Feuer, Rauch & Hamburger

20130819-212525.jpg

Letzten Samstag stand ein größeres geplantes Buschfeuer auf dem Programm. Die sogenannten Hazard Reduction Burns (=Gefahren Reduzierungs Feuer) werden zu Beginn der Buschbrandsaison durchgeführt um die Gefahr von Buschbränden in gefährdeten Bereichen zu minimieren.

So hatten wir die offizielle Erlaubnis um auf dem Anwesen unseres Feuerwehrkameraden Rohan zu zündeln. Rohan lebt wie so viele in Buschland auf 8 acre. Das entspricht über 32.000 Quadratmeter! Ein großer Teil seines Anwesen ist dicht bewachsenes Buschland mit steilen Hängen.

20130819-214033.jpg

Mit insgesamt acht geländegängigen Einsatzfahrzeugen ging es nach einer Begehung in den Busch. Begonnen wurde zuerst am oberen Ende des Anwesens um das kontrollierte Feuer von oben nach unten zu schicken da ein Buschfeuer langsamer von oben nach unten brennt.

20130823-224211.jpg
20130822-204522.jpg

Um ein Feuer in Gang zu bringen benutzen wir eine sogenannte Drip Torch. Dies ist eine Art Gießkanne in der sich ein Gemisch aus Diesel und Bleifrei befindet. Am Ende befindet sich ein brennender Docht an dem das Diesel-Benzin-Gemisch vorbeigeführt wird. Wenn man diese Drip Torch kippt tropft man brennende Benzintropfen auf den Boden der das Gras dann entzündet.
Da Bilder mehr als tausend Worte sagen – schaut Euch einfach die nächsten Bilder an.

20130822-205745.jpg

20130822-205829.jpg

20130822-210058.jpg

20130822-210126.jpg

20130822-210444.jpg

20130822-210508.jpg

Bis zur Mittagspause hatten wir den äußeren Bereich des Anwesens erfolgreich und kontrolliert abgebrannt. Zum Mittagessen gab es die berühmten Hamburger von Rohans Frau Linda die schon seit früh am Morgen in der Küche stand um uns mit allerlei Köstlichkeiten zu versorgen.

Anschließend ging es an den größten Part des Tages. In der Mitte des Anwesens war ein etwa halbes Fußballfeld großes Gebiet mit dicht bewachsenem Buschland abzubrennen. So schickten wir wieder das Feuer vom oberen Ende hintunter in die Talsenke. Zum Glück war ich unten im Tal als das Feuer so richtig Fahrt aufnahm und die Jungs am oberen Ende kräftig verrauchte. Die Rauchsäule war über viele Kilometer sichtbar. Um die angrenzenden Gebäude und Wassertanks zu schützen wurden sie mit Wasser abgekühlt – Safety first!
De meisten Bilder sind mit meiner kleinen GoPro-Kamera entstandem die ich an meine Brust montiert und somit eine interessante Perspektive bekommen habe.

20130822-210531.jpg

Nachdem der Busch ausgebrannt war ging es an die eigentlich Arbeit. Bei sogenannten „Mopping Up“ werden noch brennende Baumstämme abgelöscht und wenn notwenig auch geöffnet. Grundsätzlich wird minderstens ein fünf Meter breiter Streifen um das erloschene Feuer besonders genau kontrolliert und abgelöscht um sicher zu gehen das ein Wiederaufflammen und ein Übergreifen angrenzende Bereiche ausgeschlossen ist.

20130822-210611.jpg

20130822-210635.jpg

20130822-211419.jpg

Um 16 Uhr war unser Tageswerk vollbracht und wir konnten unseren Nachmittagstee auf der Veranda genießen. Allerdings nicht lange da wir wenige Minuten später zu einem gemeldeten Buschfeuer alarmiert wurden. Vor Ort stellte sich jedoch heraus das der Besitzer lediglich Grünschnitt verbrannt hatte und der aufsteigende Rauch die anderes Anwohner verängstigt hatte.

Ein sehr interessanter aber auch anstrengender Tag an dem ich viel über das Verhalten eines Buschfeuers und das Arbeiten im Busch gelernt habe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.