Tag 11: Milford Sound – Waipapa Point

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Regen ist auch nur Wasser

Gestern Abend Regen, heute Nacht Regen, heute Morgen Regen! Egal denn ich bin nun im schönsten Teil der Insel, Milford Sound das nach Aussage meines Reiseführers bei jedem Wetter schön sein soll.

Also ging es dann die letzten Kilometer bis zur Straßensperre um so bald wie möglich vor den Touribussen unterwegs zu sein. Vor der Sperre warteten schon einige Autos und Camper und ich nutzte die Zeit für einen Abstecher zu einer nahe gelegenen Hängebrücke deren Überquerung über den prall gefüllten und reißenden Gebirgsbach heute umso spannender war.

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Um 11 Uhr wurde dann endlich die Straße geöffnet und es ging den Berg hinauf. Durch den Homer-Tunnel und auf der anderen Seite wieder bergab hinunter nach Milford Sound. Von dort legen die Schiffe ab die Tagestouristen durch die Fjordlandschaft schippern. Das waren mir eindeutig zu viele Touristen und so trat ich die Rückreise an. Umsonst war der Weg definitiv. Auf dem Rückweg machte ich dann noch ein paar kurze Fotostops.

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An einem dieser Spots besuchte mich ein Kea, die einzige Papageienart die im alpinen Gelände lebt. Er war wohl zuversichtlich das er von mir etwas zu fressen bekommt und setzte sich gleich erwartungsvoll auf mein Autodach.

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Zurück ging es wieder wie gestern nach Te Anau. Von dort führte die Straße 150 im Landesinneren zu meinem Etappenziel Invercargill. Auf dem Weg änderte sich die Landschaft deutlich. Es wurde flacher und flacher und viele Rinderweiden säumten die Straße. Gegen 18 Uhr traf ich Invercargill ein. Eine größere Stadt aber nix los. Also nichts wie raus aus der Stadt und auf die Küsteroute runter in den Süden zu den „Catlins“. „the Catlins“ ist ein Küstenabschnitt ganz unten im Süden und soll landschaftlich sehr toll sein. Außerdem soll es hier die seltenen Hectors Delfine, Pinguine und drei Arten von Seelöwen geben. Die Vorfreude war also dementsprechend groß. Es regnete übrigens immer noch aber manchmal machte der Wettergott für ein paar Minuten die Schleusen dicht.
Erster Stop war Waipapa Point. Vier Kilometer Schotterstraße von der Hauptstraße entfernt war der Leuchtturm von 1884. Dieser wurde drei Jahre nach dem schlimmsten maritimen Unglück errichtet da an dieser Stelle 1881 die SS Tatarua sank und 131 Menschen ertranken. Hier sollen auch Seelöwen leben die ich jedoch nicht vorfand.
Der Ort gefiel mir und da es mittlerweile schon 19:30 Uhr war entschied ich hier zu bleiben.
So parkte ich meinen Camper auf dem Parkplatz wo mit mir auch noch zwei andere Camper die gleich Idee hatten. Zwischen den Dünen mit Blick auf den Leuchtturm – einfach genial! Und während ich diesen Bericht schrieb konnte ich von meinem Bett aus den Sonnenuntergang beobachten.

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Das war übrigens das einzige Mal seit zwei Tagen an dem ich die Sonne zu Gesicht bekommen habe.
Morgen früh möchte ich früh raus und nachschauen in die Seelöwen zurück sind und dann freue ich mich auf einen tollen Tag in den Catlins – egal bei welchem Wetter. 🙂

Tagesleistung: 384 Kilometer

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