Tag 33: Mackay – Mount Marlow

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::: Hoch hinaus :::

Heute ging es ins Hinterland von Mackay in den Eungella National Park, einer der schönsten und größten in der Region.

Zuerst fuhren wir zum Forrest Flying, einer Seilbahn über den Baumwipfeln des Regenwaldes. Inmitten von Palmen, Farnen und anderen großen Bäumen in denen hunderte Flughunde hingen, erwartete uns Dave und seine Frau. Die beiden Engländer leben seit über zwanzig Jahren in Australien und haben ihr Haus mit großem Anwesen inmitten des Regenwaldes errichtet. Wir hatten mal wieder Glück und waren die einzigen Gäste – VIP-Behandlung dank Nebensaison! Auf dem Weg zur Seilbahn zeigte und erklärte Dave uns die verschiedenen Pflanzen- und Baumarten die hier alle so wachsen und teilweise auch essbar sind. Dann hieß es einklinken, abspringen und ab die Post. Auf über 25 Metern ging es am Stahlseil 350 Meter lang über die Baumwipfel des Regenwaldes – ein tolles Erlebnis! Nur die Flughunde links und rechts der Seilbahn schauten etwas verwundert als da plötzlich ein paar Menschen angeflogen kamen.

Anschließend ging es tiefer in den National Park. Über eine kleine aber gut ausgebaute Serpentinenstraße fuhren wir durch den Nebel hoch zum Broken River um ein ganz besonderes Tier zu sehen – das Schnabeltier! Was wir in Tasmanien nur von Weitem vermutet aber leider nicht von Nahem zu Gesicht bekommen hatten lebt auch hier im Fluss. Nach einem kurzen Fußmarsch kamen wir zu einer Plattform am Fluss und siehe da ein Schnabeltier schwamm vor uns ganz entspannt im Fluss.

Nach einigen Sekunden an der Oberfläche tauchte es wieder ab um nach etwa einer Minute wieder an die Oberfläche zu schwimmen. So konnten wir es mehrfach beobachten. Insgesamt sichteten wir drei Exemplare.

Schnabeltiere ist eines der letzten Brückentiere die es auf unserer Welt noch gibt und das einzige Säugetier das Eier legt und einen Schnabel hat. Es kommt nur noch in Australien und auf Tasmanien vor. Die beste Zeit um eines der scheuen Tiere zu beobachten ist kurz nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang. Aber auch einem bewölkten Tag wie heute einer war hat man gute Chancen auf eine Sichtung. Auch schlechteres Wetter hat machmal
seine Vorteile. 🙂

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Diese Bild ist vom Display meiner Spiegelreflexkamera abfotografiert.

Drollige Tierchen die ausgewachsen etwa 50 Zentimeter lang sind.

Dann ging die Reise weiter Richtung Airlie Beach von wo aus die Segelboote zu den Whitsunday Islands ablegen. Da es schon spät war suchten wir uns einen Parkplatz kurz vor Airlie Beach. Nach längerer Suche stellten wir unseren Camper dann am Rande eines Zuckerrohrfeldes zwischen Mount Marlow und Sugarloaf ab.

Unser Campervan, den wie liebevoll Mopsi getauft hatten wurde heute mal wieder schwer gefordert. Auf unserem Weg zum Forrest Flying mussten wir unter anderem auch eine vom Fluß überflutete Straße überqueren.

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Für unseren Mopsi war das ein Kinderspiel ist er doch schon einiges gewohnt. In Australien nennt man die mehr oder weniger unbefestigten Schotterpisten „Gravel Roads“ die wir laut unserer Autovermietung eigentlich gar nicht befahren dürften. Da solch eine Straße jedoch manchmal der einzige Weg ist um von A nach B zu kommen haben wir unseren Mopsi ziemlich gut auf extreme Verhältnisse trainiert. Bislang hat er uns noch nie im Stich gelassen! Hoffen wir das das auch für restlichen zwei Wochen so bleibt.

Tagesleistung: 297 Kilometer

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