Der Berg ruft (24/3/17)


Heute morgen war ausschlafen angesagt. Zum Frühstück kochte uns Manfred in der rustikalen Küche seine berühmten Spiegeleier die ab sofort im englischen nur noch als ‚Mirror eggs‘ bekannt sind. 


Dann fuhren wir zum Cradle Mountain, einem der Highlights Tasmaniens. Der Weg dorthin führte uns über kleine Sträßchen durch die tolle und abwechslungsreiche Landschaft. Die Sonne schien als wir kurz vor dem Berg am Straßenrand ein Echidna, den australischen Ameisenigel, entdeckten der munter mit seiner spitzen Nase im Boden wühlte und sich durch nichts aus der Ruhe bringen ließ. 


Am Cradle Mountain angekommen parkten wir unser Auto auf dem großen Parkplatz. Nachdem wir unseren Pass für den Nationalpark gekauft hatten brachte uns ein Shuttlebus in den Nationalpark. Bei Ronnies Creek stiegen wir aus und machten uns auf den sieben Kilometer langen Wanderweg. Zuerst entdeckten wir dabei ein Wombat das friedlich das Gras direkt neben den Wandersteg fraß und sich geduldig fotografieren ließ. Wombat und Echidna an einem Tag in freier Wildbahn – spitze! Doch es sollte noch besser werden. 


Etwas später entdeckten wir noch ein Wombat der selig am Wegesrand schlief und sich geduldig streicheln ließ. Die fast quadratischen Hinterlassenschaften der Wombats waren hier oben am Cradle Mountain überall zu sehen. 


Der Weg führte uns hoch zum Crater Lake, einem schönen Bergsee an dem wir erst einmal Rast machten. 




Dann bestiegen Ruth-Ellen, Martin und ich die Felswand zum Marions Lookout, einem Aussichtspunkt von dem man einen tollen Ausblick auf die zahlreichen Bergseen hatte. 


Eine wirklich tolle Landschaft hier und es gibt so viel zu sehen. Selbst zwei der giftigen Bewohner konnten wir entdecken. 

Imsgesamt kamen wir an drei verschiedenen Bergseen vorbei bevor wir unser Ziel, den berühmten Dove Lake erreichten. 


Von dort aus fuhren wir dann mit dem Shuttlebus wieder zurück zum Auto. Cradle Mountain hat uns allen sehr gut gefallen und ist wirklich zu empfehlen. Hier beginnt auch der Overland Track, eine fümftägige Wanderung die durch die tasmanische Wildnis führt und zu einem der schönsten Wandertouren schlechthin gehört. Wir wissen nun warum. 

Als wir gegen halb sechs Uhr am Abend wieder an unserer Buschhütte ankamen gingen die wir zuerst runter zum Fluss um vielleicht noch ein Schnabeltier zu sehen. Len, der Besitzer traf uns dort und sagte uns das das Schnabeltier vor 15 Minuten da war. Pech gehabt – vielleicht beim nächsten Mal. 

Zu Hause hatte Martin schon eine köstliche Pizza für alle gemacht. 

Nach dem Abendessen kam Len dann nochmal vorbei und legte wieder Fleisch vor unsere Veranda. So saßen wir dann alle auf dem Sofa und beobachteten was vor unserer Haustüre passierte. Im Schein des Verandalichts dauerte es nicht lange und ein tasmanischer Teufel erschien. Erst scheu schnappte er sich ein Fleischstück und verschwand wieder im Dunkeln. Aber es dauerte nicht lange bis er wieder erschien. Die nächsten zwei Mal bleib er länger und fraß gierig das Fleisch. Ein tolles Erlebnis einen wilden tasmanischen Teufel in freier Wildbahn gesehen zu haben da heute fast 90 Prozent der Population gestorben ist. 

Tagesleistung: 7 Kilometer (zu Fuß), 135 Kilometer (Auto)

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