ein Sekret ab, dessen Funktion noch nicht bekannt ist.

Die Mundöffnung ist sehr klein, gerade groß genug, um die bis zu 18 Zentimeter lange klebrige Zunge herausstrecken zu können. Ameisenigel haben keine Zähne; stattdessen verfügen sie über Hornplatten am hinteren Teil der Zunge und am Gaumen, mit denen die Nahrung zerkleinert wird. 


Eine Gemeinsamkeit mit dem Schnabeltier ist ein spezielles Wahrnehmungssystem in der Schnauze. Feinfühlige Elektrorezeptoren reagieren auf die schwachen Signale, welche die Muskelbewegungen ihrer Beutetiere erzeugen, und dienen dazu, die Beute zu lokalisieren und zu fangen. Ameisenigel haben keine Ohrmuscheln, die Augen sind klein und sitzen relativ weit vorne am Kopf.

Von der Familie wurde es liebevoll Fritzle getauft. Fritzle störte unsere Anwesenheit keineswegs. Er ging unverdrossen seiner Lieblingsbeschäftigung nach, das graben nach Ameisen. So störte es ihn nicht das wir einige Zeit mit ihm verbrachten um. Bilder und Videos zu machen. Auch für mich war ein mein erstes Echidna in freier Bildbahn. 

Zusätzlich zu meiner Kamera hatte ich auch die GoPro in der Nähe von Fritzle aufgestellt. Dabei sind ein paar ganz nette Aufnahmen entstanden in denen man ganz gut erkennen kann wie Echidnas nach Ameisen graben. 

Frohe Ostern

Frohe Ostern & Happy Easter aus Down Under. Hoffe der Osterhase hat Euch gefunden. 

Wir haben am gestrigen Ostersonntag unseren ‚Hausberg‘ bestiegen. Mount Cougal besteht aus zwei Gipfeln, dem Ost- und dem Westgipfel. Der Weg zum Gipfel beginnt am Ende einer Sackgasse mitten im Busch. Nicht viele kennen diesen Weg, deshalb sieht man nur selten andere Wanderer. Von dort aus geht es entlang des Grenzzauns, ein alter Stacheldrahtzaun der langsam von der Natur zurückerobert wird. Der Zaun markiert die Grenze von Queensland in Norden und New South Wales im Süden. Der erste Kilometer ist sehr stark überwuchert mit Gras und Farn. Dann führt ein schmaler Pfad durch ein Bambusfeld bevor sich die Landschaft wieder ändert und man einen tollen Fernblick ins Currumbin Valley bis vor zum Wasser hat. 


Es geht stetig bergauf und nach etwa vier Kilometern hat man den Felsen erreicht. Ein kurzes Kletterstück und man hat den östlichen Gipfel erreicht. Toller Ausblick von dort oben nach Süden ins Tweed Valley in dem auch das RTL Dschungelcamp produziert wird. Das ganze mit Mount Warning im Hintergrund. 


Nach einer kurzen Mittagspause machten wir uns wieder auf den Rückweg. Nach etwa vier Stunden erreichten wir unser Auto. 

Goodbye & Auf Wiedersehen

Heute morgen hieß es Auf Wiedersehen zu sagen. Wie schnell doch die fast vier Wochen in Australien vergangen sind. 

Um 14:30 Uhr australische Ortszeit startete der Flieger von Brisbane der Birgit, Manfred und Martin zuerst nach Singapur bringen wird. Von dort aus geht es dann nach einem kurzen Zwischenstop weiter nach Frankfurt. 

Wir hoffen Euch hat unsere Berichterstattung gefallen. Dennoch haben die Drei einiges neues zu erzählen wenn sie wieder daheim angekommen sind. 

Wochenende

Nachdem das Wochenende schonmal gut angefangen hat besuchten wir am Samstag Morgen Ruth-Ellen’s Kirche. Dort

Trafen wir dann auch Bernd, Karen und Jerry wieder. Wer einmal wissen will wie der Gottesdienst in Australien abgehalten wird der fragt Birgit und Manfred wenn sie wieder zurückkommen. 

Bernd, Ruth-Ellen mit Birgit und Manfred


Nach einem Spaziergang am Palm Beach ging es zum Abendessen in selbigen Stadtteil  um neu eröffneten Collective. Dort gibt es eine bunte Auswahl an Speisen und Getränken aus verschiedenen Ländern. So bestand die Vorspeise aus japanischen Frühlingsrollen, Edamane und amerikanisch frittierten Jalapeños während zur Hauptspeise gute italienische Pizza und moderne australischer Küche serviert wurde. Ein interessantes Konzept das hier sehr gut ankommt. 


Am Sonntag machten Birgit und Manfred dann noch einmal einen langen Strandspaziergang. Martin und ich zog es in Timezone, eine Spielhalle mit allen möglichen Arkadenspielen. Das war ein Spaß. 

Bevor es zum Abendessen ging besuchten wir noch die wilden Kängurus im Currumbin Valley. 


Am Abschluss ging es wie beim letzten Mal ins Fishhouse nach Burleigh Heads. Dort gibt es den besten Fisch an der Gold Coast mit Blick aufs Meer. Es für ein toller Abschluss. 


Traditionell leißen wir den Tag mit Karten spielen ausklingen. Dabei schauten wir uns noch das Fußballspiel VFB gegen den KSC an. 

Was die letzten Tage so passierte

Am Mittwoch besuchten Martin, Manfred und Birgit unseren örtlichen Wildlife Park, das Currumbin Wildlife Sanctuary

Natürlich gab es dort ein Wiedersehen mit den freundlichen und äußerst entspannten Kängurus, Koalas, dem tasmanischen Teufel und vielen mehr. 


Am Freitag Abend besuchten wir unsere Freunde Karen und Jerry zum Lagerfeuer. Gekocht wurde im sogenannten ‚Camp oven‘ (= Camp Ofen). Im gusseisernen Topf wurde Hühnchen und Kartoffelgratin direkt in den Kohlen des Lagerfeuers gekocht. Es schmeckte köstlich. Die Zimtschnecken zum Nachtisch wurden natürlich auch im selbigen gekocht. 


Mit dabei war Bernd mit seiner Familie. Bernd kommt aus Öhringen bei Heilbronn und lebt schon seit 50 Jahren in Australien. Er freute sich sehr endlich mal wieder schwäbisch reden zu können. 

Australian Outback Spectacular (4/4/17)

Am Dienstag Abend stand ein weiteres Highlight auf dem Programm – der Besuch der Australian Outback Spectacular Show.  

Vor drei Jahren hatten wir diese Show schon einmal gemeinsam besucht. Dieses Mal mit neuem Programm. Am Eingang bekommt jeder Besucher zuerst einmal einen Strohhut um sich an das Outback-Thema gleich richtig gut ein zu fügen. 

Nach einer kleinen Stärkung an der Bar ging es für uns vor der Show hinter die Kulissen. Dort bekamen wir von einem der Reiter alles gezeigt und erklärt. Bis zu 80 Pferde leben auf dem Anwesen und wuch werden für die Show gebraucht. 


Um 20 Uhr begann dann die Show bei der man gleichzeitig ein Drei-Gänge Menü serviert bekommt. 


Ein echtes australisches Menü mit Kürbissuppe, Steack mit Gemüse und Kartoffelbrei und zum Nachtisch Apfelkuchen mit Schlagsahne. 

Die Hauptdarsteller der Show sind natürlich die Pferde mit ihren Reiterinnen und Reitern perfekt zusammenarbeiten. Die Show dieses Jahr handelte über das ‚Lighthorse‘, das Pferd mit dem die australische Armee in den ersten Weltkrieg zog. 

Eine tolle zweistündige Show mit viel Geschichte und Action die uns allen sehr gut gefallen hat. 

Teatime (2/4/17)

Sonntag Morgen, die Sonne lachte. Nach dem Frühstück auf unserer Terrasse machten wir in Maleny, einem kleinen und netten Städtchen im Hinterland Halt. Dort gab es viele kleine Geschäfte. Die Welt scheint hier noch in Ordnung zu sein. 



Kurzer Halt um den Ausblick und die Glashouse Mountains zu bewundern. 


Dann ging es Richtung Heimat. Zurück an der Gold Coast ging es zum High Tea mit Ruth-Ellen’s Eltern Peter und Wendy. 

Für mich geht es morgen wieder in die Arbeit während sich der Rest der Familie noch an der Gold Coast erholen kann. 

Tagesleistung: 220 Kilometer