Action-Wochenende im Busch ***JETZT mit Video***

Bin zurück von einem echt tollen und actionreichen Wochenende im australischen Busch. Am Freitag Nachmittag wurden wir – 16 Leute von unserer Sprachschule abgeholt. Mit dem Bus ging es dreieinhalb Stunden in den Süden zum Lake Conjula. Es war bereits dunkel als etwas außerhalb von Conjula im Sinclair´s Country Retreat ankamen. Dort wurden bereits von der ganzen Familie samt Hund begrüßt. Die Familie Sinclair betreibt Hostels in Sydney und in den Bergen. Zusätzlich bieten sie hier auf ihrem Land und Wohnsitz ebenfalls Unterkünfte an. Und so ganz nebenbei halten sie auch noch Rinder. Dementsprechen groß ist das Anwesen das ein großes Gästehaus mit angrenzenden Appartements, das Haus der Familie und genügend Außlauf für die Rinder bietet.

Nach der Begrüßung durch den Hausherrn und Chef des Unternehmens ließen wir den angebrochenen Abend in geselliger Runde mit ein paar Bierchen ausklingen.

Am nächsten Morgen ging es gleich um kurz nach sechs los. Wollte den Sonnenaufgang sehen und stand deshalb zusammen mit meinem Zimmergenossen Sandro vor allen anderen auf. Vor dem Haus begegnete uns dann auch schon Lindsay, der Chef des Hauses der uns auf einen Weg in den angrenzenden Busch zeigte. Mit den Worten: “ Ich gebe Euch meinen Hund mit, der kennt den Weg, vielleicht seht ihr ja ein paar Tier“, liefen wir, mittlerweile zu viert denn zwei Mädels waren auch schon wach, los. Über einen kleinen, verwachsenen Weg ging es wie in eine Art Dschungel. Die Vögel begannen zu zwitschern und die Sonne brach so langsam durch die Blätter, ein schöner Morgen. Boss, der Arbeits- und Haushund, ein australian Shepard, zeigt uns den Weg bis zum Tal. Dort versprerrte und uns ein kleiner Bach den weiteren Weg und wir machen uns wieder auf den Heimweg. Gesehen haben wir leider nichts, dafür einen flüchtenden Wombat gehört.

Im Haus angekommen konnten wir dann auch gleich frühstücken, denn seine Frau hatte alles bereits hergerichtet. Dann drückte Lindsay auch schon aufs Tempo denn wir hatten viel vor. Mit drei Autos ging es dann los. Das erste Auto wurde vom Chef selbst gefahren, das zweite von meinem Zimmergenossen Sandro aus der Schweiz und das dritte von Emma aus Australien, die in unserer Sprachschule an der Rezeption arbeitet. Es ging gleich ab in den Busch, den Conjula Nationalpark. Die Straße war zu Beginn noch recht ordentlich. Das änderte sich dann aber schnell und viele Schlaglöcher säumten unseren Weg. Nachdem mir Lindsay am Vorabend ganz stolz ein selbstgedrehtes Video von einem Känguru mit drei Ohren auf deinem iPhone gezeigt hatte gab er mir den Tipp, gleich ins erste Auto einzusteigen und auf dem Beifahrerersitz Platz zu nehmen. Gesagt, getan – war der Beste Platz an diesem Wochenende!

An unserem ersten Stopp hatten wir einen gigantischen Ausblick über den Nationalpark bis zum Lake Conjula. Weiter ging es in den Busch zu einem Canjon, eine Art tiefe Schlucht. Hier waren all diejenigen im Vorteil die vorab die Ausschreibung zu diesem Wochenende ganz druchgelesen und verstanden hatten – Bitte festes Schuhwerk mitbringen!!! Das brauchten wir jetzt zum ersten Mal. Anfangs war der Canyon noch gut zu begehen. Er wurde zunehmend schmaler und steiler. Man musste über Felsen klettern, sich an einem Seil abseilen, durch matschige Abschnitte laufen und auf einem schmalen Steg balancieren. In Deutschland würde das aus Sicherheitsgründen niemand anbieten! War aber ein toller Erlebnis und die ganze Gruppe hat überlebt 🙂

Weiter ging es im Busch zu einem Aussichtspunkt von wo man einen gigantischen Blick auf die Baumkronen hatte. Lediglich ein Felsen versprerrte die perfekte Panoramasicht. Und das wir heute eh schon einiges riskiert hatten kletterten wir auf diesen Felsen. Auf dem Weg dorthin mussten wir von Stein zu Stein springen und und zwischen den Felsen hochhangeln. Auch dieser Weg waere in Deutschland unmoeglich! Der Blick vom Felsen war gigantisch – keinerlei Zivilisation! Soweit das Auge blickt nur Natur pur.

Nachdem wir unsere nassen, mit Matsch verschmutzen Schuhe ausgezogen hatten ging es gleich an Lunch in unserer Unterkunft. Kurz in wassertaugliche Klamotten geschlüpft und weiter ging das Erlebnis. Wieder in den Busch zurück zu einem Fluß. Dort standen wir dann auf einem Felsen der etwa 6 Meter hoch am Fluss lag. Die Kinder der Familie durften auch mitkommen und diese waren auch die ersten die mit Anlauf ins Wasser sprangen. Ihnen folgte dann die ganze Gruppe. Wir schwommen dann den Fluß schätzungsweise 800 Meter entlang bis dieser ins Meer endete.

An der Mündung konnten wir vom Wasser aus einen Campingplatz erkennen. Auf den Weisen tummelten sich hier zum späten Nachmittag dutzende wilde Kängurus, die das Grad des Campingplatzes „mähten“. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und so lief ich zum Auto um meine kleine gopro-Kamera zu holen. Ich suchten mir einen Weg zum Campingplatz und auf einmal stand ich mitten auf einer Wiese mit 17 Kängurus die dort friedlich grasten. Habe viele tolle Bilder und Videos gemacht, denn man konnte sehr nahe an die Tiere herankommen und einige davon berühren. Als die Gruppe mitbekam was ich gesehen hatte war natürlich klar was als nächstes auf dem Programm stand – Kangaroo-Fotoshooting.

Danach ging es zurück auf die Farm wo der Lindsay am Abend ein tolles Barbecue ausrichtete. Natürlich gab was außer Hühnchen und Rind auch Kängurufleisch. Mir schmeckte es. Kängurufleisch ist sehr gesund das es so gut wie kein Fett enthält. Man sollte nur frisch essen. Um 22 Uhr gings dann nochmal mit einem Jeep raus zum Nightspotting auf Kängurus und Wombats. Die Tiere machten sich in dieser Nacht rar, dafür war die Fahrt interessant – wir befuhren nämlich den selben Weg den wir morgens bereits mit dem Hund gelaufen waren. Dachte nicht das man da selbst mit einem Jeep runter und vor allen auch wieder hoch kommt. Total feritg von einem ereignisreichen und anstrengenden Tag fielen alle in einen tiefen tiefen Schlaf.

Sonntagmorgen, Frühstück und dann nix wie ab in die Autos. Lindsay hatte uns am Vorabend so viele tolle Aktivitäten vorgeschlagen die war natürlich auch alle machen wollten. Zuerst ging es wieder in den Busch zu einem gigantischen Wasserfall. Direkt neben dem Wasserfall gab eine Plattform, von wo aus man einen tollen Blick auf den Wasserfall hatte. Nach kurzer Zeit auf der Plattform sagte unser Guide: „Hier machen die Touristen ihre Bilder, wir suchen uns einen Weg zum Wasserfall!“. Gesagt, getan! Kurz übers Geländer gestiegen und wir fanden einen kleinen Trampelpfad zum Wasserfall. Lindsay ging immer vorweg und checkte den Weg da es in diesem Gebiet wohl sehr viele Schlangen gibt. Am Wasserfall angekommen hatten wir einen wunderschönen Blick über den Busch und den Wasserfall.

Als nächstes zeigte er uns zwei fast menschenleere Strände bevor wir an einem Strandabschnitt kamen an dem es Stachelrochen zu sehen gab. Bereits vom Auto konnten wir grosse, dunkle Schatten im Wasser erkennen. Hier konnte ich meine unterwassertaugliche gopro-Kamera voll ausnutzen. Ich stieg ins Wasser und filmte die Stachelrochen aus nächster Nähe. Auch berühren konnte man die großen Exemplare die etwa 1,5 Meter Durchmesser hatten – sehr interessante Tiere.

Weiter ging es ins Gebiet Jervis Bay. Dieses Gebiet ist berühmt, da es den weißesten Sand der Welt hat. An einem kleinen Strandabschnitt konnten wir uns davon überzeugen – er war wirklich fast schneeweiss!

Dann ging es wieder zurück zur Unterkunft. Schnelles Lunch und dann holte uns der Bus auch schon wieder ab und brachte uns am späten Nachmittag wieder zurück nach Sydney.

Ein unglaublich abenteuerliches und actionreiches Wochenende das niemand von uns so schnell vergessen wird. Es ist schon toll wenn man abseits der Touristenattraktionen die wahren Plätze von Einheimischen gezeigt bekommt.

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