Tag 43: Townsville – Trebonne

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::: Geschichte :::

Heute Morgen besuchten wir zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage die Besucherinformation etwas außerhalb von Townsville. Hier verbrachten wir dann ungeplant längere Zeit da wir dort zwei ältere Australier trafen und wir mit ihnen und dem freundlichen Herrn von der Besucherinformation uns lange und sehr nett unterhielten.

Dann ging die Fahrt auf dem Highway 1 weiter in Richtung Ingham (Bild). Etwa 12 Kilometer außerhalb der Stadt besuchten wir die Mungalla Station auf der Jacob Cassady vom Stamm der Nywaigis Besuchern über das Leben seiner Aborigines-Vorfahren erzählt. Wir hatten mal wieder Glück und waren die einzigen Besuchen und genossen somit eine VIP-Behandlung.

Zuerst erzählte uns Jacob etwas über das Leben seiner Vorfahren und deren Sichtweise wie das Land in dem sie leben entstanden sein sollte. Dann zeigte er uns die Waffen und Werkzeuge die teilweise mehrere tausend Jahre alt waren.

Zusammen mit seinen Kindern versuchten wir uns dann im Boomerang-Werfen was leichter aussieht als es ist. Zum Glück blieben alle unverletzt.

Dann ging es mit seinem Jeep raus zum alten Anwesen, wo das Wohnhaus seiner Familie ursprünglich errichtet wurde. Auch nach gut zwei Jahrhunderten sind hier noch die gemauerten Eingangspforten zu erkennen. Der Rest des Gebäudes ist bereits verfallen. Auf dem Weg dorthin zeigte er uns zahlreiche Pflanzen und wofür diese alles verwendet werden können – sehr interessant! Er nahm einige Blätter einer Pflanzen in die Hand, zerrieb sie und leerte Wasser dazu. Sekunden später tropfte eine seifenartige Substanz aus den Blättern die sich zum Waschen sowie auch zum desinfizieren von Wunden eignet.

Zurück auf dem eigentlichen, rießigen Anwesen auf dem sich heute mehr als 800 Rinder tummeln schauten wir uns die Ausstellung im oberen Bereich des schmucken Hauses an bevor wir zusammen mit Jacob und einem seiner Nachbarn auf der Veranda unseren Nachmittagstee genossen. Das Gebäude wurde 1882 von James Cassedy erbaut der vor der Hungersnot in Irland nach Australien floh. Er war einer der wenigen Europäer der die Aborigines mit Achtung und Respekt behandelte. Sein Grab auf dem Anwesen wird deshalb noch heute von den Aborigines gepflegt.

Ein sehr interessanter Nachmittag an dem wir viel über die einzig wahren Ureinwohner Australiens gelernt haben.

Tagesleistung: 164 Kilometer

Hier ein kleines youtube-Video von der Mungalla Station:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=NJWBPisLbZc[/youtube]

 

Hier ein interessantes Bild auf dem die Dimensionen dieses großen Landes erst so richtig deutlich werden:

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Wie ganz Europa in Australien passt! Aufgenommen heute im Visitorcentre in Townsville

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