Wildes Australien (Teil V)

Während draußen ein Sturmtief mit Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h über Sydney zieht konnte ich endlich den fünften und vorerst letzen Teil meiner Bilderserie „Wildes Australien“ fertig stellen.

Im diesem Teil geht es um die wohl bekanntesten Tiere Australiens – die Koalas! Der Begriff Koala stammt von den Aboriginees und bedeutet soviel wie „ohne zu trinken“. Denn diese drolligen Beutelsäuger nehmen die benötigte Flüssigkeit von aus den Eukalyptusblättern die sie ausschließlich fressen. Bei Ihrer Auswahl an Eukalyptus sind Koalas sehr wählerisch. Und das müssen sie auch sein. Da Eukalyptus Toxine, sprich Giftstoffe enthalten suchen sie sich die Sorten heraus die am wenigsten dieser Toxine enthalten. Bei dieser Suche hilft ihnen auch ihr sehr gut ausgeprägter Geruchssinn.

Von den etwa 500 bekannten Eukalyptusarten fressen Koalas nur etwa 70. Da Eukalyptus sehr wenig Energie liefert schlafen die Tiere bis zu 20 Stunden am Tag. Man muss daher schon etwas Glück haben wenn man einen Koala in Bewegung sehen möchte.

Auf Magnetic Island fand ich einen ausgewachsenen Koala (Bild oben) der sich am späten Nachmittag, als die Temperaturen angenehmer wurden, auf Futtersuche machte. Im Noosa Nationalpark hatte ich sogar das Glück einen Koala aus nächster Nähe zu beobachten wie er am Boden den Baum wechselte – zu sehen auch in meinem Trailer bei Minute 1:37 min. Sie verbringen ihr Leben ausschließlich in den Bäumen und wechseln diese äußert selten da am Boden ihre Fressfeine wie Dingos oder Pythons leben. Glück gehabt.

Gefährlich für die Koalas sind aber besonders Straßen die durch ihre Reviere führen. Beim überqueren werden kommen jährlich viele Tiere zu Schaden. Wenn sie Glück haben kommen die verletzen Tiere in ein Koala Krankenhaus. In Port Maquarie haben wir das Koala Hospital besucht. Auf einem großen Schild (Bild oben) kann man sich über die aktuellen Patienten und deren Krankheit informieren bevor man sie besucht.

Koalas gibt es nur noch in Australien und dort auch nur noch im Süden und entlang der Ostküste. Nachdem sie die Europäer wegen ihres Fells fast ausgerottet hatten stehen sie heute größtenteils unter strengem Schutz.

Mit diesen liebens- und schützenswerten Tieren endet meine Serie „Wildes Australien“ vorerst. Sollte ich meinen Aufenthalt in diesem tollen Land noch etwas verlängern – wonach es momentan aussieht – dann folgt hoffentlich bald ein weiterer Teil. Es bleibt spannend.

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