Dextro Energy Triathlon Sydney

So ein Triathlon ist schon was Tolles! Zum Mitmachen oder nur zum zuschauen – macht einfach Spaß! Und wenn es für die deutschen Athleten auf der anderen Seite der Erde auch noch so gut läuft freut man sich gleich doppelt. Aber der Reihe nach.

Die Triathlon-Weltmeisterschaftsserie startet jedes Jahr hier in Sydney. Außer Sydney macht die Triathlongemeinde in San Diego, Yokohama, Auckland, Madrid, Stockholm, Kitzbühl und Hamburg Halt.

Der Samstag begann früh für mich. Halb sechs aufstehen und dann mit dem Bus in die City, besser gesagt zum Opernhaus. Dort begann um 7:36 Uhr der Schwimmstart der Frauenelite. Unter den 69 Frauen waren auch fünf Deutsche dabei, die noch um ein Olympiaticket kämpfen müssen.

Der Startschuss fiel pünktlich und ab ging es auf die zwei Schwimmrunden. Um diese frühe Uhrzeit waren noch wenige Zuschauer unterwegs. Man hatte Zeit und Platz um sich den besten Platz auszusuchen.

Nach etwas über 20 Minuten kam eine kleine Japanerin als erste aus dem Wasser und in die Wechselzone. Neopren aus, Radhelm an, Rad geschnappt und ab ging es auf die 40 Kilometer lange Radstrecke die in acht Runden zu absolvieren war. Kurz nach ihr folgte das Hauptfeld in dem sich auf die deutschen Frauen befanden.

Auch hier konnte man entspannt entlang der Radstrecke den besten Platz zum zuschauen oder wie in meinem Fall zum fotografieren aussuchen. Die Temperaturen stiegen allmählich. Dann stand der zweite Wechsel an. Runter vom Rad, Rad abstellen, Helm in die Box legen und Laufschuhe anziehen. Sollte der Helm oder ein anderer Ausrüstungsgegenstand neben der Box landen gibt es eine 10 sekündige Strafzeit.

Dann ging es auf die zehn Kilometer lange Laufstrecke die in vier Runden zu absolvieren war.
Das Trio mit einer Australierin, einer Engländerin und einer Neuseeländerin setzt sich gleich zu Beginn ab und konnten den Sieg unter sich ausmachen. Glückliche Siegerin war dann die Australierin Erin Densham die nach einer Gesamtzeit von 2:01:29 als erste die Ziellinie überquerte. Schnellste Deutsche war Anne Haug auf Platz sieben. Die anderen deutschen Mädels landeten auf den Plätzen 20, 26, 40 und 44.

Dann stand der Wettkampf der Männerelite an. Um 10:26 Uhr ging es auf die gleiche Strecke wie die Damen. Von den deutschen Männern gingen Steffen Justus, Maik Petzold, Christian Prochnow, Jonathan Zipf, Gregor Buchholz und Sebastian Rank. Olympiasieger Jan Frodeno ersparte sich verletzungsbedingt den Weg nach Down Under. Von den Deutschen haben bislang nur Fordeno und Justus das Olympiaticket sicher.

Noch vor dem Schwimmstart konnte ich den deutschen Jungs viel Glück wünschen, da alle Athleten in einer Reihe standen und vom Sprecher einzeln aufgerufen werden.
Startschuss und ab ins Wasser! Das Feld kam ziemlich geschlossen nach etwa 18 Minuten aus dem Wasser.

Doch nach den ersten Kilometern gelang es zwei Fahrern, sich von dem Hauptfeld abzusetzen. Der Russe

Ivan Vasiliev und der Neuseeländer James Elvery arbeiteten gut zusammen und fuhren einen Abstand von über 40 Sekunden heraus. Aussiestar und Ironmanlegende Chris McCormack versuchte das Tempo in der Verfolgergruppe anzuziehen um die Außreisser einzufagen, was ihm nicht gelang. So wechselten die Beiden alleine vom Rad auf die Laufstrecke. Doch innerhalb kürzester Zeit hatte der Neuseeländer sein Pulver verschossen und er musste Vasiliev alleine ziehen lassen. Der Russe wiederum brach nach zwei Kilometern ebenfalls ein und machte den Weg frei für das Verfolgertrio in dem sich auch Steffen Justus befand. Die drei Verfolger stellten den Russen und konnten nun den Sieg unter sich ausmachen.

Zu meiner Freude zog Justus bei Kilometer sechs das Tempo nochmals an. Die anderen Beiden konnten ihm nicht mehr folgen und so beschenkte sich Justus einen Tag vor seinem 30ten Geburtstag selbst mit dem grüßten Erfolg seiner bisherigen Karriere.

Mit einer Gesamtzeit von 01:51:04 überquerte Justus als Erster die Ziellinie. Sehr bemerkenswert das man nach 1,5 KM Schwimmen und 40 KM Radfahren noch eine 30:50 min. laufen kann. Aber das ist eben die Weltelite und Justus hat mit diesem Sieg seine Form für London 2012 bestätigt. Hoffen wir das die Deutschen Triathleten auch bei Olympia so erfolgreich sind. Dort warten dann jedoch andere Kaliber wie die Brownlee-Büder aus England und Javier Gomez aus Spanien auf die Jungs aus Germany.

Die Siegerehrung war auch ganz nett. Hatte einen guten Platz gefunden von dem aus ich schön auf das Podest und die Fotografen hinunterschauen konnte. Dabei das Bild am Anfang des Berichts entstanden (iPhone App „Instagram“). Die anderen Athleten aus der deutschen Mannschaft kamen ebenso zur Siegerehrung um sich mit ihrem Teamkameraden zu freuen. Und da die Jungs dann neben mir standen nutze ich die Gelegenheit um mich mit ihnen ein wenig mit ihnen über das Rennen und Olympia zu unterhalten. Dabei ist auch dieses Bild entstanden. Sehr nette und symathische Jungs – Daumen drücken das wir so viele wie möglich bei Olympia dabei haben.

Ergebnisslisten Männer

Hier die Videozusammenfassung des Männer-Wettkampfes:
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=b_fpVzIGDuE[/youtube]