Australia Zoo

Wer kennt ihn nicht – Steve Irwin der Crocodile Hunter. Über 500 Millionen Menschen in 142 Ländern verfolgten seine Abenteuer im Fernsehen. Dabei sahen sie wie sich Steve Irwin jedesmal in Lebensgefahr begab wenn er versuchte die Begeisterung für die gefährlichsten und giftigsten Tiere dieser Welt zu wecken.
Dramatisch war dann auch sein Tod im Jahr 2006 als er bei Dreharbeiten am Great Barrier Reef den Stachel eines Stachelrochens direkt ins Herz gestochen bekam und kurze Zeit später verstarb. Ein Staatsbegräbnis lehnte die Familie ab da sich Steve Irwin immer als ganz normalen Typ bezeichnet hatte. Stattdessen wurde er an einem geheimen Platz im Australia Zoo begraben.

Am letzten Samstag mache ich mich auf den Weg genau dorthin gemacht. Der Zoo liegt nördlich von Brisbane im kleinen Ort Beerwah, gut eine Stunde Autofahrt für mich. So ging es früh raus um pünktlich zur Öffnung des Zoos um neun Uhr dort zu sein. Gegründet wurde dieser 1970 als kleiner Reptilienpark von seinen Eltern. 1991 übernahm Steve mit seiner Frau Terri den Zoo welcher darauf hin stetig wuchs.

Großzügig und artgerecht angelegte Gehege zeichnen diesen Zoo aus. Auch einige wichtige Arterhaltungsprogramme wie z.B. die der Tiger betreibt der Australia Zoo. So fließen die gesamten Einnahmen in das Conservation-Programm das Steve Irwin ins Leben gerufen hat. Und bei einem Eintrittspreis von $59 pro Erwachsener kommt da schon einiges zusammen. Wenn man diesen Zoo besucht hat muss man allerdings sagen das dieser Preis absolut gerechtfertigt ist.

Die Lieblinge der Familie Irwin sind eindeutig die gefährlichsten Tiere Australiens – Salzwasserkrokodile! Das ist unschwer zu erkennen wenn man das Crocoseum betritt in dem 5.000 Menschen Platz finden. Hier gibt es täglich eine Show bei der man einige einheimische Tiere hautnah erleben kann. So fliegen einem Papageien und Kakadus um die Ohren, ungiftige Schlangen und Echsen werden gezeigt. Das Highlight der Show sind jedoch die Krokodile. Beeindruckend zu sehen warum diese Tiere in ihrem Element so gefährlich sind.



Neben der einheimischen Tierwelt gabe es dann in Afrika auch noch Griaffe, Zebra und Nashorn und in Indien zehn Tiger zu bewundern. Diese Tiger sind Teil eines internationalen Zuchtprogrammes das zur Arterhaltung dieser stark bedrohten Tierart beitragen soll. Die Besonderheit an diesen Tigern ist, dass sie von klein auf an ihre Pfleger gewoehnt wurden. Somit gibt es einmal am Tag eine Show bei der die Tiere zusammen mit ihren Pflegern agieren. Sowas sieht man selten.


Nachdem ich dann fast den ganzen Tag im Zoo verbracht hatte besuchte ich noch das gegenueber liegende Wildlife Hospital in dem die Zoo- und auch Wildtiere aus der Umgebung versorgt und behandelt werden. Das ganze Gebäude ist sehr besucherfreundlich gestaltet und man kann sogar durch grosse Glassscheiben in den Operationssaal schauen.
Hier erholen sich jährlich über 70 Koalas die entweder von einem Auto anfahren oder einem Hund gebissen wurden oder an einer Krankheit leiden. Man kann deutlich sehen wie Steve Irwin’s Gedanke hier weitergetragen wird.




So ging für mich ein grosser Wunsch in Erfüllung, das Lebenswerk von Steve Irwin gesehen zu haben das nun von seiner Frau Terri und seinen Kindern Bindi und Robert weitergeführt werden.

Alle Bilder gibts hier!

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