Wildes Australien (Teil III)

Im dritten Teil dreht sich alles um die wilden Dingos auf Fraser Island. Dingos sind wilde Hunde die früher meist isoliert vom Menschen lebten. Jedoch vermischte sich die Rasse auf dem australischen Festland mit wilden Haushunden so das es heute kaum noch reinrassige Dingos auf australischem Festland gibt.

Aufgrund der isolierten Lage auf der Insel Fraser Island wird behauptet das hier noch die genetisch reinste Form des Dingos in ganz Australien lebt. Während meinem zweitägigen Aufenthalt auf der Insel, die man nur mit einem geländegängigen Fahrzeug betreten darf, ist mir insgesamt dreimal ein Dingos begegnet. Es wird vermutet das auf Fraser Island noch etwa 200 Dingos leben. Hier sind sie im Gegensatz zum Festland geschützt und wer die Tiere füttert und dabei von den Rangern erwischt wird der kann einen Strafe von bis zu 4.000 Dollar Strafe bekommen.

Unter anderem das Füttern der Tiere, das zurücklassen von Abfällen oder das falsche Lagern der mitgebrachten Lebensmittel lockt die Dingos. Diese können dann auch aggressiv reagieren und sogar Menschen verletzten. Es gibt mehrere Fälle wo Dingos Kleinkinder sogar getötet haben. Daher findet man auf der Insel überall Warnschilder die vor den Tieren warnen und Verhaltensregeln aufzeigen.

Als wir am zweiten Tag schon recht früh ins Innere der Insel beim Lake McKenzie waren und wir uns gerade auf den Rückweg machen wollten kam plötzlich ein Dingo entlang des Weges und lief völlig gespannt an uns vorbei bevor er im Busch verschwand.

Am selben Nachmittag trafen wir dann auf einen markierten Dingo, der unserem Auto auf einem der schmalen Sandwege engegenlief. Da musste ich einfach anhalten, die Kamera schnappen und aussteigen. Ich hatte das Glück das er genau auf mich zulief, das Auto mit einem kurzen Blick passierte, und dann ein Stück weiter lief. Etwa 100 Meter nach dem Auto legte er sich dann mitten in eine der beiden Fahrspuren. Er war anscheinend satt und zufrieden – von Aggression keine Spur.

Zum Speiseplan der Tiere gehören Nagetiere wie Mäuse und Ratten aber auch Wallabys und Kängurus werden im Rudel gejagd. Und da Kleinkinder numal die selbe Größe wie ein ausgewachsenes Wallaby haben sehen die diese als Beute an. Die vorwiegend nachtaktiven Dingos verbringen den Tag meistens im Schatten und werden erst aktiv nachdem die Temperaturen gesunken sind. Daher solle man auf Fraser Island vor Einbruch der Dunkelheit in seinem Camp zurück sein um nicht von einem jagenden Rudel aufgemischt zu werden.

Das kleine Dorf in dem wir die Nacht verbrachten war durch einen ‚Dingozaun‘ geschützt. Um mit dem Auto ins Dorf zu gelangen musste man über quer angeodnete Gitterstäbe fahren die man von Kuhweiden her kennt. Damit wird vermieden das die Tiere nachts ins Dorf kommen um nach Essbarem zu suchen.

Aber wie immer in Australien gilt auch hier die Devise: Wer sich an die Spielregeln hält dem sollte auch nichts passieren!

Hier eine kurze Dokumentation über die Dingos.

[youtube]http://youtu.be/sFxfpGchccU[/youtube]

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