Rip Curl Surf Camp

In der Vorwoche konnten wir die Profisurfer in Manly beim Australian Open of Surfing bewundern. Nun wollte ich das selbst mal ausprobieren. Dazu habe ich mich zusammen mit drei anderen aus meiner Schule zum Rip Curl Surf Weekend angemeldet.

Am Freitag Abend ging es dann mit dem Bus von der Innenstadt in Richtung Gerroa. Gerroa liegt zwei Autostunden südlich von Sydney direkt am 7 Miles Beach. Der Strand ist tatsächlich 7 Meilen lang was umgerechnet etwas mehr als 11 Kilmometern entspricht! Nach der Ankunft im Surfcamp wurde wir erstmal vom Campmanager begrüßt und auf unsere Zimmer verteilt. Das Camp liegt in Mitten eins Campingplatzes das hauptsächlich von den Asutraliern als Wochenenddomizil genutzt wird. Die Unterkünfte bestehen aus Holzhütten mit mehreren Zimmern. Pro Zimmer schlafen dann sechs Personen. Eine Unterscheidung zwischen Frauen und Männern gibt es im Camp nicht und wird bunt zusammengewürfelt. In meinem Zimmer waren zum Beispiel zwei Männer aus Brasilien, ein Australier und zwei schweizer Mädels. Und da man sich dort nur zum schlafen aufhält ist das überhaupt kein Problem. Auch die sanitären Anlagen (4 Duschen und 5 Toiletten) für etwa 70 Teilnehmer werden geteilt 🙂

Am Samstag Morgen hieß es dann um halb sieben Aufstehen, Zähne putzen und frühstücken, denn um 8 Uhr wurden bereits die Wetsuits (=Neoprenanzüge) angezogen und eine halbe Stunde später begann die erste Stunde. Aufgeteilt in zwei Gruppen die an unterschiedlichen Stellen des Strandes surften gab es dann erstmal eine Vorstellungsrunde bevor wir die ersten Techniken und Tricks beigebracht bekamen. Nach einer Stunde waren wir bereits im Wasser und versuchten unser Glück. Dabei sind immer mindestens drei Trainer im Wasser die einem helfen und Tipps geben. Alle Trainer sind ausgebildete Surflehrer und zudem auch Rettungsschwimmer.

Es sieht halt eben leichter aus als es tatsächlich ist. Zuerst muss man sich an das große Board gewöhnen das in meinem Fall etwa 2,5 Meter lang war. Je größer das Board ist, desto mehr Stabilität hat man und kann leichter aufstehen. Ein paar mal gelang mir das sogar bevor es nach 2 Stunden zum Lunch wieder zurück ins Camp ging.

Am Nachmittag stand dann die zweite Einheit auf dem Programm – üben üben üben! Vor allem das richtige Timing zu finden um aufzustehen ist nicht ganz einfach und so landet man oft im Wasser da man die Welle verpasst hat. Leider waren die Wellen am Nachmittag nicht so gut und zahlreich wie am Vormittag. Nichts desto trotz wurde 2 Stunden fleißig geübt. Das Wetter war traumhalt mit viel Sonnenschein.

Am Abend gabs dann ein australisches Barbecue mit Pasta, Salt, Würstchen und Fleisch. Ich muss wohl ziemlich hungrig ausgesehen haben, denn der Grillmeister legte mir zusätzlich zur Hänchenbrust gleich nochmal DREI Würste dazu mit den Worten: „Eat when you can, you can die tomorrow!“ (=Ess solange Du kannst, du kannst morgen sterben!). Brav aß ich meine Teller leer 🙂 Anschließend gings noch in den nahe gelegenen Pub wo wir den Abend ausklingen ließen.

Was ich an diesem Wochenende gelernt habe: Ein guter Surfer steht sehr früh auf, meist noch in der Dunkelheit, denn am Morgen findet man die besten Wellen! Demnach gings am Sonntag wieder im kurz nach sechs Uhr raus. Der Regen am Morgen ließ zum Glück nach dem Frühstück nach und so starteten wir zu unserer dritten Einheit an den nördlichen Teil des Strandes. Nach ein paar Regeln, die man als Surfer zu beachten hat (Wind, Wellen, Tiede) gings dann wieder an üben. Mein Surflehrer gab mir an diesem Morgen ein deutlich kürzeres Brett als am Vortag. Vielleicht wollte er schauen ob ich auch damit klar komme. Nach etlichen Versuchen war klar, dass das nicht mein Brett war und ich stieg auf eine längere Variante um. Nach dem Wechsel klappte es wunderbar. Ich fand das richtige Timing um aufzustehen und so konnte ich einige Wellen an diesem bewölkten Morgen „reiten“.

Am Nachmittag gabs dann noch eine Theoriestunde im Camp bevor es dann mit dem Bus wieder zurück nach Sydney ging – tolles Wochenende! Nun heißt es an einem der zahlreichen Strände Sydneys üben üben üben…!

Hier ein toller Videozusammenschnitt vom Wochenende! Wer mich nicht erkennt, ich bin bei Minute 3:05 und 3:18 zu sehen 🙂

[youtube]http://youtu.be/om0wCJ7SzC4[/youtube]

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