Sydney brennt

20131022-130939.jpg

Sicherlich ist die Nachricht von den verheerenden Buschbränden rund um Sydney auch schon in Deutschland angekommen. Seit letzten Mittwoch brennen im Bundesstaat New South Wales etwa 100 Buschfeuer von denen einige immer noch außer Kontrolle sind. Und dabei hat die Buschbrandsaison gerade erst angefangen.

Besonders stark hat es die Blue Mountains im Westen von Sydney getroffen. Mehrere hundert Häußer sind schon Opfer der Flammen geworden und ein älterer Mann erlitt beim Versuch sein Haus zu retten einen Herzinfarkt und verstarb. Man spricht hier von den schlimmsten Waldbränden seit 50 Jahren. Seit gestern herrscht in New South Wales der Notstand.

Etwa 2.000 Einsatzkräfte sind momentan im Einsatz und versuchen die Brände in den Griff zu bekommen. Die Arbeiten werden jedoch sicherlich noch Wochen andauern. Tausende Menschen wurden in den letzten Tagen evakuiert und über Sydney hängt seit Mittwoch ein dicker Rauch der den Himmer orange färbt.

Auch aus Queensland und den anderen Staaten werden nun nach und nach Einsatzkräfte abgezogen um zu unterstützen und die erschöpften Kräfte vor Ort abzulösen.

Auch wir sind momentan regelmäßig im Einsatz. Am letzten Dienstag wurden wir um kurz vor sechs Uhr Morgens zu einem Buschfeuer in unseren Bergen alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung zu erkennen und so wurde sofort in zweiter Alarm ausgelößt und weitere Feuerwehren alarmiert.

Es stellte sich heraus das ein gestohlenes Auto vermutlich bereits schon in der Nacht zuvor mitten im Busch in Brand gesetzt wurde damit den Waldbrand ausgelößt hatte.

20131022-114408.jpg

Ein Bulldozer aus dem benachbarten Steinbruch kam uns sehr zur Hilfe indem er uns Zugang zum Feuer verschaffte das in den steilem Gelände brannte.

20131022-114712.jpg

Mit fünf Feuerwehren und etwa zehn geländegängigen Einsatzfahrzeugen schafften wir es das Feuer bis zur Mittagszeit in den Griff zu bekommen bevor es sich in ein weiteres Tal ausbreiten konnte.

20131022-114851.jpg

Doch damit beginnt dann die eigentliche Arbeit erst richtig. Beim sogenannten „mopping-up“ oder „blacking out“ werden die äußeren Ränder des Feuers genauestens abgelöscht und sichergestellt wird das kein Wiederaufflammen in diesem Bereich mehr möglich ist. Und das dauert seine Zeit. Insgesamt galt es etwa 6 Hektar „aufzuräumen“.

20131021-232859.jpg

20131021-233038.jpg

Nach 14 Stunden im Busch war mein Tag dann um kurz nach zehn Uhr Abends vorbei und die Nachtschicht übernahm. Am nächsten Tag kontrollierte dann eine weitere Schicht die Einsatzstelle. Auch am Samstag brannte es an einigen Stellen noch von denen jedoch keine Gefahr ausging.

20131024-122833.jpg

Eine sehr interessante Erfahrung für mich da dies mein erstes richtiges Buschfeuer war auch wenn es die Einsatzleitung als kleines bis mittleres Buschfeuer einstufte.

20131024-123621.jpg
Viele Grüße aus Down Under

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.